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Verfasst: Fr, 20. Jan 2006, 18:19
von Valon
Nationalismus und Patriotismus sind zwei verschiedene Dinge. :D

Verfasst: Fr, 20. Jan 2006, 18:25
von lorenc ukgjini
Valon hat geschrieben:Nationalismus und Patriotismus sind zwei verschiedene Dinge. :D
Ich habe es ja getrennt gesagt

Verfasst: Fr, 20. Jan 2006, 18:29
von Valon
lorenc ukgjini hat geschrieben:
Valon hat geschrieben:Nationalismus und Patriotismus sind zwei verschiedene Dinge. :D
Ich habe es ja getrennt gesagt
Ach so.

Verfasst: Di, 24. Jan 2006, 14:28
von trendafile
lorenc ukgjini hat geschrieben: ...wir den Kanun haben
Möchte gernen mal wissen, warum du auf das albanische Gewohnheitsrecht so stolz bist, ist doch total veraltet.

Es gibt auch andere Völker die ein sog. Gewohnheitsrecht haben.

Verfasst: Di, 24. Jan 2006, 14:45
von carla
Allerdings. Man sollte lieber hoffen, dass Dinge wie die Blutrache bald aus den Köpfen verschwinden, anstatt stolz darauf zu sein. Ich weiß, nicht gleich schreien, der Kanun hat noch andere Punkte, aber dieser erscheint mir nicht ganz unwichtig. Und es zeigt, dass man zwar nicht alle Traditionen über Bord werfen, aber vielleicht hin und wieder mal überdenken und sie der heutigen Zeit anpassen sollte.

Verfasst: Di, 24. Jan 2006, 14:54
von Valon
trendafile hat geschrieben:
lorenc ukgjini hat geschrieben: ...wir den Kanun haben
Möchte gernen mal wissen, warum du auf das albanische Gewohnheitsrecht so stolz bist, ist doch total veraltet.

Es gibt auch andere Völker die ein sog. Gewohnheitsrecht haben.
Es gibt Leute die leben noch im 14 Jahrhundert. :lol:

Verfasst: Di, 24. Jan 2006, 14:57
von genta_20
ja echt schade,wird mal zeit das sie sich anpassen.

Verfasst: Di, 24. Jan 2006, 19:43
von lord_red_dragon
nun wenn ich so ein paar gangstera und reppera so anshen hoffe ich das nicht allen schon im 21jahrhundert leben.

Verfasst: Di, 24. Jan 2006, 20:56
von LoLa
Ja das mit dem Kanun ist schon so eine Sache für sich..
wenn es um Stolz, Ehre und Blutrache geht, dann wird immer auf den Kanun verwiesen. Im Kanun stehen aber auch viele andere Dinge..
Warum berufen sich die Leute auf den Kanun bei Blutrache, obwohl sie dem nicht mal richtig Folge leisten was da wirklich drin steht?
Und andere Sachen aus dem Kanun, wie zum Beispiel das Erbschaftsrecht werden doch auch nicht wirklich praktiziert oder? Oder sehe ich da was falsch?

Das passt jetzt zwar nicht wirklich zum Thema, aber ich musste das mal loswerden.

Verfasst: Do, 26. Jan 2006, 20:15
von lord_red_dragon
@LoLa
nun das passt nun hier wircklich überhaupt nicht.

aber wieso geht ihr immer auf den Kanun los?
lasst es liegen, vergesst es.
such irgenwo anders das problem und nicht immer auf den KANUN los.
kanun dies kanun das...hört doch auf.

Verfasst: Do, 26. Jan 2006, 20:16
von Amanda
i´m proud to be an kosovo-albanian :lol:

Verfasst: Do, 26. Jan 2006, 22:27
von Illyrian^Prince
lord_red_dragon hat geschrieben:@LoLa
nun das passt nun hier wircklich überhaupt nicht.

aber wieso geht ihr immer auf den Kanun los?
lasst es liegen, vergesst es.
such irgenwo anders das problem und nicht immer auf den KANUN los.
kanun dies kanun das...hört doch auf.
Zugegeben bei uns in Kumanovo liesst man den Kanun nicht mehr, aber komischer Weise werden hier immer noch viele Sachen mit den Regeln des Kanun gelöst. Sie lesen es nicht aus dem Buch, die Älteren erzählen wie es zu ihrer Zeit war und das ist das Gesetzt und sonst nix weiteres. Echt :roll:

Verfasst: Do, 26. Jan 2006, 23:46
von DARDANIAN PRINZ
tja der kanun hat wie auch hier schob erwähnt wurde auch seine guten seiten. hab ihn mir auf deutsch gekauft und auch gelesen er regelte viele dinge des lebens der albaner vorallem derer im hochland.
was die blutrache angeht, der der das buch die festung gelesen hat weiss wem wir die geschichten mit diesen taten zu verdanken haben --> den türken die haben uns den mist eingebleut und dafür gesorgt das wir uns jahre lang selber dezimiert haben und aus welchem grund weil sie angst vor uns hatten, wieso wären sie sonst mit so vielen soldaten damals angerückt (der sultan zitat"Für jeden albanischen soldaten will ich 10 türkische haben"). aber das ist nicht der punk und soll ja hier auch nicht behandelt werden. ich bin stolz drauf das wir allen getrotzt haben und trotzen werden, die die uns unterjocht haben unterjochen wollten oder danach streben uns zu unterjochen.
Stolz ist ein gefühl das man nicht beschreiben kann es gibt tausende worte dafür.
Ich glaube aber das die albaner alle an sich ob kosovaren oder ....
besonders stolze menschen sind was bestimmt auch daran liegt das sie ihren stolz nie richtig ausleben durften.
Mich macht es stolz wenn ich an einem sonnigen tag bei leichtem wind unsere fahne im wind schwanken sehe und und und .....

Verfasst: Do, 26. Jan 2006, 23:55
von fantaafresh
hhhmmm.........was soll ich dazu sagen?!

Kann mich eigentlich nicht so klar ausdrücken; habe sozusagen gemischte Gefühle. Was den STOLZ betrifft. Denn auf was soll ich den stolz sein? auf die Schweiz wo isch schon immer gelebt habe und immer noch lebe, hier, in dieser Kultur aufgewachsen bin...auf Mazedonien, meinem Geburtsort, Ferienort und nichts anderes....?
Ich bin stolz als Albanerin auf die Welt gekommen zu sein, aber ich bin auch stolz in der Schweiz zu leben und hier aufgewachsen zu sein :)

Trotzdem kann ich einfach nicht sagen: Im proud to be Albanian!!

Klar ist man irgendwie stolz auf seine Nationalität, auf seine Heimat, seine Landsleute....aber dieser STOLZ hat nicht so einen hohen Stellenwert für mich...es gibt wichtigeres: z.B

Ich bin mehr dankbar oder stolz dafür, dass ich lebe so wie ich lebe:-
-Bin stolz auf meine Eltern dass sie alles Mögliche für uns Kinder getan
haben und uns ein wunderbares, schönes Leben ermöglichen
-Bin stolz auf meine Brüder
-und schlussendlich stolz auf mich selber für das, was ich bis jetzt erreicht
habe...!

Partizoni hat es sehr schön gesagt
Ich denke Stolz hat nichts mit Patriotismus zu tun, sondern viel mehr mit persönlichen Sachen und Angelegenheiten: Stolz auf die Familie, auf die Kinder, auf sich selber... Stolz darauf, etwas erreicht zu haben im Leben,stolz auf Freunde und Bekannte...

Diese Art von STOLZ steht im Vordergrund, und nicht Heimat und Landsleute...

ok tschüssi

Häbets guet lütlis....

P.S Und nicht zu viel STOLZ auf Nationalität, Heimat und dergleichen.....ist nicht immer positiv... :wink:

Verfasst: Fr, 27. Jan 2006, 7:00
von LiLiAnA
fantaafresh :) das ist sehr schön und wahr was du geschrieben hast.

Verfasst: Fr, 27. Jan 2006, 13:40
von Viktor
Hatt den die "Blutrache" wirklich so schlechtes Einfluss gehabt?
ICh denk durch das hatten die MEnschen mehr Respekt gegenüber, es is zwar schon hart wenn man bedenkt das man den Brurder oder die Mutter des Mörders töten kann, aber wenns man im grossen und ganzen betrachtet sind die Menschen vorsichtiger, Probleme werden dan eher mit Wörter gelöst als mit Waffen.Ich denk es hatte auch einen guten Beitrag an der Gesellschaft.

Verfasst: Fr, 27. Jan 2006, 13:43
von carla
Viktor hat geschrieben:Probleme werden dan eher mit Wörter gelöst als mit Waffen
Da bin ich anderer Meinung, Blutrache ist keine Möglichkeit, sondern eine Verpflichtung. Daher können Konflikte eben wegen der Blutrache nicht mehr mit Worten geklärt werden.

Verfasst: Fr, 27. Jan 2006, 13:54
von Viktor
ICh schau die USa an und denk mir ob so viel Freiheit besser is?
Und die LEute erzählen immer von Geschichten, das einer einen ermordet hatte und dan die FAmilie nix gemacht hatt, derjenige hatte dan einen extrem Hohen Stellnwert in der GEsellschaft, "Burrni=Männlichkeit=Riterlichkeit".
I meinen AUgen hatt es als HIntergrund einen guten Geist

Verfasst: Fr, 27. Jan 2006, 14:02
von carla
Dann erklär mir doch bitte mal, was an Selbstjustiz ritterlich ist. Das ist doch ein Teufelskreis, der eine rächt den, der nächste rächt dann wieder den und so geht es immer weiter, bis keiner mehr weiß, worum es eigentlich ging...

Verfasst: Fr, 27. Jan 2006, 14:35
von mamamiamilan
Viktor hat geschrieben:Hatt den die "Blutrache" wirklich so schlechtes Einfluss gehabt?
ICh denk durch das hatten die MEnschen mehr Respekt gegenüber, es is zwar schon hart wenn man bedenkt das man den Brurder oder die Mutter des Mörders töten kann, aber wenns man im grossen und ganzen betrachtet sind die Menschen vorsichtiger, Probleme werden dan eher mit Wörter gelöst als mit Waffen.Ich denk es hatte auch einen guten Beitrag an der Gesellschaft.
Viktor,

ich bin schockiert!!! :( Was ist los, dass aus deinem toleranten Munde zu hören. Ich stimme Carla vollkommen zu. Es ist ein Teufelskreis. Und bitte was hat Respekt damit zu tun, wenn man aus Eigensinn bzw. Eigennutz oder sonst. Motiven tötet?? Das ist kein Respekt der dann bleibt, sondern Angst!!! Und wo bleibt da die freie Meinungsbildung und Äußerung??? Und nach der Unterdrückung kommt der Haß gegen die Unterdrückung und das tödliche Spiel beginnt erneut. Jeder der diesen Kreis weiterführt, ist in meinen Augen nicht besser als der Täter, der das Masaker angefangen hat!!! Wo bleibt die Menschenwürde??? Gibt es sie überhaupt noch??

Respekt ist ein Wort mit dem man sich sehr schnell auf Glatteis begeben kann. Noch dazu bin ich der Meinung, dass aus übertriebenem Respekt ganz schnell das Gegenteil entstehen kann. Denn dann sucht man sich ein anderes Ventil um die Luft abzulassen. Diese kann sich bei dem einen als harmlos erweisen und bei einem anderen fatale Konsequenzen hervorrufen. Alles Vorzeichen und Warnungen um auf sich aufmerksam zu machen (Hilfeschreie), auf die man achten sollte, damit eine Situation nicht eskaliert. Wer das beherrscht, der hat für mich einen hohen Stellenwert, denn derjenige versteht es die Menschen zu nehmen.