shukri
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Was ist aus der Liebe geworden?

So, 20. Feb 2011, 1:38

Wieso hielten die Ehen von damals ein Leben lang und heute halten sie kaum ein paar Jahre??
Es ist mir klar, dass es ökonomische Ursachen auf dafür gab. Wiest ihr ich habe eine Soziologin RTK gesehen, die die Entwicklungen im Kosovo kommentierte. Sie war der Meinung, dass die Hochscheidungsraten im Kosovo ein Zeichen der Emanzipation darstelle.

Und noch einen Anwalt der ein Statement abgab: Ich kann die Jungen Leute nicht verstehen, warum sie heiraten, wenn man sie schon sagen hört, was du bist seit 6 Monaten mit ihm verheiratet, wie kannst du es mit ihm aushalten solange. Aber auch das sich die älteren Menschen einfach trennen, nach 20 beziehungsweise 30 Jahre Ehe. Das ist eine negative Entwicklung.
Sinngemäß übersetzt!!

Ich bitte um Kommentare! Ach noch eins im Voraus, dass ist keine Debatte. wo man die Emanzipation infrage stellen sollte. Sie muss aufrecht erhalten werden.

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ajshe
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Re: Was ist aus der Liebe geworden?

So, 20. Feb 2011, 6:36

Ich frage mich manchmal, was man in KS unter Emanzipation versteht - kurze Knappe Kleidung, geschminkt bis an die Asten & durch Kneipen & Discos ziehen & selbst mit verheirateten Männern gewissen Vergnügungen nachzugehen?!?

Heute heiraten auch albanische Mädchen aus "Interesse". Seit Kriegsende sind die alten Werte immer mehr in den Hintergrund gerückt. Es ist erschreckend was da teilweise abgeht...
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liberté
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Re: Was ist aus der Liebe geworden?

So, 20. Feb 2011, 9:29

aber ajshe, kann man das wirklich so verallgemeinern? ist die liebe in einem land einfach mal so komplett gestorben?

und ja - kurze röck, freie liebe etc. pp. - all diese phänomene hat man doch in D zur zeiten meiner eltern (68er jahre) auch beobachten können. in einer zeit des umbruchs und der veränderung wird immer in extremen gelebt, bis man ein gewisses gleichgewicht wieder gefunden hat.

menschen waren, sind und bleiben menschen - sie lieben, leben und probieren sich.

die liebe ist ein phänomen, das meiner meinung nach gar nicht sterben kann!

beziehungsfähigkeit allerdings etwas, das verloren gehen und das man sich wieder hart erarbeiten muss.
Paulo Coelho ‎"Love can consign us to hell or to paradise, but it always takes us somewhere"

nessa
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Re: Was ist aus der Liebe geworden?

So, 20. Feb 2011, 12:50

Na ja, meine Mutter sagte noch letztens, dass sich heutzutage viele schon sehr jung binden. Die Mädels haben teilweise schon ab 15/16 Jahren einen festen Freund. Sie gehen mit Einverständnis der Eltern aus, gehen in den jeweiligen Häusern des Partners ein und aus, treffen sich mit Freunden als Paar. Kurz gesagt, sie durchleben "nur" die schönen Seiten einer Beziehung und wundern sich dann nach der Heirat, dass der Partner doch nicht so perfekt ist wie gedacht . Nuse im Haus sein ist nicht nur schöne Kleider tragen. Das ist doch gleich was ganz anderes als die Freundin zu sein, die ab und zu zu Besuch kommt!!! Mag ja nicht auf alle zutreffen, aber es häuft sich doch sehr, dass Paare, die vorher ein paar Jahre zusammen waren, nach der Heirat es keine 6 Monate mehr miteinander aushalten.

shukri
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Re: Was ist aus der Liebe geworden?

So, 20. Feb 2011, 13:58

Danke für eure Beiträge.

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saloni
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Re: Was ist aus der Liebe geworden?

So, 20. Feb 2011, 15:13

Halllo




Die Menschen werden illsuioniert, durch Werbung im TV...wenn ich das kaufe dan bin ich wer...wenn ich so und so dan das und jenes...durch Filme wie pretty woman oder aber auch durch die Gesellschaft ansicht. Viele verleugnen die Realität, viele Singels überschmücken gar noch das wunsch Denken wie ein Mensch sein müsse... das streben nach Perfektion gehört in dieses Jahrhundert, so wie extremer egoismus und narzzismus. Viele verwechseln LIEBE mit dem anderem Leben...hohe leistung und extreme gegen Leistung wird erwartet. Oft wird unrealistisches gefordert.
Viele verwechseln einen Partner mit einem Statussymbol oder eben grad das gegenteil, er wird auf ein Podest gehoben bis zum Punkt hin wo er nicht mehr erreichbar ist.. Es wir langweilig.
Die Pornoindustrie, trägt enorme Früchte bei, z.T. sind die Erwartungen, sprichwörtlich voll judihui, was die heutigen Jungen sich erhoffen und einfordern.
Emanzipation, ist ein minimer Bruchteil, führt zur Kriese, weil Frauen sich bewusst werden, dass sie genau so ihre Rechte haben, wobei Männer damit mal noch zurecht kommen müssen.
Klischeedenken spilet ebenfalls eine Rolle, so z.b. anstatt dem Gegenüber unterstützend unter die Arme zugreifen und zu helfen, wird herab geschaut und negativ komentiert und bewertet.
Die Ehe ist aber kein Punktesystem. Viele verwechseln liebe mit wunscherfüllungen, mit Hyrarchieordnung und Befehlsränge.

Dazu noch ein schöner Artikel:

15 Irrtümer in der Partnerschaft, die zu Partnerschaftsproblemen führen können und was man/frau dagegen tun kann


1. Je ähnlicher man sich ist, umso besser für die Beziehung.
Der Wunsch, der sich hinter diesem Irrglauben verbirgt, ist, dass wir glauben, Ähnlichkeit führe dazu, dass der andere immer weiß, was man möchte, weil er ja genauso "tickt". Selbst wenn er uns ähnlich ist, ist es jedoch äußerst fraglich, dass wir unsere Wünsche erfüllt bekommen, denn was tun wir, wenn beide auf einmal den Wunsch haben, umsorgt oder getröstet zu werden?

Sowohl zu große Ähnlichkeit als auch zu große Unterschiedlichkeit führen zu Partnerschaftsproblemen und zum Absterben der Partnerschaft.



http://www.partnerschaft-beziehung.de/L ... rrtum.html


15. Wenn man an der Beziehung arbeiten muss, dann stimmt etwas nicht mit der Beziehung.
Dieser Irrtum geht Hand in Hand mit Irrtum 13 und ist dafür verantwortlich, dass viele Beziehungen mit der Zeit eintönig und langweilig werden, weil die Partner glauben, Liebe bedeute, sich nie um den anderen und seine Bedürfnisse kümmern zu müssen. Richtig ist: jede Beziehung, die von Dauer sein soll, erfordert Arbeit.

B-)
stolz bin, auf meine Schwiegereltern :)

shukri
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Re: Was ist aus der Liebe geworden?

So, 20. Feb 2011, 16:33

Danke für deinen Beitrag Saloni sehr interessant. Nur mit diesen 13 Punkten bin ich nicht ganz so ein verstanden.

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saloni
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Re: Was ist aus der Liebe geworden?

So, 20. Feb 2011, 17:14

Naja, bei Punkt 3 seh ich eines des extremensten Problems. wer will vom Gegenüber so verändert werden, dass man sich selbst fremd vorkommt? Es ist eine Lebenskunst und eine wichtige Aufgabe die wir im Leben lernen müssen, dass es tabu ist, jemandem nach seinem Gusto zu verändern, gar so unter Druck zu setzen und zu drohen. Man, kann sagen was einem stört, man kann sagen was einem verletzt und man kann sagen, bis hier hin und nicht weiter, aber man kann nicht jemanden in der Partnerschaft so verformen wie ein klumpen Lehm. Det geht nach hinten raus und führt zur trennung oder aber auch zur Krankheit des verformten, es kann agressisionen wecken, oder organsich psychische Krankheitssymptome hervorrufen. z.b. Autoimunkrankheiten, der Körper und die Psyche richtete sich gegen sich und macht sich innerlich kaputt, weil was nicht stimmt.

Warum es trennungen, gerade noch im Kosovo viele gibt, ist z.t. das überschnelle und salope heiraten, bevor die Kinder sich bewusst sind, was das heisst, was das bedeutet und vorallem bevor sie sich bewusst sind, was sie überhaupt vom Leben wirklich wollen und wie sie selber sind. Vieles läuft zu oberflächlich ab und dort bleibt es, spätestens dann wenns in die Kerbe geht, weicht man aus via Scheidung. Es ist bequemer und das ist purer Komerz und reine Konsumwelt. Aber es wird nicht gelernt, dass man sich selber lieben können muss um liebe überhaupt zu erhalten, geschweige den zu geben.

Es ist ein hin und her, beide müssen geben und Kompromisse eben auch eingehen können, so wie muss man auch mal verzichten können und was viele nicht mehr können oder verlent haben: mal neue lösungswege zu gehn, Probleme versuchen zu lösen ohne das die Bindung gleich gelöst wird.

sich zu verliebn und das dan erhalten zu können, dass ist eine Kunst für sich. Den verlieben ist schneller passiert, als es trotz negativer Eigenschaften zu erreichen, eine ehrliche Liebe aufzubauen und sich ans positve vom Gegenüber immer wider zu erinnern zu können und eben auch zu sehn was man den hat am Partner.



Bei Punkt 13...so denke ich, kommts aufs Maas an.
Wie wir diese Gedanken den formen.... es gibt den passenden Menschen, nicht nur einmal im Leben aber es gibt eben Menschen die mit dem eigenem Wesen komform gehn. Was aber richtig ist am Punkt 13. Wenn zu sehr idealisiert und illsuioniert wird, wenn ein Mensch perfekt sein muss, nach Mmathematischen Formeln perfekt. unrealistisch un unmenschlich.

Was ist für sich einer selbst Perfekt, mein Pefekter Mensch, darf Fehler haben, damit er selber weiter kommt und lernen darf, mein Perfekter Mensch dar Macken haben die mich nerven und er darf auch optisch nicht 0815 entsprächen. Dieser Mensch ist für mich ganz persönlich, also kreiiere und toleriere ich das auch so wie ich mich wohlfühle und dennoch kann ich doch noch ein Auge zudrücken. So passt es für mich und ist dan perfekt genug. Eben menschlich. Auch ruhig ml launisch.

Ich hätte bei Punkt 12 eher ein Problem. für mich selber, zerstört es nicht nur die Liebe sondern die komplette Basis des zusammen seins. Ich würde mich ekeln und ihn abstossen.

Die Punkte sind jeweils wohl anhaltspunkte und man soll sie ja nicht nur aufsaugen sondern auch selber sich eine eigene Meinung und sein eigenes Bild gestalten, wie es den ist mit Liebe. Wir Menschen sind alle verschieden und das ist auch gut so :wink:
stolz bin, auf meine Schwiegereltern :)

shukri
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Re: Was ist aus der Liebe geworden?

So, 20. Feb 2011, 18:40

Ich denke, dass die Entfremdung unsere Kultur und die schnelle Demokratisierung in unserem Land die Probleme auch verursacht hat. Wie Kinder mit ihren Eltern heute sprechen oder die Freizügigkeit, die ist sogar extremer als in Deutschland. Die Leute da unten denken, dass alles was man sieht in dem Medien auch richtig ist. Die schauen den Lieben langen Tag Serien.
Eine Freundin von mir eine Albanerin hat mich vor ein paar Tagen besucht. Sie möchte unbedingt heiraten und hatte mich gefragt, ob ich einen vernünftigen Albaner kenne. Nun ja ich kenne einige, aber ich habe ihr gesagt, dass so wie du tickst, dich kein Mann ertragen wird. Wie du mit deinen Eltern redest oder deinen Geschwistern. Nun ich toleriere ihr Verhalten nicht, weil ich ein sehr traditioneller Mensch bin. Sie ist mit den Serien Gute Zeiten , Schlechte Zeiten aufgewachsen und so weiter. Fast alle Albanerinnen, die ich kenne ticken so, weil sie der Auffassung sind, dass was sie in den Serien sehen auch die Realität ist.
Und der Prozess der Veränderung in ein kontinuierlicher Prozess der kein Ende hat. Wir lernen aus unseren Fehlern, so fern wir unsere Fehler eingestehen. Oder wir lernen von den Geschichten und Erzählungen unsere Familie oder unseren Freunden....
Das Lernen hat keinen Anfang und keine Ende.

Ich denke, dass man einfach nur zusammen sein sollte, ohne standesamtlich verheiratet zu sein. Ein Mann sollte erkennen, dass eine Frau auch die gleichen Rechte haben muss. Aber eine Frau sollte auch wissen, wo ihre Grenzen sind. Den man sollte Emanzipation nicht mit Dekadenz verwechseln. Ein gegenseitiger Respekt ist schon wichtig.

Lula
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Re: Was ist aus der Liebe geworden?

So, 20. Feb 2011, 21:20

[quote="liberté"]aber ajshe, kann man das wirklich so verallgemeinern? ist die liebe in einem land einfach mal so komplett gestorben?

und ja - kurze röck, freie liebe etc. pp. - all diese phänomene hat man doch in D zur zeiten meiner eltern (68er jahre) auch beobachten können. in einer zeit des umbruchs und der veränderung wird immer in extremen gelebt, bis man ein gewisses gleichgewicht wieder gefunden hat.

menschen waren, sind und bleiben menschen - sie lieben, leben und probieren sich.

die liebe ist ein phänomen, das meiner meinung nach gar nicht sterben kann!

beziehungsfähigkeit allerdings etwas, das verloren gehen und das man sich wieder hart erarbeiten muss.[/quote]

KUrz und knapp auf den Punkt gebracht :D

shukri
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Re: Was ist aus der Liebe geworden?

So, 20. Feb 2011, 21:49

Toller Beitrag!!

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Re: Was ist aus der Liebe geworden?

Mo, 21. Feb 2011, 9:40

Früher trennte man sich nicht weil man von einander abhängig war. Viele Frauen konnten weder lesen noch schreiben und waren somit von ihrem Mann abhängig und man blieb bei ihm auch wenn man todunglücklich war.Heute macht das, zum Glück, niemand mehr. Das Glück des Einzelnen ist wichtiger als der Schein nach aussen.
Die Scheidungsrate in Kosovo hat sicher nichts mit der Emanzipation zu tun sonder viel mehr damit dass viel zu jung geheiratet wird und viel zu früh und ohne vorher zusammengelebt zu haben. Man kann jemanden nicht kennen ohne mit ihm vorher zusammengelebt zu haben. Deshalb scheitern viele Ehen in Kosovo. Man sieht das wahr Gesicht des Partners und will nicht mit so jemanden zusammen sein.

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Re: Was ist aus der Liebe geworden?

Mo, 21. Feb 2011, 13:02

und warum, wird trotz Bildungsmöglichkeit, noch so früh geheiratet...? :wink:

(weil es immer noch pfui ist, dass Jungfraudings, es ist halt so und so... :| )
stolz bin, auf meine Schwiegereltern :)

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Re: Was ist aus der Liebe geworden?

Mo, 21. Feb 2011, 17:04

Fangt bitte keinen Streit an. Danke für eure Kommentare.

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saloni
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Re: Was ist aus der Liebe geworden?

Mo, 21. Feb 2011, 18:31

Ne, kein Streit.

Meine Frage ist ernsthaft. Warum, wird heute immer noch so früh geheiratet und wer es mit 25 noch nicht ist....geltet schon als schwerer Fall? :shock: Ganz im ernst. Ich krieg manchmal Knoten im Kopf, wenn ich mir dieses Geschehn ansehe. Es wird beides gewollt der Fünfer und das Brötchen.

Es gleicht einer Komode, je nach dem was grad anfällt; ist es Schublade Tradition, Schublade Modern, Schublade Familie, Schublade bla bla.

Warum muss z.b. heut zu Tage noch eine 50 J. Frau hochschwanger mit 8 Kindern an der Hand rumstolzieren'? Wenn wir doch wissen, dass es gefährlich ist für Frau und Kind.

Warum muss ein Mädchen heut noch ab spätestens 18 Jahren, als heiratsfähig gelten?
Was hat die körperliche Reife, mit der emotionalen gemeinsam? Nix. Und sorry, m.M. sollte man noch nicht heiraten, wenn man noch nicht so weit ist um bloss offiziel mit jeamdem zusammen zu sein zu können.

Das ist iergendwie ne Art Doppelmoral die da gelebt wird. Mädchen fühlen sich hässlich wenn sie ab einem bestimmten Alter noch nicht gebunden sind und Jungs als Luschen, wenn sie keine schöne bekommen?

Das ist wirklich übertriebene Phantasie, die manchmal gelebt wird. Auch die Vorstellungen, wie der Partner sein muss, vorallem wie eine Frau zu sein hat. Auch wenn sie heute zu ihren Rechten kommt (auf erschwertem Wege), steht eine Frau immer noch weit unten in der Gesellschaft.

Shukri, du fragst was ist aus der Liebe geworden und bedienst dich da der Scheidungsrate des Kosovos. Vielleicht ist es gut, dürfen die Menschen sich heute offziell trennen, ohne Schamgefühl. Den heute ist es nicht mehr so wie damals, da spielte Liebe, eher eine Nebenrolle. Heute ist Liebe im Vordergrund, um all die Dinge zu schaffen und erhalten, was damals aus Pflichtbewusstsein getan wurde. Doch stehts jedem heute, fast jedem, frei wen er heiraten will und so sollte man das eben nutzen und warten, sich Zeit lassen. Die Sache mit der Geduld, ist doch nur vordergründig zu sehn, dahinter steht viel mehr.

Ich hoffe das es in den kommenden 10 Jahren besser wird, mit den nächsten Kindern, vorallem im Kosovo. Wenn die Lage sich beruhigt hat, wenn sie merken sie sind frei. Sprich nicht schnell nur den Käfig geöffnet zum futtern. nein, wenn sie erlernen zu geniessen und keine Sorge haben müssen, dass diese Freiheit wider genommen wird. Z.b. Minirock, schmincke bei ledigen Frauen, vor langem undenkbar. Schick ja, aber nicht aufreiend.

Es soll kein anzetteln zum Streit sein.

Klesh, sagt da in diesen Themen schon ganz klar das, was einige picksen könnte, aber nunmal auch so ist. Auch wenns nicht allen gefällt. Weil diese eben sich selber alles gerne nehmen, dann sich aber gerne ne Jungfrau wünschen... Das geht nicht auf und passt nicht. Wünsche darf man ja noch haben, aber eben :mrgreen:
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Re: Was ist aus der Liebe geworden?

Mo, 21. Feb 2011, 18:39

saloni hat geschrieben: Meine Frage ist ernsthaft. Warum, wird heute immer noch so früh geheiratet und wer es mit 25 noch nicht ist....geltet schon als schwerer Fall? :shock:
Tjaaa albaner halt neee .. hehe :D

shukri
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Re: Was ist aus der Liebe geworden?

Mo, 21. Feb 2011, 18:52

Das ist echt ein langer Beitrag. Du hast interessante Gedanken saloni. Nun ja wie du aus meinen Beiträgen gelesen hast, glaube ich an die Liebe nicht mehr so recht. Nur ich frage mich einfach, warum sich es so negative auswirkt. Nun ja das die Menschen zu Jung heiraten ist für mich leider keine überzeugendes Kriterium, da auch die meisten später heiraten als früher. In Deutschland liegt das Durchschnittsalter bei Männern bei 35. Und bei Frauen 31 Jahre. Aber trotzdem wird jede 2 Ehe geschieden. Ich meine man kann heut zu Tage auch auf eine Eheschließung verzichten. Man mit jemanden zusammen sein und mit ihm oder sie zusammenleben. Ne das größte Problem ist. dass die meisten Leute nur mit Serien aufgewachsen sind und diese Serien für die Realität halten.

Estra
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Re: Was ist aus der Liebe geworden?

Mo, 21. Feb 2011, 22:14

Liebe hat nichts mit der Scheidungsrate oder Serien zu tun.
Aber die Scheidungsrate hat damit zu tun, dass viele die Liebe mit Verliebtheit, Sympathie, Vorteile irgendwelcher Art usw. verwechseln.
Die Scheidungsrate ist ja hier auch nicht so klein, also kann es nicht nur am frühen heiraten usw. liegen, hier trennen sich auch Paare die vorher jahrelang zusammen gewohnt haben und sich mehr oder weniger kennen. Meistens ist es wohl so, dass man erst nach Jahren merkt, dass man den anderen doch nicht so liebt wie man gedacht hat oder dass man sich da was schön geredet hat in der Verliebtheit, oder dass man ernste Probleme hat und die anstatt versucht zu bewältigen sich trennt und bei nächsten Partner wieder gleich handelt bis man auch da wieder am gleichen Punkts steht, bei den erstenProblemen und dann dann halt schon wieder sich entscheiden muss, versuchen das Problem zu lösen oder aufgeben....
Das Problem kann auch sein, dass man sich auch während der Ehe weiter entwickelt, nur ist es manchmal so, dass der eine es mehr oder anderes macht, als der andere und man sich so voneinander entfernt. Ich denke es gibt viele die es wirklich ernst meinen bei der Eheschliessung, aber wenn es dann wirklich ernsthafte Probleme auftreten, gibt es die, die sich auch leicht scheiden lassen und die für die das wirklich nur der letzte Ausweg wäre, wenn es gar nicht geht.

shukri
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Re: Was ist aus der Liebe geworden?

Mo, 21. Feb 2011, 23:36

Schaumal ich bin 23 und ein Freund von mir hat mit 34 geheiratet und sich nach eine Woche getrennt. obwohl er mit ihr fast 15 Jahre zusammen war.2 weitere paare kenne ich auch, die 10 Jahre zusammen waren, aber nach ein paar Monaten sich getrennt haben. Obwohl alle zusammen gelebt haben. Und ich kann mir das echt nicht erklären.

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saloni
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Re: Was ist aus der Liebe geworden?

Di, 22. Feb 2011, 8:07

tachjen,

dogg mich da bei Estra gleich mit an, dachte gestern auch noch drüber nach, über deine Antwort shukri. Betreff, Scheidung wegen Serien. Es mag Einfluss haben, aber wenn dan aufs Stiling, oder?
Ich weiss, also erlebe es an mir, dass die Frauen aus Kosovo, dazu neigen einem regelrecht nachäffen :mrgreen: nix schlimmes, z.b. ich sitze aufrecht Bein übers andere und wie ich die Zigarette halte.... sofort läuft da ein menschliches Spiegelprogramm ab.
Aber das ist ja bloss Oberfläche und halt Trend und die meisten wollen trendy sein :mrgreen:

Zurück zum TV. Ehrlich dan hätten sich damals, zu Frank Sinatras Zeiten oder wie die singenden schwarzweiß Romantikhelden alle hissen, die Frauen sich alle ja trenne müssen von ihrem Pantoffelhelden :mrgreen:

Kam nach der Emanzipation die Hippiezeit

Bild

Da war es unschic, sich altmodisch in die Ehe zu begeben.

Ein wenig später beruhigte auch das sich wider und heute, da haste die Wahl, Konkubinat, Ehe oder Single.

Für einen Mann ist es wohl bedeutendere Liebe, wenn er frei mit ihr zusammen sein kann ohne Trauschein, für viele Frauen hat es eben noch eine Herzens Bedeutung. Aber auch nicht mehr jede sieht das so.

Warum diese Beispiele von dir genannt scheiterten? Ich denke, dass da falsche Erwartungen in Sachen Eherecht und Pflicht, war. Egal wie lange die zusammen waren. Vorher waren sie evtl. relativ locker und frei zusammen, nach der Heirat, haben sie aber ihre Freiheit vergessen, gar weggesperrt. Viele, viele, kehren ihr ich um 180 Grad, sobald sie verheiratet sind.
Hängt wohl zusammen mit dem, was sie von der Ehe erwarten und vorallem, was sie vom Gegenüber erwarten was er / sie zu tun hätte.
Plötzlich darf er seine Kumpels als Beispiel, nicht mehr so oft treffen, sie soll jetzt nur noch zu Hause sein, obwohl sie vorher alles tun und lassen konnte wie sie will? Viele andere Möglichkeiten und meistens, hängt der Segen schon laaaaaaaaaange schief.

Diese Ehen die nach so langer Zeit noch geschlossen werden, machen für mich den Eindruck wie letzter Rettungsanker. Weniger aus Liebe, sondern es soll das Mittel zum Zweck sein. Wie das es einige gibt, die denken sie könnten ihre Probleme mit einem Kind kitten.
Das geht nicht, früher oder später steht der gleiche Haufen Mist wider an.

Niemand trennt sich ernsthaft, wegen einer Rolle Klopapier oder einer Socke, das ist nur noch das iiiiii Tüpfelchen, die Gründe dafür sind tiefer. Es beginnt mit dem ehrlich sein sich selber gegenüber und dem willen auch mal einen ungemütlichen Weg gehen zu wollen.
stolz bin, auf meine Schwiegereltern :)

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