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Re: "Neue" Sehenswürdigkeiten in Albanien
Verfasst: Do, 31. Dez 2015, 18:33
von GjergjD
volkergrundmann hat geschrieben:Das Problem bleibt, der Weg bis zu dieser schönen und von der Bauart seltenen Kirche ist extrem aufwändig. Solange der Weg bis Divjaka nicht normal befahrbar ist, kann man den Besuch einfach nicht empfehlen.
Volker, diese Straße über Remas zur Kirche und weiter bis Adriatik ist inzwischen glücklicherweise gut ausgebaut, hast du doch glaube ich auch befahren auf dem Weg zum Feniks Resort, oder welche Straße war gemeint?
Re: "Neue" Sehenswürdigkeiten in Albanien
Verfasst: Fr, 01. Jan 2016, 17:50
von volkergrundmann
Ja, das stimmt. Aber eben nur bis Adriatik. Das für Touristen wichtigste Stück, die knapp 10 km entlang der Lagune, sind nach wie vor in einem katastrofalen Off-road-Zustand, und bei den Brücken, ehrlich gesagt, da war ich wirklich froh, dass ich drüber gekommen bin, ohne dass sie unter mir zusammenbrachen (wir hatten ja wohl vor kurzem irgendwo ein Bild davon). Die Kirche zu suchen, heißt also auf alle Fälle sich gut 15 km von der Hauptroute entfernen. Und für die Durchfahrt von Babunje braucht man Orientierungshilfe. Folglich denke ich, muss man trotz der erfolgten Renovierung ein großer Kirchen-Fan sein, um sich diesen Umweg zuzumuten. Da würde ich doch lieber einen Abstecher zu Shen Kosmas bei Rreth-Libofshe empfehlen. Der ist kürzer und das Besichtigungserlebnis ist intensiver.
Ruinen-Dorf Kamenica (Delvina)
Verfasst: Fr, 08. Jan 2016, 20:37
von GjergjD
Auch 2016 gibt es viel „Neues“ in Albanien zu entdecken. Wir starten für dieses Jahr durch mit einem Ziel im Süden nur für Pfadfinder.
Saranda web brachte kürzlich einen Beitrag über die bis zu 900 Jahre alte Dorfanlage
Kamenica bei Delvina. Die nur archäologischen Kreisen und Anwohnern bekannte Ansiedlung sei von Wald bedeckt, von Gassen durchzogen und bestünde aus den Ruinen von 120 Häusern und 12 Kirchen. In der Osmanischen Zeit sollen in den fünf Ortsteilen noch 606 Familien gelebt haben. Die Monumenten-Liste verzeichnet „Rrënojat e Kishës së Kamenicës prane fshatit Palavli“, es gibt einen albanischen Wikipedia-Beitrag
https://sq.wikipedia.org/wiki/Kamenica_ ... in%C3%ABs)
Hier die Ergebnisse meiner Nachforschungen zur genauen Lage:
Das ehemalige Dorf liegt 800 Meter nordöstlich des von Palavlija auf einer Höhe von bis zu 383 Metern über dem Meer. Etwa am höchsten Punkt (Maja e Kamenices; rotes Dreieck, 39°58'53.3"N 20°02'28.0"E) liegen die Reste einer Kulla.
Auf Luftbildern ist die Ausdehnung des Ortes gut erkennbar. Die Archäologen haben einen Ortsplan gezeichnet.
Während der letzten Grabung wurden allein 36 Häuser im zentralen Bereich des Dorfes untersucht. Im Ort bzw. dem Umfeld wurden sieben Kirchenruinen lokalisiert (ILIRIA Nr. XXXVIII 2014, S 431 ff.)
Anreise über den Kreisel des Straßenprojektes
Rruga Kardhiq-Delvina bei 39.953063, 20.026233, noch 4,5 km auf Erdstaße bis unterhalb der Anlage. Auf halber Höhe zum historischen Zentrum verlief eine Kette von Bunkern mit Laufgraben verbunden (auf dem Luftbild gelb gestrichelt)
Zwei bedeutende Dörfer der Lunxhëri-Region
Verfasst: Mi, 20. Jan 2016, 0:33
von GjergjD
Die Lunxhëria-Dörfer bei Gjirokastra stehen selten auf dem Reiseplan der ausländischen Touristen, dabei gibt es neben der schönen Landschaft auch ein paar kulturelle Highlights zu entdecken. Die beiden hier vorgestellten Dörfer
Dhoksat und Qestorat liegen in einer Sackgasse, das erstgenannte, nicht einmal 14 km von Gjirokastra entfernt, verfügt sogar über ein modernes Gästehaus.
Die Monumentenverwaltung zeigt schöne Ortsansichten von Dhoksat mit herrschaftlichen Steinhäusern, einige davon Kulturdenkmäler.
https://www.facebook.com/media/set/?set ... 828&type=3
http://www.panoramio.com/photo/41097338 höchstes Haus
40.123254,20.185773 (auf Google Maps)
http://www.panoramio.com/photo/40392018
http://www.panoramio.com/photo/40391770
http://www.panoramio.com/photo/40391892
http://www.panoramio.com/photo/40391660
Wie es der Zufall will, war auch
Marin Mema gerade dort und erzählt in der Reportage
https://youtu.be/GiPNZ5ttQH0 von den zahlreichen verlassenen Häusern und der wechselvollen Geschichte mit den griechischen Einflüssen. Heute leben im Dorf noch 130 von einst 615 Bewohnern (1990), es bleiben nur die Alten und es herrscht eine extreme Stille.
Das zweite Dorf am Ende der Sackgasse,
Qestorat, ist bekannt durch den albanischen Patrioten
Hoxhi Koto (1824 -1895, Büste im Dorf), der dort illegal eine albanische Schule führte und dafür mit Gefängnis bezahlte.
Die Griechen erinnern hingegen an
Georgios Christakis Zografos. Jorgo Zografi (1863–1920) entstammt einer Familie aus Qestorat. Er studierte in Paris und München Rechts- und Politikwissenschaften. Zwei mal war er für kürzere Zeit griechischer Außenminister (1909 und 1915) sowie der Präsident der selbsternannten autonomen Republik von Nord-Epirus (1914). Sein Vater Christakis Zografos gründete als Wohltäter 1874 im Dorf eine griechische Lehrerbildungsstätte (Kolegji grek "
Zographeion") für 60 begabte Studenten beiderlei Geschlechts, die dort kostenfrei lernen und leben konnten. Das Kolleg
40.118761,20.201053 (auf Google Maps) im neoklassizistischen Stil ist erhalten, wurde später als Schule umgebaut, es wurde mit 35 Fenstern und 3 Eingängen ausgestattet.
Das Herrenhaus der Familie wurde abgerissen, um die Spuren zu verwischen: Unter Hoxha waren alle Mitglieder der Familie als Staatsfeinde von Verbannung betroffen.
Mema erinnert noch an andere bedeutende albanische Persönlichkeiten der Lunxhëri: Pandeli Sotiri aus Selcka (der Schulgründer in Korça), Petro Poga aus Erind (Unterzeichner der alb. Unabhängigkeitserklärung) und Urani Rumbo aus Stegopul (Lehrerin und Aktivistin für die Emanzipation der albanischen Frauen).
Unterkunft in Dhoksat:
Dhoksati Guest House modernes Haus mit "Bio-Lebensmitteln" aus dem Dorf Tel +355 69 736 6270
Koordinate:
40.122325,20.183229 (auf Google Maps) - von außen nicht als Unterkunft erkennbar -
Re: Zwei bedeutende Dörfer der Lunxhëri-Region
Verfasst: Mi, 20. Jan 2016, 0:35
von TiranaAlb
Traumhafte Landschaft mit herzenslieben Menschen und armen Menschen welche für dich alles tun würden. So habe ich die Menschen dort erlebt.
Re: "Neue" Sehenswürdigkeiten in Albanien
Verfasst: Mi, 20. Jan 2016, 0:36
von TiranaAlb
Qestorat ist glaube ich mit Auto gar nicht zu erreichen so kam es mir dort oben vor. Bis Dhoksati ging es gut. Und trotzdem ging ich bei 30 Grad zu Fuß hoch.
Re: "Neue" Sehenswürdigkeiten in Albanien
Verfasst: Mi, 20. Jan 2016, 0:37
von TiranaAlb
Es genügte schon das du den Namen hattest und dieser ist auch bei orthodoxen Christen weit verbreitet.
Kisha e Manastirit të Shën Mërisë (Himara)
Verfasst: Fr, 29. Jan 2016, 21:38
von GjergjD
Abseits der Nationalstraße Vuno-Himara findet man meerwärts auf der Wiese eines Sattels unterhalb des Berges
Skutaria, wahrscheinlicher ist der Name
Skularit (517 Meter), die versteckte Klosterkirche
Kisha e Manastirit të Shën Mërisë, die aktuell von der regionalen Denkmalpflege studiert wird. Die Kirche und die Nebengebäude sind teilweise beschädigt, aber im Inneren sind eindrucksvolle Wandmalereien erhalten.
Fotoalbum auf facebook
Lage:
40.130614,19.718882 (auf Google Maps), Parken bei 40.136291,19.717950, hier beginnt ein knapp 1 km langer deutlicher Fußweg zur Kirche
Re: Zwei bedeutende Dörfer der Lunxhëri-Region
Verfasst: Fr, 29. Jan 2016, 21:43
von volkergrundmann
GjergjD hat geschrieben:Die Lunxhëria-Dörfer bei Gjirokastra stehen selten auf dem Reiseplan der ausländischen Touristen, dabei gibt es neben der schönen Landschaft auch ein paar kulturelle Highlights zu entdecken. Die beiden hier vorgestellten Dörfer Dhoksat und Qestorat liegen in einer Sackgasse, das erstgenannte, nicht einmal 14 km von Gjirokastra entfernt, verfügt sogar über ein modernes
Die beiden Dörfer waren übrigens schon vor Jahren im touristischen Gruppenangebot von Zindel/Hausamann
Re: Kisha e Manastirit të Shën Mërisë (Himara)
Verfasst: Fr, 29. Jan 2016, 21:54
von volkergrundmann
GjergjD hat geschrieben:Abseits der Nationalstraße Vuno-Himara findet man meerwärts auf der Wiese eines Sattels unterhalb des Berges
Skutaria, wahrscheinlicher ist der Name
Skularit (517 Meter), die versteckte Klosterkirche
Kisha e Manastirit të Shën Mërisë, die aktuell von der regionalen Denkmalpflege studiert wird. Die Kirche und die Nebengebäude sind teilweise beschädigt, aber im Inneren sind eindrucksvolle Wandmalereien erhalten.
Fotoalbum auf facebook
Lage:
40.130614,19.718882 (auf Google Maps), Parken bei 40.136291,19.717950, hier beginnt ein knapp 1 km langer deutlicher Fußweg zur Kirche
Igittegit, der Abzweig ist ja direkt an der immer brennenden Mülldeponie von Himara, in der Kurve vorm Pass. Da wühlen immer windige Zigeuner in dem brennenden Müll nach Zeug, da kann man niemandem empfehlen, sein Auto zu lassen.
Re: Kisha e Manastirit të Shën Mërisë (Himara)
Verfasst: Fr, 29. Jan 2016, 22:08
von GjergjD
Man darf auch gerne aus dem nächsten Dorf (vielleicht vom Shkolla Hostel aus) anwandern, dann aber wohl an der Straße entlang

zudem ist natürlich zu bedenken, dass man mit Sicherheit vor verschlossenen Türen steht.
Re: "Neue" Sehenswürdigkeiten in Albanien
Verfasst: Fr, 29. Jan 2016, 22:18
von volkergrundmann
Das dürfte besser sein als von Himara-Kastro aus, denn von da muss man erst durch die tiefe Schlucht mit der Brücke und dann steil den Berg hinauf, der Pass liegt immerhin bei 400 m.
Kalaja Hija e Korbit (Kalaja e Klocës), Region Korça
Verfasst: Sa, 30. Jan 2016, 15:38
von GjergjD
Neuer Vorspann, neue Ziele:
Marin Mema besuchte für seine hier schon oft zitierte Sendereihe eine unbekannte illyrische Festung zwischen Maliq und dem Dorf Kloca im Raum Korça.
https://youtu.be/E--A8vhMUFE
Kulturdenkmal seit 1963 unter dem Namen
Kalaja e Klocës në fshatin Klocë. Um den Berg mit dem geheimnisvollen Namen
hije e korbit (Schatten des Raben, erkennbar an den Sendeanlagen
40.684848,20.694062 (auf Google Maps)) ranken sich Legenden, erste Ausgrabungen gab es in den 80er Jahren. Das antike Zentrum hat eine Fläche von 18 Hektar, 1.252 Meter über dem Meeresspiegel. Wie die Aufnahmen zeigen, sind Anzeichen für die Existenz für Besucher nur schwer auszumachen, die Archäologen datieren die Anlage auf die Epochen zwischen Archaik und Spätantike.
Wer weiß, was hier noch durch Grabungen zu entdecken wäre, aber wahrscheinlich sogar besser, dass die Zeugnisse noch unter der Erde vor Zerstörung geschützt sind, wenn sie nicht zwischenzeitlich durch Raubgrabungen beschädigt wurden oder werden.
Es gibt Forscher, die in der Anlage das antike Pelioni sehen, das ist ein weiteres Rätsel.
https://www.shqiperia.com/Qyteterimi-Il ... rces.9572/
Unser nächstes Ziel ist eine illyrische Siedlung im hohen Norden.
Antike Stadt Shas
Verfasst: So, 31. Jan 2016, 16:29
von GjergjD
Unsere heutige unbekannte Sehenswürdigkeit, die antike Stadt Shas, liegt 12 km vor dem Grenzübergang Muriqan in Montenegro in dem albanisch bevölkerten Gebiet von Ulqin/Ulcinj und könnte einen schönen Abstecher und Zwischenstopp auf der Anreise nach Albanien abgeben.
Der Heimatverein "LABEATËT" aus Tuzi dokumentiere den jüngsten Ausflug mit zahlreichen Videos und Bildern.
http://www.malesia.org/2016/01/30/ekspe ... q4bTfnhDIV
Die mittelalterliche Festungsstadt Shas (slawisch Svač, lateinisch Suacium), 60-70 Meter über dem Meeresspiegel, war von Mauern und Wehrtürmen umgeben. Der Haupteingang befand sich auf der Nordseite, einst gab es dort 15 Kirchen, die auf der Karte verortet sind:
am besten erhalten sind die Ruinen der Marienkirche (Shën Mërisë)
41.986492,19.318527 (auf Google Maps) http://www.panoramio.com/photo/92511564 und der Johanneskirche (Shën Gjonit)
41.986373,19.316328 (auf Google Maps) http://www.panoramio.com/photo/92607059
im späten 13. Jahrhundert oben in der Burg gebaut
http://www.ulcinj.travel/al/mos-humbisn ... eter-shas/
Derzeit werden in der Johanneskirche durch das Nationalmuseum Cetinje Ausgrabungen durchgeführt.
Restaurant Tipp:
Shasi Uqin, rustikales traditionelles Restaurant mit Unterkunft direkt am See bei
41.979932,19.337652 (auf Google Maps) Telefon +38269592873 und +38269101699
Kalaja e Matohasanaj (Tepelena)
Verfasst: Mo, 08. Feb 2016, 22:09
von GjergjD
Heute berichtet Marin Mema von einer der Ecken in Südalbanien, die ihre Bedeutung als wichtiger Verkehrskorridor verloren hat. Die Straße von Vlora nach Tepelena ist in weiten Teilen nur schwer befahrbar und wird derzeit vom Verkehr gemieden. Mema beziffert die Fahrzeit für die 29 km von Tepelena bis Matohasanaj allein schon auf eineinhalb Stunden (google gibt bereits 1 Stunde 15 Minuten an). Wer es bis dort hin geschafft hat, findet oben am Berg eine
illyrische Festung. 1963 als Kulturdenkmal erklärt (Kalaja e Matohasanaj ne fshatin Matohasanaj)
40.360575,19.838589 (auf Google Maps), sie bildet zusammen mit der Kalaja e Hajdërave, Cerja, Kanina und Olimpe ein Verteidigungssystem.
Siehe Aufsatz von Neritan Ceka in der Zeitschrift Monumentit 10 (1975), S. 21 -61.
https://youtu.be/-marCgngFV4
Die Anlage hat eine Ausdehnung von 3 Hektar auf einer Bergkuppe, die auch den Bau von Gebäuden zuließ. Die Festung sichert die östliche Flanke von Amantia, das 14 km entfernt liegt, sie ist auch parallel zu Amantia entstanden. Erosion, Vegetation und menschliche Einflüsse nagen an der Festung, es stellt sich auch hier wieder die Frage, wie solche Monumente wirksam zu schützen sind.
versteckte Schätze nahe Delvina
Verfasst: Mi, 16. Mär 2016, 20:33
von GjergjD
Die Vorstellung von albanischen Kulturdenkmälern ist doch immer wieder dazu geeignet, dass einem der Atem stockt.
Das Dorf
Kostar liegt nur 5 km vom Delvina entfernt. War dort jemals ein Tourist?
Die Klosterkirche mit Höhlenanteil im Felsen ist uralt, an der Tür findet man die Jahreszahl 1775, es wird aber vermutet, dass die Kultstätte aus dem 13./14. Jahrhundert stammt. Die Ikonostase in der Haupthalle ist 4,7 m lang und 3,9 m hoch, die Höhlenkuppel mit Malerei ausgeschmückt. Die Kirche wird heute noch von der Bevölkerung genutzt und liegt oberhalb vom Dorf am der Steilwand des Lihogjes-Berges (555 Meter) bei
39.925664,20.110605 (auf Google Maps). Kulturdenkmal seit 1970 als „Shpella me piktura mbi fshatin Kostar“
http://www.panoramio.com/photo/24571366
https://www.facebook.com/media/set/?set ... 487&type=3
Damit nicht genug, knapp 400 Meter südlich liegen die unscheinbaren Reste der geschützten Kirchruine Shen Mehillit. Die Kapelle wird auf das 12.-13. Jahrhundert geschätzt. Koordinate
39.922433,20.111936 (auf Google Maps)
Die Zufahrt mag für normale PKW ein Problem darstellen, wäre gewiss auch eine schöne Wanderung!
Re: "Neue" Sehenswürdigkeiten in Albanien
Verfasst: Mi, 16. Mär 2016, 21:42
von volkergrundmann
Die Kirche leuchtet ja weithin am Berghang, wenn man Richtung Mesopotam fährt. Jetzt weiß ich wenigstens, wie sie innen aussieht. War zweimal da, konnte aber nie den Schlüsselbewahrer auftreiben. Der Weg von Mesopotam erfordert Allrad mit Geländeuntersetzung. Ab Delvina ist es einfacher. Zum Trost hier noch Shen Mehillit.
Olivenhaine in Albanien /ältester Olivenbaum auf dem Balkan?
Verfasst: Do, 17. Mär 2016, 20:44
von GjergjD
Die Kunde, dass man in Albanien sehr gutes Olivenöl kaufen kann, hat sich schon etwas verbreitet. Bekannt sind insbesondere die Produktionorte an der Riviera im Süden.
In den Hanglagen von Kurbin gibt es einen bedeutenden uralten Olivenhain, der es noch nicht auf die Liste der Naturdenkmale geschafft hat. Dort wurde ein vielleicht 1.000jähriger Olivenbaum "entdeckt". Ich werde mal mein Glück versuchen, in zu finden. Der lichte Wald oberhalb von Gjorm ist auch gut auf Luftbildern zu erkennen, hier starten:
41.613760,19.726450 (auf Google Maps)
http://www.ocnal.com/2016/03/1000-years ... nd-in.html
http://gazeta55.al/ulliri-i-gjormit-cud ... je-vjecar/
Re: Olivenhaine in Albanien /ältester Olivenbaum auf dem Bal
Verfasst: Do, 17. Mär 2016, 21:32
von volkergrundmann
GjergjD hat geschrieben:Die Kunde, dass man in Albanien sehr gutes Olivenöl kaufen kann, hat sich schon etwas verbreitet. Bekannt sind insbesondere die Produktionorte an der Riviera im Süden.
Schön vorsichtig damit. Erst probieren, bevor man sich einen Vorrat mit nach Hause nimmt. Es gibt tatsächlich Öl mit hoher Qualität, zum Beispiel von einer Firma aus der Nähe von Tirana (Name habe ich leider vergessen). Ein Teil des Angebots schmeckt aber widerlich nach vergorener Oliven-Maische. Speziell eine Firma aus Borsh mit großem Marktanteil stellte das unschmackhafte Zeug her.
Eines habe ich noch vergessen: Die guten Öle waren vergleichsweise sehr teuer. Ich habe mich folglich in der Hauptsache mit griechischen Ölen eingedeckt.
Re: "Neue" Sehenswürdigkeiten in Albanien
Verfasst: Do, 17. Mär 2016, 21:53
von GjergjD
Ich kaufe auch keine Kiste Wein, den ich nicht vorher verkostet habe

Ich hatte bisher nur gute Erfahrungen, habe aber nie bei kleinen Privaten gekauft, die keine schöne beschriftete Flasche anbieten und kein Bio oder extra vergine garantieren.
Meinst du Fabrika e vajit te ullirit"TRE MIQTE" Ndroq bei Tirana mit dem grünen Etikett?
https://youtu.be/Eoqw5m8cUzg Produkte im Bild bei 34:10