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Verfasst: Mi, 27. Okt 2010, 13:52
von pejane
jaaa mystery.... da hat es was dran..

aber das ganze hat nicht mit bildung oder nicht bildung zu tun, so wie einige meinen....

wir sind alle hier, sind integriert usw.... wo die liebe hinfällt... aaaaaber man kan die liebe auch einwenig lenken... und es ist nunmal so, dass die gleiche nationalität, einfach mehr gemeinsamkeiten bietet.. sprache, kultur, usw... also wenn ein schweizer neben einem albaner steht, dann interessiere ich mich erstmals für den albaner, weil ich genau weiss, dass es in sachen familie und auch in sachen familie gründen einfacher ist, als mit dem schweizer... also sage ich zu deiner Frage: JA ich bevorzuge einen albanischen partner jeder anderen nationalität... aaaaaber haut mich ne andere nationalität um und würde ich mich verlieben, wäre es kein grund ihn abzuweisen, nur weil er kein albaner ist.

Verfasst: Mi, 27. Okt 2010, 14:42
von Enneagramm
Da bringt es @pejane auf den Punkt, ich finde das ist eine gesunde Einstellung :!:

Ein wenig hängt es tatsächlich von den Fakten ab, ob man sich wirklich "verlieben" will oder ob man lieber Abstand nimmt, da diese Beziehung zu viele "Komplikationen" mit sich bringen würde.
So gibt es natürlich da immer 2 Seiten der Medaille :wink:
Mit dieser Einstellung könnte man oftmals viel Leid und Enttäuschen - auf beiden Seiten - aus dem Weg gehen :!:
Aber wir lesen ja nur allzuoft, dass manche Frauen geradezu magisch angezogen werden von Beziehungen die mit Hindernisse beginnen, nur da sind auch oft Enttäuschungen vorprogrammiert, weil man oft etwas passend machen will, was nicht zusammen passt.
Das ist natürlich immer im Einzelfall zu sehen :!:

Verfasst: Mi, 27. Okt 2010, 17:57
von Mystery
ok ich hab nicht einfach nur sooo gefragt.

Wollt Ihr wissen was der Grund ist??? Jaa... zum einen wollte ich mal ein anderes Thema ausleuchten u. nicht nur JUNGFRAUEN THREAD forever...

und zum anderen fällt es mir eben in meinem Bekanntenkreis/Familie auf, dass wir eben international sind: ein Onkel ist mit einer Ungarin verheiratet, eine Tante mit einem Polen, meine Schwester mit einem Mann aus der Türkei verheiratet, eine gute Bekannte mit einem Schotten liiert, eine andere mit einem Nigerianer, ein weiterer Bekannter mit einer Dominikanerin ...
Und selbst hier in unserem kleinen Dörfchen leben einige "Eingedeutschte".

In der Familie meines Freundes hingegen bin ich die EINZIGE Deutsche u. seine Bekannten von früher (vor unserer Beziehung!) sind ebenfalls ausschliesslich aus seiner Kante.
Einer seiner Cousins war mit einer Deutschen verheiratet, wegen der Papiere ... und der Mann seiner Schwester ebenfalls.
Aber naja... mit mir chatten die Schwägerinnen ab und an u. sie sagen halt alle, dass es angeblich bei diesen Verwandten anders war, denn die deutschen Frauen hätten das von Anfang an gewusst u. man habe immer noch guten Kontakt ... und ausserdem hätten wir ja ein Kind usw.
aber trotzdem ich muss sagen, ich fühle mich immer noch fremd in dieser Familie, egal wie nett sie sind u. wie gut ich versuche die Landesküche zu kochen.

Es ist für mich halt immer wieder ein komisches Gefühl mit Verwandten u. Bekannten meines Partner zusammen zu treffen u. das verursacht bei mir gemischte Gefühle. Ja, sie bemühen sich wirklich nett u. gastfreundlich zu sein, das ist es nicht. Nur ich krieg halt trotzdem wieder diese Gefühle wenn ich mit ihnen zusammentreffe.

Auch beim Montenegriner wo wir ab und zu einkaufen fällt es mir auf, da kaufen wirklich ausser mir nur Landsleute ein u. ich komme mir immer etwas "durchleuchtet" vor, wenn wir in dem Laden sind.

Ich hoffe das war nicht zuuuu privat.

grüsse

Verfasst: Do, 28. Okt 2010, 8:21
von pejane
ach mystery.. glaub mir das sind halt die generationen-vermischungen... ich meine sogar ich hätte mit manchen albanern mühe... wenn z.b. die familie immernoch sehr altmodisch ist, dann würde auch das gefühl haben, hallo ich pass hier garnicht rein... usw... aber wenn du siehst sie bemühen sich und respektieren dich & wenn zwischen euch alles gut läuft, dann steigere dich da nicht in etwas ein... ich weiss nicht wielange du die familie schon kennst, aber sowas braucht halt auch zeit... respektierst du die familie und interessierst du dich auch etwas für ihre kulutur, so werden auch sie das bestimmt tun.. aber wenn du dich fremd fühlst, dann merken die das und dass wiederum bringt sie dazu, weiteren abstand zu nehmen.

aller anfang ist schwer und wenn er der erste ist in der familie, der eine andere nationalität nach hause bringt, dann öffnet ihr die wege auch den anderen ;)

Hi

Verfasst: Do, 28. Okt 2010, 9:26
von shqiptare
:-)

Verfasst: Do, 28. Okt 2010, 9:31
von Funky
so ein schwachsinniges thema. jede nationalität hat gewisse barrieren gegenüber einer anderesn. ist halt gang und gebe dass menschen, menschen aus dem eigenen umkreis, kultur, nationalität u. religion bevorzugen. was hast das gefühl wieso es für ein ausländer um einiges schwieriger ist einen job zu bekommen als ein deutscher bei gleicher qualifikation. das ist einfach leider nun mal die realität und das zieht sich über alle länder und alle verbindungen durch, ist nicht ein albaner syndrom Mystery.

Verfasst: Do, 28. Okt 2010, 16:35
von Alket
Irgendwie ist heute alles daneben, auf seiner Muttersprache zu reden, unter einander zu bleiben, TV aus der alten Heimat zu schauen und in alb. Diskos zu gehen.

Verfasst: Do, 28. Okt 2010, 16:39
von Enneagramm
Ich finde immer man sollte authentisch bleiben, viele Frauen wollen aber "päpstlicher als der Papst sein" und zu so einer Art Super-Albanerin mutieren. ich kann mir vorstellen, dass das nicht notwendig ist um anerkannt zu werden.

Ich war ja selber früher 6 Jahre mit einem Italiener liiert und ich blieb "immer" "la tedesca" aber sie zollten mir Respekt und liebten mich, weil ich an der ital. Kultur interessiert war, die Sprache erlernte aber trotzdem ICH geblieben bin. Wenn man allerdings ständig die Lieblings-Deutsche sein will, dann hat man es schwer und das zerrt an den Nerven und ist letztendlich ein hoffnungsloses Unterfangen. :cry:

Mystery Du solltest endlich lernen DU selber zu bleiben...ich glaube, dann respektieren Dich die Verwandten Deines Mannes viel mehr. dieses ständige fishing for complements geht irgendwann den meisten auf den Nerv!
Bleib doch einfach eine deutsche Frau, die mit einem Albaner liiert ist !

Verfasst: Do, 28. Okt 2010, 16:43
von Enneagramm
pejane hat geschrieben:ach mystery.. glaub mir das sind halt die generationen-vermischungen... ich meine sogar ich hätte mit manchen albanern mühe... wenn z.b. die familie immernoch sehr altmodisch ist, dann würde auch das gefühl haben, hallo ich pass hier garnicht rein... usw... aber wenn du siehst sie bemühen sich und respektieren dich & wenn zwischen euch alles gut läuft, dann steigere dich da nicht in etwas ein... ich weiss nicht wielange du die familie schon kennst, aber sowas braucht halt auch zeit... respektierst du die familie und interessierst du dich auch etwas für ihre kulutur, so werden auch sie das bestimmt tun.. aber wenn du dich fremd fühlst, dann merken die das und dass wiederum bringt sie dazu, weiteren abstand zu nehmen.

aller anfang ist schwer und wenn er der erste ist in der familie, der eine andere nationalität nach hause bringt, dann öffnet ihr die wege auch den anderen ;)
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Tia früher gab es Probleme als meine evangelische Mutter einen katholischen Mann heiraten wollte :lol:

und so geht es halt immer weiter, eine bzw. eine macht immer den Anfang!

Verfasst: Do, 28. Okt 2010, 19:55
von Koby Phoenix
Alket hat geschrieben:Irgendwie ist heute alles daneben, auf seiner Muttersprache zu reden, unter einander zu bleiben, TV aus der alten Heimat zu schauen und in alb. Diskos zu gehen.
Ich rede oft auf meine Muttersprache, zwar haben wir in meiner Stadt wenige Albaner, aber man redet oft mit der Verwandtschaft etc.. Albanischer TV läuft auch gerne, mir gefällt "Kafeneja jon" der Krymadhi ist einfach eine
legende :D .. Aber in einer Albanischen Disko war ich nie, irgendwie gibt es
in unserer Gegend keine, liegt wohl daran das ich aus einer kleinen Stadt komme.. Naja ich mag die tallava und den popkram nicht so gerne, welches angeblich sehr oft bei den alb. Diskos abgespielt werden, da fehlen
mir alternative musikarten.

Gerade das Verlangen der Europäer an uns "Nicht- Europäer" ,obwohl wir auch
in Europa liegen, uns zu assimilieren müssen wir im Namen der Vielfalt und der multiethnischen Vorstellung trotzen.. Eine zwangsgermanisierung/ schweizerisierung ist gegen die Vorstellung der Integration, es bewirkt das gegenteil, sich anzupassen.. Dabei gibt es selbst unter den Völkern viele Typen.. Ein Punk, ein Protestan oder ein Katholik muss sich ja auch nicht anpassen, sie leben auch ihre Kultur aus.. Wenn ich mir einpaar Facebook Seiten anschaue, dann sehe ich das einige Albaner streben europäischer als die Europäer zu sein. Freier als Frei. Was hier als "Nuttig" zu sein scheint, wird bei Facebook zur Normalität.

Verfasst: Do, 28. Okt 2010, 20:39
von liberte
ach koby, das ist doch auch totaler blödsinn. ich kann mir beim besten willen nicht vorstellen, daß es irgend einen deutschen interessiert, was ein albaner isst, wie er zu hause spricht, was er für musik hört usw.

für mich ist das völlig falsch verstandene integration.

ein mensch, der sich selbst liebt und respektiert wird nie in der lage sein einen teil von sich, nämlich seinen ursprung, zu leugnen, denn er gehört zu ihm. und genau das macht doch integration aus - respekt und liebe für sich und für das volk, das so freundlich war und ihn empfangen hat.

ist das offtopic? irgendwie ja nicht.

wenn du zurück guckst, dann waren die röcke in D in den 60er jahren extremst kurz, die freie liebe in den 70er jahren extrem frei. ich denke so ein extrem-sein gehört einfach dazu, wenn man etwas verändern will. heute ist auch bei uns wieder normalität eingekehrt.

Verfasst: Do, 28. Okt 2010, 21:21
von Koby Phoenix
Ich höre dauernd " Ich finde zu Hause soll Deutsch gesprochen"
das geht von Arbeitslosen bis Arbeitern bis Politikern.

Also kann man nicht sagen, das es niemanden interessiert was zu Hause getan wird.

Verfasst: Do, 28. Okt 2010, 21:36
von Lilli
das ist zwar nett gemeint, weil man so die sprache besser lernen könnte, aber unrealistisch. also ich käm mir auch komisch vor, wenn ich mich mit landsleuten in ner anderen sprache unterhalten sollte, noch dazu mit der familie.

andererseits, wenn man am schluß nicht nur zu hause, sondern auch auf der arbeit und in der freizeit nur mit lansleuten zusammen ist und nur nicht-deutsch spricht, hat man kaum die chance, es auch zu lernen.

ich find einfach, es ist ein unterschied, ob man generell offen anderen gegenüber ist oder nicht. wäre ich nicht mehr in d, würde ich sicher auch noch deutsch sprechen und deutsch kochen und sicher würd ich auch den kontakt zu landsleuten suchen, aber das heißt ja nicht, daß ich mich nicht für dasland interessieren würde, in dem ich dann lebe. das sind zwei verschiede stiefel.

Ich krieg oft mit, daß ausländer kaum die chance kriegen, sich in heimischen gruppen zu etablieren. da braucht man sich halt nicht zu wundern, wenn sie am liebsten unter sich bleiben. ich hätte auch wenig lust, mich ständig begutachten zu lassen, wie ich jetzt was mache etc. pp.

Verfasst: Do, 28. Okt 2010, 21:47
von traurig077
Ich finde auch zu Hause kann gesprochen werden wie man will. allerdings muss dann wo anders größerer aufwand betrieben werden um deutsch zu lernen.

ich finde es hingegen sehr unhöflich wenn ich mit 2 albanern (türken, chinesen, was weiß ich... kommt nur nie vor :wink: ) unterwegs bin, die beide sehr gut deutsch sprechen und beide sprechen zwischendurch albanisch...

Verfasst: Do, 28. Okt 2010, 21:48
von liberte
das hab ich ehrlich noch nie gehört - daß man daheim nicht seine landessprache sprechen soll.
auf dem schulhof - ja! was ich auch gut und gerechtfertigt finde, zumindest in berlin, wo der ausländeranteil an sehr vielen schulen überwiegt. da geht es vielmehr darum sich auf eine sprache zu einigen, damit sich alle verstehen.

blöd finde ich es, wenn sich eine gruppe von türkinnen auf türkisch unterhalten sobald ich mich ihrem platz nähere (spielplatz etc.).

ich habe auch im ausland gelebt und natürlich auch deutsche zeitungen und bücher gelesen, kontakt zu deutschen gesucht. aber auch zu einheimischen, hab mich für die kultur interessiert und die andersartigkeit respektiert.

es stimmt schon, viele ausländer, die ich inzwischen hier treffe lassen genau diesen repsekt und dieses interesse missen.

so entstehen mauern, die ganz schwer für die aufzubrechen sind, die es gar nicht betrifft - für dich, mich und viele andere!

Verfasst: Fr, 29. Okt 2010, 9:00
von Lilli
Doch gehört hab ich das schon. (Meistens von denen, die selbst nicht mehr als eine Sprache können :roll: :lol:) Ich kenne ein Pärchen (Deutsche), die sprechen zu Hause zeitweise nur englisch, weil sie berufsbedingt viel im Ausland sind, sozusagen als Übung. Solange das freiwillig ist, ist da ja auch nix gegen zu sagen.

Oh ja, liberte, das hasse ich auch! Aber das ist dann eh genau die Sorte von Frauen, mit denen wollt ich jetzt eh nicht so wahnsinnig viel zu tun haben ...

Wohingegen die Situation, die traurig beschreibt, mich persönlich jetzt nicht stört. Meistens schalten die dann um auf deutsch, wenn ich dazu komme. Und die Wörter, die sie da zwischendrin mal wechseln, ich glaub, die will ich gar nicht unbedingt verstehen ;)

Aber es ist doch wie immer, es geht um den Respekt voreinander und den spürt man einfach, egal ob jetzt einer in dieser oder jener Situation deutsch spricht oder sehr gut die Sprache kann oder eben nicht ganz so gut, Landesküche mag oder lieber zum Italiener geht (;)). Es kommt drauf an, daß man sich für das Land interessiert und für die Leute und nicht auf ein, zwei spezielle Situationen. Ich find es so schade, daß es oft an sowas festgemacht wird! Es wird einen dadurch die Chance genommen voneinander zu lernen und einfach diese Barrieren zu überbrücken, statt ständig darauf herumzureiten, wie liberte schon geschrieben hat.