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Re: Kony 2012

Verfasst: Sa, 07. Apr 2012, 12:16
von leknilk0815
Servus,
ich hab mir eben den 2. Teil
http://digiweb.excite.de/kony-2012-teil ... 54230.html
angesehen. Man wartet förmlich darauf, daß irgendwo Dieter Bohlen mit Blendax- Lächeln aus dem Busch kommt.

Mein Fazit:
Es wurde viel Geld bewegt, von dem vermutlich nicht viel da angekommen ist, wo es gebraucht werden würde,
in der "Kony- Gegend" spricht man im Interview immer noch sehr höflich von "Mister Kony" (was mich irgendwie irritiert) und "Mister Kony" mordet munter weiter. Wer Waffen und Geld dafür liefert... - darüber habe ich leider nichts gefunden.

Re: Kony 2012

Verfasst: Mi, 18. Apr 2012, 23:03
von Lula
Jetzt auf ZDF, auslandsjournal

Re: Kony 2012

Verfasst: Sa, 21. Apr 2012, 0:12
von Koby Phoenix
Lasst uns was an uns ändern bevor wir andere ändern wollen.. denn wenn wir anders sind
werden die anderen keine Wahl haben.

Was meine ich damit? Auch wenn ich normal durch die Straßen gehen würde, gibt es
mindestens 10 Dinge die mit Welthunger, Krieg und Afrika zu tun haben..
Machen wir uns nichts vor, wir können verzichten wollen es aber nicht und das
ist unser Problem. Da können wir noch so viele Kampagnen starten, aber soweit nicht
unser Kern unser Herz nicht positiv ist können wir nichts positives schaffen.
Werft Elektromüll nicht einfach so weg, kauft euch nicht jedes Jahr ein neues handy
und verschenkt doch mal die alten sachen, anstatt sie wegzuwerfen oder verzichtet
doch auf einiges. Nicht jeder braucht ein Smartphone und vorallem nicht unsere
9 jährigen kinder.. denn es ist ihre generation die in Afrika den Müll sortiert
oder gar die rohstoffe gewinnt..

pardon für die weite ausholung aber ob Kony die Kinder mit Waffen bestückt und
sie zwingt für ihn sogar zu sterben oder sich zu verkaufen, ist das gleiche als wenn
ein 9 jähriger in einer Coltan Miene sterben muss.. nein es ist unsere Schuld denn
ohne ARMUT KEIN KONY!

WIR SIND DIE GRÖßTEN SCHWEINE DIE ES GIBT, WIR WEISSEN und Gelben aus der gröberen nordhalbkugel!.

Re: Kony 2012

Verfasst: Sa, 21. Apr 2012, 1:17
von Arbëror
Das Problem ist nicht Kony. Kony regiert nicht seit gestern, aber viele kennen Kony erst seit gestern. Was kommt nach Kony? Kony ist nicht die einzige und alleinige Hürde, die Uganda daran hindert eine Demokratie ohne Waffengewalt und ohne Kindersoldaten zu werden. Kony ist einer unter vielen Warlords in Uganda, Rebellenchefs, die sich im wahrsten Sinne des Wortes hochkämpfen und dann alles daran setzen ihre Macht zu erhalten. Wenn Kony fällt, kommt vielleicht ein Koby, und wenn Koby geputscht wird, kommt ein Ghnomi. Das Verständnis des Regierens, besser gesagt des Unterdrückens, bleibt bei all diesen Typen dasselbe.

Bis gestern kannte niemand Kony, und nun spricht seit dem Aufkommen dieser Kampagne die ganze Welt davon. Segen und Fluch zugleich. Durch die öffentliche Aufmerksamkeit steigt die Fokussierung und der politische Druck, leider aber nur bis Kony von der Bildfläche verschwunden ist. Danach wird Uganda anderen Warlords überlassen. Und das ist gerade eben das, womit ich Mühe habe. Irgendeine Hilfsorganisation kommt auf die Idee einen bösen Mann aufzugreifen, ihn noch mehr zu dämonisieren und ihn zum Hauptverursacher von Kindersoldaten zu erklären. Auf Kosten der Kindersoldaten wird eine emotionale Kampagne losgetreten ohne nachhaltige Lösungen gefunden zu haben. Die Kurzlebigkeit dieser Kampagnen sind marketingstrategisch gedacht und bewusst gewählt, da kriegt man zum einen eine schnelle und lukrative Finanzspritze in Form von Spenden und Hilfsgeldern, die man sonst nie bekommen hätte und zum anderen entledigt man sich ganz unbemerkt dem Problem Uganda. Der Otto Normalverbraucher denkt mit einer seiner Spenden würde er diese Not mildern oder gar dazu beitragen das Problem ganz zu lösen und ganz nebenbei erhofft er sich ein Gefühl der Gutmenscherei, ein Gefühl das schlechte Gewissen losgeworden zu sein und die Hände nicht in Blut gewaschen zu haben.

Re: Kony 2012

Verfasst: Sa, 21. Apr 2012, 14:01
von Lula
Kony ist schon seit Jahren untergetaucht, bereits vor der Kampagne. Der Film zeigt Uganda vor 9 Jahren ca.
ALs der Film in Uganda vorgeführt wurde, ist die BEvölkerung ausgerastet vor Wut..., kam gestern wieder im Radio..

Re: Kony 2012

Verfasst: Sa, 21. Apr 2012, 23:21
von Estra
Ich habe auch gerade wieder einen Bericht gesehen und darin geht es vorallem auch um die Bevölkerung da, nicht um Kony, da der sowieso nicht mehr im Lande sein soll. Die Menschen da wollen endlich in Frieden leben, die Wunden heilen lassen und einander auch vergeben können, das sei schwer wenn man mit dem Film und der Kampagne konfrontiert werde und wieder neue Schuldzuweisungen kommen.