Seite 2 von 2
Verfasst: Fr, 16. Apr 2010, 23:19
von Koby Phoenix
ella hat geschrieben:
nun, über die trk. geschichte und dessen misserfolge können wir gerne wo anders reden, mein anliegen ist ein anderes:)
nun.. ich habe nur darauf hingewiesen, weil das angesprochen wurde, sonst hätt ich das nicht mitreingepackt.
Zu deiner Frage wie ich das Bewerte, als eine Albanisch Türkische Beziehung: Überhaupt nicht, wenn die Menschen sich verstehen
und lieben, dann sollte nichts dazwischenstehen. Außerdem gibt
es bei allem gemeinsamkeiten.. auch wenn es die nicht gäbe,
was soll im wege stehen? Wir sind Menschen .
Verfasst: Fr, 16. Apr 2010, 23:20
von Koby Phoenix
Cinderella. hat geschrieben:ich brauche keinen historischen exkurs.kenne mich sehr gut aus.dass die osmanische unterdrückung vor 600 jahren war,ist nicht gleich falsch,nur weil ich nicht erwähnt hab,daß sie dann auch 500 jahre ging.so hast dus aber dargestellt. wollte ella nun mal nich mit historischem kram zuquasseln. eigentlich haben wir beide ja das gleiche gemeint, nur daß du den besserwisser raushängen lassen musstest

(jetzt stichel ich dich extra. also nur spaß

)
friede freude eierkuchen?
klar, aber ich bekomme die hälfte des kuchens

hehe,
ehm ja wollt auch kein exkurs geben.. sry ich schraub denn
mal meine besserwisserei zurück

piep.. so jetzt
Re: Türkisch-Albanisch?
Verfasst: Sa, 17. Apr 2010, 1:23
von +gebrochenesherz+
Ich kannte mich mit dem Thema anfänglich gar nicht aus...
Mein Eindruck ist, dass die Albaner (die ich kenne!) sich gewaltsam ihres Glaubens durch die Türken damals beraubt fühlen... deshalb auch die Unterschiede in der Religion... Ich kenne sowohl Türken, als auch Albaner aber mehr Gemeinsamkeiten wie mit anderen Nationalitäten gibt´s meines Erachtens nicht... Vielleicht liegts auch an denen hier bei uns -keine Ahnung... aber man hat das Gefühl sie (die Türken) werden belächelt und nicht für voll genommen! Ist nur mein persönlicher Eindruck und nur auf die bezogen, welche ich kenne...von daher, weiß ich nicht wie es wirklich ist.
ella hat geschrieben:Mirëmbrëma!
Ich habe mich so eben angemeldet und war zuvor "passive" Mitleserin.
Der Grund ist sehr einfach; ich habe einen Kosovaren kennengelernt und wollte mich zunächst mit seiner kulturellen Identität auseinander setzen, bevor ich mich auf ihn einlasse u.U.
Ich selber bin Türkin und komme aus einem sehr toleranten Haus; in meiner Familie gibt es viele Mischehen und es wurde jede Eigenart immer mit großer Achtung behandelt. Untrerschiede waren immer deutlich, aber diese wurden nie bewertet sondern mehr als Bereicherung akzeptiert.
Nun, der Mann, den ich kennengelernt habe scheint ein sehr gut erzogener Mensch zu sein und macht einen sehr aufrichtigen Eindruck.
Ich kenne ihn noch nicht lange, aber mein Focus liegt auf den kulturellen GEMEINSAMKEITEN, und da sind mir gleich sehr viele aufgefallen; zu meiner Freude versteht sich.
Darum geht es an dieser Stelle aber nicht. Was mich beschäftigt ist die Frage, wieviel Respekt die albanische Kultur gegenüber der türkischen Aufbringen kann? Ich habe (nicht nur) auch hier gelesen, dass immer noch viele Vorurteile herrschen bzw viele mit vorgefertigten Feindbildern auf Türken zugehen.
Zudem reden wir hier von dem Zusammenspiel zweier wirklich sehr dominanter und stolzer Kulturen. Ich empfinde beide Wertewelten als sehr unflexibel und in sich geschlossen. Doch dies ist meine Beobochtung.
Nein, dieser EINE MANN ist nicht so, aber möchte auch nicht, dass es irgendwann an einen Punkt kommt, wo ich mich mit Missachtung durch seine Familie und Verwandtschaft auseinandersetzen müsste. Daher möchte ich das gerne begreifen und würde mich freuen, wenn ihr mir dabei helfen könntet
Verfasst: Mo, 19. Apr 2010, 19:45
von ella
hi koby
also die türkei IST de facto ein vielvölkerstaat, egal welche verfassungsmaßnahmen man da trifft. und um ehrlich zu sein, bin ich grade DARAUF ziemlich stolz, denn mich hat e smaßgeblich beeinflusst.
dass andere, geblendet vom nationalen wahn, menschenunwürdigen idealen nachgehen, ist traurig. aber das ist das kollektiv und ich rede von mir als individuum. und ich kann aus sehr sicherer quelle-meinem leben:)-sagen, dass es wirklich sehr viele gibt, die die selbe auffassung wie ich vertreten.
grade aus diesem grund störe ich mich an jeglicher art von extremen nationalwahn. auch die albanische ist nicht immer akzeptabel. nur ist diese wieder unter einem anderen historischen aspekt zu beurteilen. vorallem die kosovarische identität muss sich glaube ich noch stabilisieren um ein gesundes ausmaß zu gewinnen.
nur sind erklärungen keine entschuldigungen. ich habe hier in diesem forum-zum glück nicht in meinem thema- viele menschenfeindliche kommentare lesen müssen, die aufgrund der ethnischen identität gefallen sind. und egal, wer oder was solche meinungen kund tut....bzw überhaupt solche ideen hat.. unterm strich ist es traurig dass so etwas überhaupt existiert.
und da sollte jeder einzelne, als verantwortungsvolles mitglied einer gesellschaft gegen wirken.
und zu meiner "bekanntschaft"....es passt menschlich einfach nicht! habe ,ir um kulturelle identitäten sorgen gemacht, doch letzen endes wurde ein "mehr" durch sehr banale grundwerte verhindert.
Verfasst: Mo, 19. Apr 2010, 20:19
von Koby Phoenix
Rassismus ist nicht zu entschuldigen.. erwähnte ich bereits.
Aber wo fängt Rassismus an? Bei der Kritik? Bei der Hetze
oder bei Ausgrenzung?
In welcher Sichtweise ist dir dieses Forum rassistisch?
Ich meine, speziell gegen Türken habe ich hier noch nichts
gelesen, vielleicht hab ich einpaar Beiträge noch nicht
entdeckt, aber ich kann sagen, das ich seit 3 Jahren
hier bin und gegen Türken speziell nichts abwertendes gelesen habe,
aber gegen den Islam schon, da wurde das eine oder andere
Wort in den Raum geschmissen, das von unnöten war.
Gegen die Serben sicherlich auch, aber das hält sich hier sehr zum
Rahmen... schau mal in den Serbischen Forums rein, da werden
sogar Pläne geschmiedet wie man Südserbien "Albanerfrei" kriegt..
von heimlichen Exekutionen bis zu KZ ist alles dabei.. da denkt
man wirklich wie reif doch die Menschheit heutzutage ist
und was sie nicht lernt.
Ich finde die Einstellung, die du trägst gut und wenn das mehr Türken tragen, finde ich das noch besser. Aber die politischen Geschehnissen
zeigen mir ein anderes Bild, zudem die Geschichte Armeniens noch
immer als Tabu Thema und als antitürkisches Propaganda gilt..
genauso auch die anderen historischen Geschehnissen, die sich
sowohl auch im Balkan als auch in der Osttürkei und Anreinerstaaten
vorgekommen sind. Klar trägst du keine Schuld und erst recht
nicht Menschen die so eingestellt sind wie du, nur ärgert es mich
sehr das dies immernoch als falsch und als tabu in der Türkei gilt.
Die Multiethnik in der Türkei halte ich für fragwürdig, zumeist
Kurden und andere ethnische Gruppen immer noch nicht die vollkommene Freiheit genießen. Seit kurzem ist die Kurdische
Sprache erlaubt worden, schon ein Schritt in die Multiethnik
aber es bedarf noch weitere Schritte, bis die Türkei wirklich
als multiethnisch funktionierend betrachtet werden kann.
Wer die Auswanderungen der Albaner in die Türkei miterlebt
hat oder Nachfahre von den Auswanderern ist, kann sagen,
das den Albanern auch im mittleren 20sten Jahrhundert
vieles nicht erlaubt war. Aber man sollte sich nicht an
die Geschichte halten und sturr gegen die Zukunft kämpfen,
aber es anzusprechen halte ich für richtig, da sonst vieles
den Menschen in Vergessenheit bleibt und wiederholt wird.
Albanischer Nationalismus ist natürlich ein Thema, das
nicht zu vergleichen ist, aber man kann sagen das
jeglicher Nationalismus auf Schwäche und Angst beruht
und auf die Tatsache, das man sich an etwas festhalten
kann, wenn man selbst nichts packt.
Natürlich für die heutige Zeit fehl am Platz, doch
Nationalismus gibt es in jeder Nation leider auch oft
mit Rassismus verbunden.
Verfasst: Di, 20. Apr 2010, 11:16
von djali i vores
Also es gibt genug Türken und Albaner die eher einen Landsman bevorzugen würden. Ich kann diese Leute schon irgendwie verstehen sie wollen ihre Kultur bewahren und an die Kinder weitergeben. Denn eine ernste Beziehung mit einem Ausländer ist ein Schritt in Richtung Assimilierung. Ich kann es auch nachvollziehen dass jemand sich verletzt fühlen kann wenn er aufgrund seiner Herkunft abgewiesen wird. Das ist halt ein Dilemma. Das gibt es bei jeder Nation. Vielleicht sollte man nicht viel erwarten um am Ende nicht enttäuscht zu werden. So ist das, im Leben wird man irgendwo immer abgewiesen. Letztendlich bleibt aber einem nichts anderes übrig als die Entscheidung zu akzeptieren. So ist das Leben nun mal.