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Morganlefay
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Tradition/Religion vs. Mode..........

Do, 12. Okt 2006, 9:18

Hallo zusammen,
gestern auf dem Nachhauseweg mit dem Zug
fiel mir einmal wieder ganz krass auf, dass immer mehr junge - speziell - Türkinnen Kopftücher tragen.
Ihr dürft mich jetzt nicht falsch verstehen, soll jeder auf dem Kopf tragen was er mag, von mir aus eine Melone aber diese Mädels fielen extrem durch ihre widersprüchliche Kleidung auf.
Als sie aus dem Zug stiegen fielen sie durch ihr extrem grelles Outfit auf. Sie waren modisch/bunt gekleidet, wie 1000 andere junge Frauen aber sie trugen zu einem extrem modischen Styling ihr traditionelles Kopftuch.
Sie trugen sexy Hüfthosen mit Stiefeln und knappen Oberteilen, hatten beide ein Nasenpiercing und waren extrem sonnenbankgebräunt und für meinen Geschmack zu stark geschminkt. Alles in allen das wäre ja heutzutage nicht sonderlich auffällig, wenn nicht dieses Kopftuch wäre :!:
Wie vereinbart sich ein auffälliges, aufreizendes Outfit mit dem muslimischen Glauben und der Tradition?
Auf der anderen Seite fährt mit mir immer eine junge, deutsche Muslima im Zug (ihr Mann ist glaube ich Marokkaner). Sie ist ganz züchtig angezogen, sogar mit ganz langer Kopfbedeckung und wallendem Mantel gekleidet und vollkommen angeschminkt und ohne Schmuck.
Durch diesen krassen Gegensatz kam mir o.g. Titel in den Kopf!

Wie schon gesagt, soll jeder rumlaufen wie er mag aber wie steht der Islam zur Mode, speziell natürlich der Mode der Frauen? Wie denken moslemische Männer über Frauen, die einerseits sich gläubig geben, ausgedrückt durch das traditionelle Kopftuch und andererseits aufreizender rumlaufen als jedes "normale" deutsche Mädel?
So wie die Mädels rumliefen hätte mich mein Vater nie vor die Tür gelassen, ob mit Kopftuch oder ohne :shock:

Wäre schön, wenn sich zu meiner Frage auch ein paar moslemische Herren melden würden!
Morganlefay

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Kusho
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Do, 12. Okt 2006, 9:27

Das finde ich sch.eisse.... Kopftücher sollten junge Frauen hier nicht tragen.... Aber ich persönlich habe noch nie eine junge albanerin mit Kopftuch gesehen....

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mamamiamilan
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Do, 12. Okt 2006, 19:57

Hallo alle zusammen,

seid gegrüßt.

Ja, das alt bekannte Thema, aber dennoch immer wieder interessant zu hinterfragen.

Nun ja, ich würde sagen auch zu dieser Thematik gibt es wieder viele unterschiedlich in Frage kommende Gründe.

Zum einen ist es ein großer Unterschied, ob die Mädchen zum Kopftuch und ihrer Kleidung gezwungen werden oder ob sie frei entscheiden dürfen und somit zu der Glaubensfreiheit sich ihre eigene Meinung bilden können.

Sollten sie gezwungen werden, so bedarf es denke ich keiner weiteren Erklärung. Oft genug hört man auch, dass diese Mädels sich woanders umziehen, wenn sie unter sich sind und nicht mehr unter der Bewachung ihres Elternhauses stehen und wenn man nach den Gründen fragt, warum sie das tun, liegt es in meinen Augen auch auf der Hand. Sie leben hier in Deutschland, ein kapitalistsiches Land, wo es alles gibt. ein Land im Überfluss, auch wenn die Menschen stöhnen, geht es keinem schlecht, im Verglecih zu anderen Ländern. Man ist hier eventuell auch noch geboren, lebt Tag ein Tag aus hier und wird natürlich mit zwei unterschiedlichen Mentalitäten groß und ich kann mir gut vorstellen, das man dann die schönen Dinge, die einem gefallen mitnehmen möchte. Und Kleidung macht Leute, ist alles auch eine Prestigefrage. Wie ein ständiger Konkurrenzkampf untereinander, der in dieser Gesellschaft auch vorgelebt wird (in meinen Augen) und somit das Verhalten verständlich. Diese Kinder kennen aber nicht nur die moderne, aufbrechende Welt, sie kennen auch noch die alten Traditionen, die Werten und ihren Glauben mit denen sie groß geworden sind und teilweise wahrscheinlich auch nach ihm erzogen wurden. Ich kann mir vorstellen, das irgendwann ab einem bestimmten Alter, die Kinder in einen persönlichen Konflikt geraten und sich fragen, was ist richtig. Man lebt auch nicht anders, hat nie was verbrochen oder gelogen..usw., hat aber eine gewisse Freiheitseinschränkung, die sie spüren und so könnte der Gedanke aufkommen, wenn sie das Kopftuch tragen, mildert das die Umstände.

Aber wie gesagt ist nur ein Gedanke meinerseits. Es ist wie mit einer Notlüge, man hat einen Grund warum man dieser sich bediente und immer noch besser zu scheinen scheint als eine "wirkliche" Lüge, weil die Notlüge meist keinen Schaden anrichtet.

Ich hoffe, man versteht ungefähr was ich meine.

LG
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Shpendi1984
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Do, 12. Okt 2006, 21:03

Demokratie und liberales denken passt doch so gut zusammen!!!!! Es soll doch von mir aus jeder das tragen was er will, von mir aus kann jeder nackt rumlaufen. Wayne kümmert es?

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Morganlefay
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Fr, 13. Okt 2006, 8:19

Shpendi1984 hat geschrieben:Demokratie und liberales denken passt doch so gut zusammen!!!!! Es soll doch von mir aus jeder das tragen was er will, von mir aus kann jeder nackt rumlaufen. Wayne kümmert es?
:oops: also neeh, nackig, bei einigen fände ich das aber nicht so lecker :oops:

Aber wahrscheinlich ist es so, die Mädels werden gezwungen und denken damit die Familie Ruhe gibt, trage ich das Kopftuch.......und durch ihren eigenen inneren Konflikt fühlen sie sich dann auch noch besser.
Guter Vergleich, das mit der Notlüge :idea:

Naja, ich habe mich damals vor meinem Konfirmantenunterricht heimlich mit meiner Freundin an einem Autospiegel geschminkt :D und bevor wir wieder nach Hause gingen schnell auf dem Klo abgewaschen. Wahrscheinlich ist das ähnlich zu sehen, nur das eben noch der Glaubens- und Traditionskonflikt hinzukommt. Da es dann wohl auch noch um die Ehre der Familie geht oder so.........
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diorlady
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Fr, 13. Okt 2006, 11:34

Ich kann dir ein gutes Buch empfehlen: Sabatina "Sterben sollst du für dein Glück"! Vielleicht kannst du dann ein bisschen besser verstehen was in den Mädchen vor geht, vor allem die Frau aus Marrokko...

Was die türkischen Mädchen betrifft, da kann ich leider nicht viel dazu sagen da ich nicht viele kenne, aber ich denke auch das das irgendwie nicht zusammenpasst, kurze Röcke, bauchfreie T-Shirts, enge Jeans, aber ein Kopftuch auf den Kopf. Ich denke wenn ich mich schon entschließe ein Kopftuch zu tragen, dann mach ich das aus Überzeugung, und nicht aus den Grund meinen Eltern zu gefallen.

Ich für meinen Teil bin ein gläubiger Mensch, und für mich ist mein Glauben wichtig, aber ich akzeptiere genauso andere Glauben, denn jeder Glaube hat seine positven Seiten und negativen Seiten. Was ich schade finde sind die Menschen, die versuchen durch den Glauben, Menschen zu unterdrücken, Menschen zu manipulieren, und auszunutzen. Das passiert leider viel zu häufig in jeder Religion, sowohl bei dem Christentum als auch beim Islam. Das ist meiner Ansicht auch der Grund warum immer mehr Menschen sich von Glauben trennen! Der Glaube soll einen Menschen Halt geben, und eine kleine Hilfe sein, ein kleiner Wegweiser! Doch heute wird nur Profit damit gemacht, Kriege begründet, Menschen unterdrückt usw. Leider!

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shpirt81
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Fr, 13. Okt 2006, 11:42

Das Buch hab ich auch gelesen. Sehr empfehlenswert.
...ich bin hier, weil ich hierher gehör...:-)

*LaPrinCesa*
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Fr, 13. Okt 2006, 11:48

worum gehts denn in dem buch...so ungefähr?

diorlady
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Fr, 13. Okt 2006, 11:56

Es handelt sich um ein Mädchen das in Pakistan geboren worden ist, und mit 10 Jahren nach Österreich zieht. Sie geht dann zu Schule und wird halt immer westlichter, was ihren Eltern missfällt. Und mit 16 schicken sie, die Eltern nach Pakistan zu Verwandten, um aus ihr ein pakistanischen Mädchen zu machen. Sie wird in eine Koran-Schule geschickt...wir misshaldelt....doch sie schafft es dann am Ende doch wieder nach Österreich und flieht dann von ihren Eltern, und sie sprechen dann ein Todesurteil über ihre Tochter, weil sie zwangsverheiratet werden sollte und das ablehnte, und somit die Ehre der Familie beschmutzt!
Sie lebt heute in Deutschland versteckt!

Kanuni_jem
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Fr, 13. Okt 2006, 12:45

ich finde dass das kopftuch so wie alle anderen religiösen dinge in der öffentlichkeit verboten werden sollten, zumindest in einem land wo mehrere kulturen aufeinander treffen.
Jeder soll an das glauben woran er will, aber in der öffentlichkeit sollte man einem menschen nicht ansehn welche religion er ausübt denn das kann heutzutage sehr viele probleme mit sich bringen.

Religion und Staat sollte man trennen, jeder mensch sollte gleich behandelt werden doch mit einem kopftuch oder einem judenhauberl signalisiert man das man was anderes ist was man aber als staatsbürger nicht sein sollte
Bildung ist der Schlüssel zur Zukunft, denn der
Morgen gehört dem der sich heute darauf vorbereitet!

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carla
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Fr, 13. Okt 2006, 13:26

Man sollte vielleicht noch erwähnen, dass Sabatina mit ihrem Cousin verheiratet werden sollte. Ihre Eltern haben sie verstossen und seitdem lebt sie anonym und von Todesdrohungen der eigenen Familie verfolgt an wechselnden Orten. Ein sehr mutiges Mädchen.

Ansonsten kann ich mich der Meinung von kanuni nur anschließen, Religion, und zwar jede, ist Privatsache und hat weder in Schulen noch in der Gesetzgebung was zu suchen.
Ndoshta keshtu,

te gjej ty, pa humbur vetveten,
te te jepem ty, pa hequr dore nga vetja ime,
te te kuptoj ty, pa humbur vetveten,
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Miss Kosovarja
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Fr, 13. Okt 2006, 23:50

Ich denke, dass die Religion eine Persönlichkeitsfrage ist. Sie ist in ihren Grundprinzipien sehr friedlich und sollte auch als solche empfunden werden, was jedoch nicht der Fall ist, wenn sie aufgezwungen wird.
Das Kopftuch dient eigentlich der Verschleierung und Verbergung weiblicher Reize, was ja in Kontrast steht in Kombination mit einer sehr modernen aufreizenden Kleidung. Da bringt einer Frau das Kopftuch auch nicht mehr viel. :roll:
Ich muss kein Kopfuch tragen und mich verschleiern, um sagen zu können, dass ich eine gute Gläubige bin. Solange ich mit Kopf und Herz dabei bin und mein Charakter und Verhalten diesem entspricht, ist es okay.
Aber wenn ich mich als eine gute Muslima ausgebe, mein Verhalten jedoch etwas völlig anderes demonstriert, da kann ich dann auch gleich meine Verschleierung ablegen, denn diese dient in diesem Fall vermutlich nur als Schein ... oder Dekoration. :roll:
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Shpendi1984
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Sa, 14. Okt 2006, 1:30

Kanuni_jem hat geschrieben:ich finde dass das kopftuch so wie alle anderen religiösen dinge in der öffentlichkeit verboten werden sollten, zumindest in einem land wo mehrere kulturen aufeinander treffen.
Jeder soll an das glauben woran er will, aber in der öffentlichkeit sollte man einem menschen nicht ansehn welche religion er ausübt denn das kann heutzutage sehr viele probleme mit sich bringen.

Religion und Staat sollte man trennen, jeder mensch sollte gleich behandelt werden doch mit einem kopftuch oder einem judenhauberl signalisiert man das man was anderes ist was man aber als staatsbürger nicht sein sollte
Wenn man ein wenig die Geschichte der Menschheit durchleuchtet, dann wird man sehr schnell herausfinden, dass die Beschränkung der religiösen Freiheit einfach destruktiv ist und auch unnötig. Das Problem wäre doch dann immer noch da, nur halt latent. Der Kommunismus hat es versucht und was ist daraus geworden? Die Gesellschaft ist noch religiöser geworden und sie hat ihre Religion immer, wenn auch versteckt, praktiziert. Warum kann man das nicht einfacher machen? Wir könnten ja, so mein Vorschlag, ein wenig toleranter werden. Was hätten wir davon? Wenigstens nicht diese Disskusion über einen Verbot von relig. Symbolen! Ein Kopftuch muss nicht unbedingt die Bedeutung von religiös. Unterdrückung haben, genauso wenig wie ein Kreuz bedeutet, dass der Mensch an das Christentum glaubt(manche tragen das als Modeschmuck).Was nicht ok ist, wenn Menschen relig. Symbole aus Zwang tragen müssen, egal ob Juden, Moslems,Christen oder Buddhisten, das darf es bei keiner relig. Gruppe geben.

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mamamiamilan
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So, 15. Okt 2006, 20:01

Kanuni_jem hat geschrieben:ich finde dass das kopftuch so wie alle anderen religiösen dinge in der öffentlichkeit verboten werden sollten, zumindest in einem land wo mehrere kulturen aufeinander treffen.
Jeder soll an das glauben woran er will, aber in der öffentlichkeit sollte man einem menschen nicht ansehn welche religion er ausübt denn das kann heutzutage sehr viele probleme mit sich bringen.

Religion und Staat sollte man trennen, jeder mensch sollte gleich behandelt werden doch mit einem kopftuch oder einem judenhauberl signalisiert man das man was anderes ist was man aber als staatsbürger nicht sein sollte

Hallo alle zusammen,

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Und wo bleibt bei deiner Vorstellung die Freiheit jedes Einzelnen?

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Morganlefay
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Mo, 16. Okt 2006, 8:45

Miss Kosovarja hat geschrieben:Ich denke, dass die Religion eine Persönlichkeitsfrage ist. Sie ist in ihren Grundprinzipien sehr friedlich und sollte auch als solche empfunden werden, was jedoch nicht der Fall ist, wenn sie aufgezwungen wird.
Das Kopftuch dient eigentlich der Verschleierung und Verbergung weiblicher Reize, was ja in Kontrast steht in Kombination mit einer sehr modernen aufreizenden Kleidung. Da bringt einer Frau das Kopftuch auch nicht mehr viel. :roll:
Ich muss kein Kopfuch tragen und mich verschleiern, um sagen zu können, dass ich eine gute Gläubige bin. Solange ich mit Kopf und Herz dabei bin und mein Charakter und Verhalten diesem entspricht, ist es okay.
Aber wenn ich mich als eine gute Muslima ausgebe, mein Verhalten jedoch etwas völlig anderes demonstriert, da kann ich dann auch gleich meine Verschleierung ablegen, denn diese dient in diesem Fall vermutlich nur als Schein ... oder Dekoration. :roll:
Danke Miss K. das ist endlich mal eine vernünftige Einstellung einer muslimischen Frau, ich sehe das genauso, den nach außen gelebten angeblichen Glauben, kann man sich sparen, wenn man als Muslima auf dem "Kopf" den Glauben demonstriert und halsabwärts alle weiblichen Reize zur Show stellt.
Scheinheilig, dass ist der richtig Ausdruck.
So gibt es bei den Christen natürlich ebenso viele "Scheinheilige". Viele leben nach außen unter dem Deckmantel der Nächstenliebe ihren christlichen Glauben sind aber menschlich gesehen die allerletzten Graupen :evil:
Ich bin der Ansicht meinen Glauben trage ich im Herzen und den muss ich nicht nach außen dokumentieren :!:
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Longitudinal
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Mo, 16. Okt 2006, 17:17

Shpendi1984 hat geschrieben:
Kanuni_jem hat geschrieben:ich finde dass das kopftuch so wie alle anderen religiösen dinge in der öffentlichkeit verboten werden sollten, zumindest in einem land wo mehrere kulturen aufeinander treffen.
Jeder soll an das glauben woran er will, aber in der öffentlichkeit sollte man einem menschen nicht ansehn welche religion er ausübt denn das kann heutzutage sehr viele probleme mit sich bringen.

Religion und Staat sollte man trennen, jeder mensch sollte gleich behandelt werden doch mit einem kopftuch oder einem judenhauberl signalisiert man das man was anderes ist was man aber als staatsbürger nicht sein sollte
Wenn man ein wenig die Geschichte der Menschheit durchleuchtet, dann wird man sehr schnell herausfinden, dass die Beschränkung der religiösen Freiheit einfach destruktiv ist und auch unnötig. Das Problem wäre doch dann immer noch da, nur halt latent. Der Kommunismus hat es versucht und was ist daraus geworden? Die Gesellschaft ist noch religiöser geworden und sie hat ihre Religion immer, wenn auch versteckt, praktiziert. Warum kann man das nicht einfacher machen? Wir könnten ja, so mein Vorschlag, ein wenig toleranter werden. Was hätten wir davon? Wenigstens nicht diese Disskusion über einen Verbot von relig. Symbolen! Ein Kopftuch muss nicht unbedingt die Bedeutung von religiös. Unterdrückung haben, genauso wenig wie ein Kreuz bedeutet, dass der Mensch an das Christentum glaubt(manche tragen das als Modeschmuck).Was nicht ok ist, wenn Menschen relig. Symbole aus Zwang tragen müssen, egal ob Juden, Moslems,Christen oder Buddhisten, das darf es bei keiner relig. Gruppe geben.
Du bist ein sehr kluger,liberaler und weltoffener Albaner.
Glückwunsch,Respekt und Gratulation.
MissKosovarja hat geschrieben: Ich muss kein Kopfuch tragen und mich verschleiern, um sagen zu können, dass ich eine gute Gläubige bin. Solange ich mit Kopf und Herz dabei bin und mein Charakter und Verhalten diesem entspricht, ist es okay.
Aber wenn ich mich als eine gute Muslima ausgebe, mein Verhalten jedoch etwas völlig anderes demonstriert, da kann ich dann auch gleich meine Verschleierung ablegen, denn diese dient in diesem Fall vermutlich nur als Schein ... oder Dekoration. Rolling Eyes
Wer sagt denn,dass diese aufreizenden Kopftuchträgerinnen nicht voll mit Herz und Kopf dabei sind?
Du sagst,du bräuchtest kein Kopftuch,um zu zeigen,dass du eine Gläubige bist.
Wieso kann das aber nicht bei denen gelten?
Was ist,wenn diese meinen:"Ich muss nicht ein langen Mantel tragen usw...,ich kann auch westlicher gekleidet sein,bin aber trotzdem sehr gläubig".
Die Sache ist nämlich die,dass man im Islam ein Kopftuch tragen sollte.
Da,aber diese Mädchen,im Gegensatz zu dir, dies tatsächlich tun,ist die halte ich die Aussage
denn diese dient in diesem Fall vermutlich nur als Schein ... oder Dekoration.
für sehr voreilig und etwas ignorant.
Ich hoffe das klingt nicht wie ein Ratschlag oder Anweisung für dich,ich bin der letzte Mensch,der jemanden sagen würde,wie er leben sollte.
Ich wollte lediglich,dass du nur ein bisschen darüber nachdenkst.

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Shpendi1984
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Mo, 16. Okt 2006, 18:43

:arrow: http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,442625,00.html
Ein Beitrag zur Sexualität der konservativen Muslime und auch das Kopftuch wird kurz erwähnt!

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Miss Kosovarja
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Mo, 16. Okt 2006, 19:09

@ Longitudinal:

Kein Problem. ;)

Die Antwort hatte ich eigentlich schon geschrieben. Im Islam dient die Verschleierung, nicht allein das Kopftuch, der Verbergung weiblicher Reize. Wenn sie jedoch ein Kopftuch trägt, in Kontrast dazu aber einen Minirock anzieht oder ein Oberteil, welches mehr von ihrem Körper zeigt, als es verdeckt, dann kann sie sich das Kopftuch sparen, weil sie den Sinn nicht verstanden hat, weder im Herzen noch im Kopf.
Das Kopftuch ist im Islam eine Art Symbol, es hat eine große Bedeutung. Wenn man es trägt und auch die restliche Kleidung angemessen ist, und damit meine ich keinen Mantel, sondern einfach Kleidungsstücke, die nicht zuviel zeigen, dann ist es okay. Dann ist es genau das, was man mit einem Kopftuch eigentlich ausdrücken möchte.
Aber wenn man ein Kopftuch trägt und dazu aber Kleidung, die eben freizügig ist, dann passt das einfach nicht zusammen. Weil man auf der einen Seite dem islamischen Glauben und der Bedeutung des Kopftuches gerecht werden will, aber auf der anderen Seite das genaue Gegenteil der wirklichen Bedeutung demonstriert.
Wenn sie die freizügige Kleidung tragen will, dann soll sie sie tragen, kein Problem, aber dann soll sie doch bitte das Kopftuch weglassen.
Wenn diese Frauen so gläubig sind, wie sie es mit ihrem Kopftuch zeigen wollen, dann sollten sie wissen, dass es nicht allein auf das Kopftuch ankommt, sondern darauf, dass man den ganzen Körper nicht allzu aufreizend kleidet.
Ich kritisiere nicht ihr Kopftuch oder ihre freizügige Kleidung. Ich kritisiere nur die Kombination.

Ich trage kein Kopftuch, aber auch keinen Minirock. Es entspricht einfach nicht meinem Charakter. Keins von beiden. Ich ziehe mich weder freizügig an, noch bedecke ich mich vollkommen. Es ist einfach die goldene Mitte. Wenn ich meinen Glauben an Hand eines Kleidungsstücks demonstrieren möchte, hier das Kopftuch, dann widerspreche ich dieser Demonstration nicht durch aufreizende Kleidung.
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Mo, 16. Okt 2006, 19:31

Miss Kosovarja hat geschrieben:@ Longitudinal:

Kein Problem. ;)

Die Antwort hatte ich eigentlich schon geschrieben. Im Islam dient die Verschleierung, nicht allein das Kopftuch, der Verbergung weiblicher Reize. Wenn sie jedoch ein Kopftuch trägt, in Kontrast dazu aber einen Minirock anzieht oder ein Oberteil, welches mehr von ihrem Körper zeigt, als es verdeckt, dann kann sie sich das Kopftuch sparen, weil sie den Sinn nicht verstanden hat, weder im Herzen noch im Kopf.
Das Kopftuch ist im Islam eine Art Symbol, es hat eine große Bedeutung. Wenn man es trägt und auch die restliche Kleidung angemessen ist, und damit meine ich keinen Mantel, sondern einfach Kleidungsstücke, die nicht zuviel zeigen, dann ist es okay. Dann ist es genau das, was man mit einem Kopftuch eigentlich ausdrücken möchte.
Aber wenn man ein Kopftuch trägt und dazu aber Kleidung, die eben freizügig ist, dann passt das einfach nicht zusammen. Weil man auf der einen Seite dem islamischen Glauben und der Bedeutung des Kopftuches gerecht werden will, aber auf der anderen Seite das genaue Gegenteil der wirklichen Bedeutung demonstriert.
Wenn sie die freizügige Kleidung tragen will, dann soll sie sie tragen, kein Problem, aber dann soll sie doch bitte das Kopftuch weglassen.
Wenn diese Frauen so gläubig sind, wie sie es mit ihrem Kopftuch zeigen wollen, dann sollten sie wissen, dass es nicht allein auf das Kopftuch ankommt, sondern darauf, dass man den ganzen Körper nicht allzu aufreizend kleidet.
Ich kritisiere nicht ihr Kopftuch oder ihre freizügige Kleidung. Ich kritisiere nur die Kombination.

Ich trage kein Kopftuch, aber auch keinen Minirock. Es entspricht einfach nicht meinem Charakter. Keins von beiden. Ich ziehe mich weder freizügig an, noch bedecke ich mich vollkommen. Es ist einfach die goldene Mitte. Wenn ich meinen Glauben an Hand eines Kleidungsstücks demonstrieren möchte, hier das Kopftuch, dann widerspreche ich dieser Demonstration nicht durch aufreizende Kleidung.
Ok,aber genauso eine wohlgeformte Argumentation für ihren Kleidungsstil haben sie auch im Repertoire.
Ich nerv dich deshalb,weil ich genauso ein Mädchen kenne,dass zwar ein Kopftuch trägt,aber sonst alles locker nimmt.
Ich hab ihr genau deine Worte vorgetragen,jedoch kam sie auch mit dem "Goldene-Mitte-Argument".

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Shpendi1984
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Mo, 16. Okt 2006, 20:18

Miss Kosovarja hat geschrieben:@ Longitudinal:

Kein Problem. ;)

Die Antwort hatte ich eigentlich schon geschrieben. Im Islam dient die Verschleierung, nicht allein das Kopftuch, der Verbergung weiblicher Reize. Wenn sie jedoch ein Kopftuch trägt, in Kontrast dazu aber einen Minirock anzieht oder ein Oberteil, welches mehr von ihrem Körper zeigt, als es verdeckt, dann kann sie sich das Kopftuch sparen, weil sie den Sinn nicht verstanden hat, weder im Herzen noch im Kopf.
Das Kopftuch ist im Islam eine Art Symbol, es hat eine große Bedeutung. Wenn man es trägt und auch die restliche Kleidung angemessen ist, und damit meine ich keinen Mantel, sondern einfach Kleidungsstücke, die nicht zuviel zeigen, dann ist es okay. Dann ist es genau das, was man mit einem Kopftuch eigentlich ausdrücken möchte.
Aber wenn man ein Kopftuch trägt und dazu aber Kleidung, die eben freizügig ist, dann passt das einfach nicht zusammen. Weil man auf der einen Seite dem islamischen Glauben und der Bedeutung des Kopftuches gerecht werden will, aber auf der anderen Seite das genaue Gegenteil der wirklichen Bedeutung demonstriert.
Wenn sie die freizügige Kleidung tragen will, dann soll sie sie tragen, kein Problem, aber dann soll sie doch bitte das Kopftuch weglassen.
Wenn diese Frauen so gläubig sind, wie sie es mit ihrem Kopftuch zeigen wollen, dann sollten sie wissen, dass es nicht allein auf das Kopftuch ankommt, sondern darauf, dass man den ganzen Körper nicht allzu aufreizend kleidet.
Ich kritisiere nicht ihr Kopftuch oder ihre freizügige Kleidung. Ich kritisiere nur die Kombination.

Ich trage kein Kopftuch, aber auch keinen Minirock. Es entspricht einfach nicht meinem Charakter. Keins von beiden. Ich ziehe mich weder freizügig an, noch bedecke ich mich vollkommen. Es ist einfach die goldene Mitte. Wenn ich meinen Glauben an Hand eines Kleidungsstücks demonstrieren möchte, hier das Kopftuch, dann widerspreche ich dieser Demonstration nicht durch aufreizende Kleidung.
Das ist eine persönliche Einstellung, die man doch akzeptieren kann. Manche wollen halt nur zeigen, dass sie zum Islam gehören. Ob das falsch oder richtig ist hat doch niemand darüber zu entscheiden. Es soll "[Schimpfwörter werden hier nicht geduldet]" geben, die einen Kreuz tragen. Heißt das, dass die nicht dürfen? Es gibt Menschen, die solche Symbole brauchen und nach den demokrat. Prinzipien dürfen sie das auch. Anders ist das, wenn diese Symbole auch erzieherisch wirken können, wie z.B. in der Schule. Dort kann man sich die Frage stellen, ob vllt. relig. Symbole fehl am Platz sind.

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