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Lilli
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Do, 09. Jul 2009, 23:13

Gedankensturm hat geschrieben:Normen..... ich hasse sie... alle Normen...
eine Kugelschreibermiene ist genormt...
eine Socke..
ein Schuh...
das Leben?

Kann man nicht nach seinen eigenen Normen leben?

Wieso gibt es keine Schuhe, die 45,12 oder 45,68 groß sind?

Müssen wir der Masse entsprechen?
Was haben denn T-Shirts mit Normen zu tun?? :? Oder steh ich jetzt auf dem Schlauch?? Ich kapier das ganze Problem nicht, man kann sich doch z.B. nicht religions- und regelgerecht anziehen wollen, aber will gleichzeitig was super-ausgefallenes... ?
Außerdem ist doch eine Norm nur ein Richtwert, nur weil ich z.B. Größe 36 habe, sind meine Füße doch anders als alle anderen :P

Gedankensturm
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Do, 09. Jul 2009, 23:27

what the hell?? :mrgreen:

nein ich meine allgemein diese Rechtfertigung in der Gesellschaft, das man sich an alles rechtfertigen muss und alles aus Normen besteht.
Wo verdammt bleibt da die menschliche Freiheit?

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amina
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Fr, 10. Jul 2009, 0:25

drecja hat geschrieben:1. woher willst du wissen das ich noch nie im iran war
2. das war kein vergleich sondern ein beispiel! denn sunniten und schiiten kann ich gerade noch so auseinanderhalten :wink:
:? ääähm ich versteh grad nicht den zusammenhang mit deinem obrigen beitrag. was haben sunniten und shiiten mit kosovo, türkei, iran und der kirche zu tun?? verstehe dein beispiel nicht. und welche auseinanderhaltung?
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shqipja
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Fr, 10. Jul 2009, 0:25

@Gedankensturm

Ja das stimmt - Normen setzen dem individuellen Handeln Grenzen.
Aber ohne Normen, könnte keine Gesellschaft funktionieren, denn ohne Regeln herrschte Chaos. Stell dir vor jede würde nach eigenen Vorstellungen und Regeln leben :roll:
Trotzdem finde ich, das bestimmte gesellschaftliche Normen nur eine Richtschnur sind, dem man nicht unbedingt blind folgen muss.
Wenn man nicht überzeugt ist, dass das, was man tut, gut ist, muss man es nicht tun. Tut man es trotzdem, dann kann es doch sein, dass man dazu gezwungen ist oder Angst hat, anders zu handeln.

“Die Gesetze sollen die Tätigkeit der Menschen
nicht beseitigen, sondern nur leiten;
so wie die Natur die Ufer der Flüsse
nicht gemacht hat, um die Flüsse aufzuhalten,
sondern um ihnen die Richtung zu geben.“

Thomas Hobbes

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Lilli
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Fr, 10. Jul 2009, 11:49

Gedankensturm hat geschrieben:what the hell?? :mrgreen:

nein ich meine allgemein diese Rechtfertigung in der Gesellschaft, das man sich an alles rechtfertigen muss und alles aus Normen besteht.
Wo verdammt bleibt da die menschliche Freiheit?
Wie shqipja schon geschrieben hat, ganz ohne Regeln geht's wohl noch nicht. Naja, vielleicht ist die Menschheit irgendwann soweit, daß es ohne Gesetze geht und die Gesellschaft sich selbst reguliert. Aber solange ein paar da sind, die das mißbrauchen, brauchen wir Regeln und Leute die diese durchsetzen. Aber ich bin auch der Meinung, daß man doch relativ viel Spielraum innerhalb dieser Regeln hat, in dem man machen kann, was man will. Manche verstecken sich auch gerne hinter angeblichen Regeln um sich eben nicht rechtfertigen zu müssen. Wobei sie das meiner Meinung nach gar nicht müßten. Darf doch jeder machen was er wil! ... Oder doch nicht?? :? Oder wie jetzt? ;-)

Eigentlich hab ich mit meinem letzten Beitrag auch mehr Bigmama gemeint, ist mir dann aufgefallen. Die sich ja einerseits regelgerecht verhalten will aber andererseits nicht der Masse entprechen will. Das kapier ich dann nicht ganz. Paßt für mich halt nicht ganz zusammen.
Zuletzt geändert von Lilli am Fr, 10. Jul 2009, 11:52, insgesamt 2-mal geändert.

drecja
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Fr, 10. Jul 2009, 11:49

amina hat geschrieben:
drecja hat geschrieben:1. woher willst du wissen das ich noch nie im iran war
2. das war kein vergleich sondern ein beispiel! denn sunniten und schiiten kann ich gerade noch so auseinanderhalten :wink:
:? ääähm ich versteh grad nicht den zusammenhang mit deinem obrigen beitrag. was haben sunniten und shiiten mit kosovo, türkei, iran und der kirche zu tun?? verstehe dein beispiel nicht. und welche auseinanderhaltung?
das war rein auf "gedankensturms" ansatz bezogen und hat wahrlich nichts mit demhaupthema zu tun.. unser laues lüftchen hats verstanden das reicht!

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Bigmama
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Fr, 10. Jul 2009, 15:18

Eigentlich hab ich mit meinem letzten Beitrag auch mehr Bigmama gemeint, ist mir dann aufgefallen. Die sich ja einerseits regelgerecht verhalten will aber andererseits nicht der Masse entprechen will. Das kapier ich dann nicht ganz. Paßt für mich halt nicht ganz zusammen.
was kannst du nicht verstehen :?:
Bigmama
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amina
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Fr, 10. Jul 2009, 15:39

drecja hat geschrieben:
amina hat geschrieben:
drecja hat geschrieben:1. woher willst du wissen das ich noch nie im iran war
2. das war kein vergleich sondern ein beispiel! denn sunniten und schiiten kann ich gerade noch so auseinanderhalten :wink:
:? ääähm ich versteh grad nicht den zusammenhang mit deinem obrigen beitrag. was haben sunniten und shiiten mit kosovo, türkei, iran und der kirche zu tun?? verstehe dein beispiel nicht. und welche auseinanderhaltung?
das war rein auf "gedankensturms" ansatz bezogen und hat wahrlich nichts mit demhaupthema zu tun.. unser laues lüftchen hats verstanden das reicht!
wäre aber nett wenn du es mir mal erklärst. ich habe die leise vermutung das du da etwas durcheinander bringst. in deinem einen breitag geht es um die kirche und dann erklärst du gedankensturm das du denn unterschied zwischen sunniten und shiiten kennst. das ganze passt nicht.
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Masar
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Fr, 10. Jul 2009, 16:32

*hust* ich wollte nur nochmal erinnern, dass im Kosovo eine Riesenkathedrale entsteht mitten in Prishtina die größer wird als sonnst eine Moschee....und in Deutschland gibts Probleme wenn ne Moschee 1/3 so groß wie der Kölner Dom gebaut werden soll ;)
Aber mal ganz ehrlich Muslime haben hier genug Rechte und das ist auch gut so. Aber man soll nicht immer behaupten Christen hätten in muslimischen Ländern keine, denn das ist nicht wahr.

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Lilli
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Fr, 10. Jul 2009, 17:21

Bigmama hat geschrieben:
Eigentlich hab ich mit meinem letzten Beitrag auch mehr Bigmama gemeint, ist mir dann aufgefallen. Die sich ja einerseits regelgerecht verhalten will aber andererseits nicht der Masse entprechen will. Das kapier ich dann nicht ganz. Paßt für mich halt nicht ganz zusammen.
was kannst du nicht verstehen :?:
Bigmama
Na, daß Du Dich einerseits regelgerecht anziehen willst, aber andererseits auf Gedankensturms Post antwortest, Du würdest Dich gern nicht Herden-konform verhalten. Aber er hat ja schon geschrieben, daß es allgemein gemeint war, also hat sich das ja erledigt.

Übrigens gibt es auch in der Türkei christliche Kirchen und man kriegt keine Probleme, wenn man in eine solche gehen möchte, wollte ich nur noch anfügen. Also ganz so schlimm isses auch woanders nicht, aber in Deuschland ist es schon relativ tolerant so ganz im Allgemeinen, find ich auch.

drecja
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Sa, 11. Jul 2009, 15:01

Masar hat geschrieben:*hust* ich wollte nur nochmal erinnern, dass im Kosovo eine Riesenkathedrale entsteht mitten in Prishtina die größer wird als sonnst eine Moschee....und in Deutschland gibts Probleme wenn ne Moschee 1/3 so groß wie der Kölner Dom gebaut werden soll ;)
Aber mal ganz ehrlich Muslime haben hier genug Rechte und das ist auch gut so. Aber man soll nicht immer behaupten Christen hätten in muslimischen Ländern keine, denn das ist nicht wahr.
es geht nicht unbedingt immer ums sattliche recht, es geht doch auch viel mehr um abwertungen im privaten bereich ich sagte was von kirchen in der türkei und iran zb und gedankenlüftchen spricht von öffentlicher hinrichtung..das eine hat mit dem andern nichts zu tun denn da wrden moslems hingerichtet (ab und an auch ein christ) aber es geht da ums staatliche recht!!!!

nein... ich meine doch einfach nur das ich wenn ich erzähle das ich christ bin und schwein esse gleich als mensch 2. klasse "abgestempelt" werde! ich wollte dasd nicht mal pauschalisieren.. es gibt überall soche und solche nur geht es um mehrheiten und wenn ich mich vor 10 moslems stelle und sage ich bin christ rümpfen mind 7 davon die nase! mir wird auch eine gewisse kompetenz und lebensqualität abgesproche nur aus dem grunde.. mit sciherheit geht es den molems auch im umkehrschluß ähnlich.

nur wie masar schon sagte es gibt genug rechte für moslems in deutschland und sprüche wie: ich finde nichts anzuziehen als moslem oder mein fleischer um die ecke in hinterupfingen verkauft kein halal-geschlachtetes... ich bitte euch.
:roll:

Estra
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Sa, 11. Jul 2009, 22:25

Lilli hat geschrieben:
Übrigens gibt es auch in der Türkei christliche Kirchen und man kriegt keine Probleme, wenn man in eine solche gehen möchte, wollte ich nur noch anfügen. Also ganz so schlimm isses auch woanders nicht, aber in Deuschland ist es schon relativ tolerant so ganz im Allgemeinen, find ich auch.
hmm also da bin ich nicht so ganz einverstanden, man damit sind Touristen gemeint können sicher die Kirchen besuchen/besichtigen usw, aber leider ist für christliche Gemeinden das Leben in der Türkei nicht so einfach. So dürfen sie keine Bankkonten haben und keine Immobilien, weiter wird vorallem auch den Arameärn das Leben schwer gemacht und Bedrohungen an Leib und Leben sind nicht selten. Ermordungen von Christen in der Türkei, mit dem Motiv Christenhass gibts auch heute noch.

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Lilli
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So, 12. Jul 2009, 11:50

drecja hat geschrieben:...
nein... ich meine doch einfach nur das ich wenn ich erzähle das ich christ bin und schwein esse gleich als mensch 2. klasse "abgestempelt" werde! ich wollte dasd nicht mal pauschalisieren.. es gibt überall soche und solche nur geht es um mehrheiten und wenn ich mich vor 10 moslems stelle und sage ich bin christ rümpfen mind 7 davon die nase! mir wird auch eine gewisse kompetenz und lebensqualität abgesproche nur aus dem grunde..
...
Hier?? Also das hab ich so noch nie mitgekriegt. Einen "unverbesserlichen" hab ich mal getroffen, der meinte, mich bekehren zu müssen. Und eine ältere Frau, die uns als "Schweinefleischfresser" beschimpft hat. Wobei ja ein Christ nicht zwangsläufig Schweinefleisch (gern) ißt :wink: Alle anderen finden die Unterschiede eher uninteressant oder man spricht halt ganz normal drüber. Aber meistens wird das einfach nur abgeklärt so nach dem Motto: "Moslem? - Ja, und Du? - Nein, katholisch." Oder umgekehrt. :lol:

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Orphelia
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Hallo Keiner,

So, 12. Jul 2009, 15:33

Keiner hat geschrieben:Jedenfalls, und da gebe ich Dir Recht, hält sich kaum jemand daran.
Genau und wenn es eingehalten wird, dann nicht nur aus Nächstenliebe... manche Zeitungen und Sender können sich einfach nicht mehr leisten ständig verklagt zu werden!
Es ist nämlich kein Nachbarschaftsstreit um einen Gartenzaun, sondern ein veritabler Glaubenskrieg.
Du würdest dich Wunderen, aber manche Nachbarstreitigkeiten werden mit kriegerischer Präzision geplant und durchgeführt ;-)
Beide handeln nach dem Motto: Man kann die Tollwut nicht mit Tierschutzgesetzen bekämpfen. Und so handeln sie dann auch.
Den Spruch kannte ich noch nicht :)
So isses. Und das tun sie auch. Die Frage ist, wie man damit umgeht und wie es einen selbst persönlich betrifft. Ich bin kein ausländer-Insider und habe keine Ahnung, wie sich die Berichterstattung auf das Alltagsleben der muslimischen Ausländer auswirkt. Darum wäre ich Dir sehr dankbar, wenn Du mir einige Details berichten würdest.
„Ausländer-Insider“? Würde auch nicht von mir behaupten, dass ich einer bin!
Der Begriff ist nicht sehr gut gewählt. Denn das würde ja bedeuten, dass es einen geschlossenen Kreis von Eingeweihten gibt. Das wo von ich rede, kann aber jeder Mensch wahrnehmen, der nicht mir Scheuklappen durch die Welt geht und etwas emphatisch veranlagt ist.

Bspe. gibt es so einige, die ich hier nicht alle ausbreiten kann, nur folgendes:

Der 11.09. stellt einen Wendepunkt für die Welt dar.... Die Muslime wurden entdeckt. Ja, jetzt wurde es den Medien und Bürgern plötzlich bewusst, dass wir dar waren und uns gab es überall in der Nachbarschaft. Diese Entdeckung geschah nicht (nur) zum positiven. Denn wir wurden als tickende Zeitbombe empfunden... wir mussten beobachtet werden und alle unsere Handlungen und Äußerung mussten doppelt und dreifach hinterfragt werden.... wir waren also alle potentiell gefährlich... Rasch wurde eine Rasterfahndung eingeleitet, wo unbescholtene Bürger als potentielle Verbrecher überprüft wurden. Dies nur weil sie ein bestimmtes Alter hatten und eine bestimmte Religion.
Dann hieß es: „wer seine Gottesdienste in Hinterhöfen hält, der hat doch etwas zu verbergen...“ Das Geschrei bei jedem neuen Moscheebau ist trotzdem weiter hin groß geblieben. Dann werden Forderung laut,wie: „Das Minarett einer Moschee darf nicht höher als ein Kirchturm sein!“ etc.

Wir waren grds. alle potentielle Terroristen; das Gegenteil musste erstmal bewiesen werden.
Uns stand es also frei das Gegenteil zu beweisen.... nur wie macht man das??? diese Frage, kann keiner von uns beantworten... Wir musste aber trotzdem ständig unsere Überzeugung verteidigen und gleichzeitig die Denkweise und die Motivation von einigen „Verrückten“ erklären, die mit Flugzeugen in Gebäude gerast sind.... hmmmm.... eine sehr schwierige Aufgabe... insbesondere, wenn man erst 17/18 (oder noch jünger) ist und selber von den Ereignissen erschüttert und mitgenommen ist....
Dies alles wurde von uns erwartet. Lehrer, Kollegen, Mitschüler schauten immer zuerst auf uns, wenn es darum ging das Wort zu ergreifen. Wir mussten plötzlich nicht nur das Sprachrohr einer Weltreligion sein, sondern auch das unerklärliche erklären. Viele von uns waren damit total überfordert. Ich habe in den Tagen nach 11.09. mitbekommen, wie Frauen mit Kopftüchern schief angeschaut wurden, als hätten sie im Flugzeug gesessen. In den USA wurde ein hinduistischer Taxifahrer getötet, weil ein Vollidiot meinte, dass er Moslem ist und die Anschläge deswegen zu vertreten hat....

Wie ich oben bereits erwähnt habe..... wir werden in einen Rechtfertigungszwang gedrängt... und nur wenige sind dem gewachsen.....
Wir werden teilweise auf unsere Religion reduziert und dann sind unsere sonstigen Leistungen völlig egal.... wichtig ist allein, dass wir Muslime sind... dass wir darüber hinaus (normale) Menschen sind, die sich ebenfalls sorgen, die stets ihren Pflichten nachgekommen und wir Deutsch sind, dies alles ist egal.... weil wir Muslime sind!

In den Medien werden Betroffene einleitend mit ihrer Religion vorgestellt. Dann heißt es: „.... der muslimische Abgeordnete.....“ oder „.....die muslimische Autorin......“.
Auch seriöse Zeitungen spielen dieses Spiel mit: In einem Artikel der FAZ hieß es sinngemäß: „.... der jüdische Anwalt, Publizist und Moderator..... (gemeint war Michel Friedmann).
Ist das wirklich nötig? Und sollten wir es in einer aufgeklärten Gesellschaft dulden? Umfasst das Informationsinteresse auch diese Aspekte?

Wir sollten doch im 21 Jh. soweit sein, dass wir allein die Taten der Menschen beurteilen sollten.
Es mag zwar sein, dass dies in einigen Fällen auch die Information über die Religion umfassen muss, dann ist es durchaus legitim darüber zu unterrichten. Darüber hinaus sollte es jedoch unterlassen werden.

Solltest Du weitere Bsp. benötigenn, schicke ich dir gerne auch per pn welche. Ansonsten würde der Rahmen hier gesprengt werden :wink:
Zuletzt geändert von Orphelia am So, 12. Jul 2009, 16:53, insgesamt 2-mal geändert.
Die Definition der eigenen kulturellen Identität und Zugehörigkeit durch Abgrenzung ist unsinnig, weil diese Abgrenzung unmöglich ist. Denn Kulturen bekämpfen sich nicht, sie fließen zusammen. (Ilija Trojanow/Ranjit Hoskoté)

drecja
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So, 12. Jul 2009, 17:37

Lilli hat geschrieben:
drecja hat geschrieben:...
nein... ich meine doch einfach nur das ich wenn ich erzähle das ich christ bin und schwein esse gleich als mensch 2. klasse "abgestempelt" werde! ich wollte dasd nicht mal pauschalisieren.. es gibt überall soche und solche nur geht es um mehrheiten und wenn ich mich vor 10 moslems stelle und sage ich bin christ rümpfen mind 7 davon die nase! mir wird auch eine gewisse kompetenz und lebensqualität abgesproche nur aus dem grunde..
...
Hier?? Also das hab ich so noch nie mitgekriegt. Einen "unverbesserlichen" hab ich mal getroffen, der meinte, mich bekehren zu müssen. Und eine ältere Frau, die uns als "Schweinefleischfresser" beschimpft hat. Wobei ja ein Christ nicht zwangsläufig Schweinefleisch (gern) ißt :wink: Alle anderen finden die Unterschiede eher uninteressant oder man spricht halt ganz normal drüber. Aber meistens wird das einfach nur abgeklärt so nach dem Motto: "Moslem? - Ja, und Du? - Nein, katholisch." Oder umgekehrt. :lol:
also als erstes muss ich bemerken das ich endlich diese sch... wirelesstastatur schrotten muss weil sie mir immer buchstaben vermoschelt bzw nicht sendet und als zweites:

glück gehabt denn ich hab lauter solche "unverbesserlichen" hier!

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So, 12. Jul 2009, 21:27

@Orphelia:

Schöner Beitrag in dem viel Wahrheit steckt. Im Übrigen haben sich jetzt auch Politiker zu dem Vorfall in Dresden geäußert, nachdem sehr viel Druck auf sie gemacht wurde. Man hat ja versucht diese Tat heimlich zu vertuschen, damit man nicht auf den Gedanken kommen kann, dass in einigen Gegenden Menschen wegen ihrer Religion anders behandelt werden, aber nachdem sehr viele Menschen auf die Straße gegangen sind (auch viele nicht-muslime) musste man ein wenig Beileid öffentlich äußern und klarstellen, dass in Deutschland keine Islamophobie herrsche.
Was ich ebenfalls sehr seltsam finde ist, dass du liebe drecja mit soooo vielen unverbesserlichen Muslimen zu tun hast und die dich ja nicht in Ruhe lassen. Wo hängst du denn ab, dass du so viele von denen findest ? Bist du tag ein tag aus in der Moschee, oder suchst du etwa vielleicht selber den Konflikt indem du auf diese Menschen zugehst und sie direkt mal ansprichst ?

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Mo, 13. Jul 2009, 1:01

Liebe daylight, so kommen wir nicht weiter.
Ich könnte auch berichte, was die atheistischen Chinesen mit den muslimischen Uiguren machen. Oder was die Christen in Bosnien und Kosovo gemacht haben. Oder was die Christen in Tschetschenien, Afghanistan und Irak gemacht haben. Und wenn wir dabei sind, nehmen wir ganz Nordafrika noch dazu. Was ich damit sagen möchte ist, dass man nicht sagen kann "guckt mal da passiert dies" um Ungerechtigkeiten am eigenen Standort rechtzufertigen.
Deshalb sollte man nicht vom Thema ablenken, vorallem weil die Geschichte zwischen den Türken und den Armenien doch ein wenig länger und komplizierter ist und es da nicht um Religionen geht wie man gerne versucht zu unterstellen.

Estra
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Mo, 13. Jul 2009, 6:54

Naja ich könnte ja auch noch ein paar andere Beispiele nenne und laut Amnesty sind heute Christen die weltweit am meisten verfolgten nach Leib und Leben. Mir ging es darum die Türkei nicht mit Deutschland gleichzustellen was die Religionsfreiheit angeht, da in der Türkei und natürlich in vielen anderen Ländern auch, noch viel zu tun ist.
Aber wenn es darum geht, wie jeder die Möglichkeit hat seine Religion zu leben und ausüben zu können ist für mich Kosova morgen in der EU und die Türkei noch lange nicht, da ist noch ein himmelweiter Unterschied.

masar: :arrow: Aramäer nicht Armenier

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daylight
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Mo, 13. Jul 2009, 8:14

Estra hat geschrieben: masar: :arrow: Aramäer nicht Armenier

kleine info masar;

armenier und aramäer sind zwei verschiedene völker...

armenier kommen aus armenien.
aramäer aus syrien und mesopotamien

gruß
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Mo, 13. Jul 2009, 10:52

Estra hat geschrieben:Naja ich könnte ja auch noch ein paar andere Beispiele nenne und laut Amnesty sind heute Christen die weltweit am meisten verfolgten nach Leib und Leben. Mir ging es darum die Türkei nicht mit Deutschland gleichzustellen was die Religionsfreiheit angeht, da in der Türkei und natürlich in vielen anderen Ländern auch, noch viel zu tun ist.
Aber wenn es darum geht, wie jeder die Möglichkeit hat seine Religion zu leben und ausüben zu können ist für mich Kosova morgen in der EU und die Türkei noch lange nicht, da ist noch ein himmelweiter Unterschied.

masar: :arrow: Aramäer nicht Armenier
Ich war schon in der türkei aber auch in deutschland und ich konnte keinen unterschied feststellen, ich mag einfah die westlichen medien nicht die immer gegen die türken,albaner,araber hetzen und in wirklichkeit machen sie uns das leben hier schwer,z.b beim job suchen, wohnung usw. man wird sogar in verschiedene clubs nicht rein gelassen weil man vermutet das man probleme machen könnte und beim autoversicherung darf man auch ein stück mehr bezahlen weil es könnte ja sein das man einen unfall macht, solche sachen sind für mich diskriminierend woich fast tagtäglich erlebe und nicht irgendwelche berichte aus den zeitungen wo sowieso ein anderst ziel haben aber von solchen fällen wo ich aufgezählt habe liest man sehr wenig in den zeitungen und warum weil es die einheimischen nicht betrifft.

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