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Shonya
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So, 12. Dez 2010, 11:47

ajshe hat geschrieben:
Gut Shonya, wenn das für dich & dein Umfeld ok ist, dass du alles so machst, wie es dir gefällt, gut.
Beschwert hat sich noch keiner...
Mir ist es nicht egal, was die albanische Familie bzw. enge Freunde meines Mannes denken, wenn ich eine unaufgeräumte Bude habe...
Mir ist das auch nicht egal. Wenn spontan Besuch kommen will, sagts mein Mann mir 40-60 Minuten vorher. In der hab ich locker Zeit kurz das Wohnzimmer zu saugen und Sachen weg zu räumen, den Tisch abzuwischen. Der Grund ist eh immer gemacht. Also reicht kurze Zeit, um die paar Kleinigkeiten zu erledigen und schonmal den Kaffee vorzubereiten.
Was "sich albanisch" oder "deutsch" verhalten bedeutet? Muß man das einer Frau eines Albaners wirklich erklären?
Ich falle deutschen Männern schon mal ins Wort, gebe meinen Senf dazu oder unterhalte mich über "Männerthemen" und keiner guckt mich schief von der Seite an. Auch kann ich unter Deutschen meinem Mann ins Wort fallen.
Unter Albanern würde ich dies nicht wagen, weil es sich nicht gehört und ich damit meinen Mann bloß stellen würde.
Ich verhalte mich weder deutsch noch albanisch noch arabisch, ich verhalte mich, wie ich eben bin. Ich rede bei den Männerthemen mit, weils zum Teil eben auch meine Themen sind und das stört niemanden, weil ich eben einen Plan habe wenn ich mitrede, ansonsten sag ich nix. Ich weiss nicht, was Dein Ex für ein Umfeld hatte, aber in dem von meinem Mann respektiert man mich und mein Verhalten voll. Mein Mann hat noch nie unter Gesichtsverlust gelitten, er ist eher stolz weil jeder der hier war sich wohl und aufgenommen gefühlt hat.
Mein Schwiegervater hat mich ganz offiziell aufgefordert nicht in der Küche zu rauchen, sondern am Tisch mit den anderen (weil er es eben offen und ehrlich mag), nur als kleines Beispiel.
Solange ich mein Ding als Gastgeberin gut mache, ist alles ok. Und das tue ich, wenn alle haben was sie brauchen, setze ich mich dazu und stehe auf wenn neuer Kaffee her muss o.ä.. Genauso benehme ich mich übrigens, wenn meine Verwandschaft da ist, ich mache da keinerlei Unterschied, mein Besuch wird respekvoll behandelt, albanisch oder nicht.
Wenn ich unter Albanern bin und jemand kommt zur Tür herein, stehe ich auf, um ihn zu begrüßen.
Bei Deutschen klopft man beim Hereingehen z.B. locker auf den Tisch, blickt in die Runde und sagt Hallo - da muß keiner aufstehen.
Und ich gebe jedem die Hand, wenn er rein kommt. Das ist für mich höfflich. Kleine Ausnahmen gibt es, aber albanisch oder nicht, ich begrüsse und verabschiede meinen Besuch immer stehend.
Es gibt kleine, feine Unterschiede und ich halte mich an gewisse Regeln, um meinem Mann keine "Schande" zu sein - denn dafür habe ich ihn zu sehr geliebt... Andersrum hat er auch umgeschaltet, wenn wir unter Deutschen waren, kein abfälliges Wort über unsere legere Begrüßung oder dass Frauen an Männergesprächen teilnehmen oder die Frauen mit den Männern Fußball gucken...
Ich kann Dir irgendwie nicht folgen...mein Mann benimmt sich immer gleich und ich auch. Klar ist es ein Unterschied, ob wir unter Freunden oder gleichaltrigen Verwanten oder den Älteren sind...aber da wird dann nicht nach Nationalität unterschieden. Weder war er mir jemals eine Schande, noch ich ihm. Wir mögen uns wie wir sind, hätte das nicht gepasst, wären wir nicht zusammen.
Viele Menschen sind gut erzogen, um nicht mit vollem Mund zu sprechen, aber sie haben keine Bedenken, es mit leerem Kopf zu tun.

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Shonya
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So, 12. Dez 2010, 11:52

liberte hat geschrieben:
also ich mach das auch so, wobei es ja seltenst vorkommt, daß sich ein albaner zu uns verirrt (leider!) - der wird anders behandelt als wenn jetzt freunde von mir kommen. die fühlen sich hier aber auch schon heimisch...von daher...
Und genau da ist der Unterschied. Wenn mein Schwager oder ein Cousin oder Neffe vorbei schauen, dann ist es eh lockerer, weil sie eben oft hier sind. Kommt jemand ganz neu, behandel ich ihn auch etwas anders. Das geht mir aber bei z.B. neuen Freuden von mir genauso. Meine beste Freundin latscht hier rein und weiss in welcher Schublade was ist, wenn ich grad am werkeln bin, geht sie auch mal selbst an den Kühlschrank...das ist bei neuen Leuten eben nicht so.
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Lilli
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So, 12. Dez 2010, 12:02

hm also ich denk auch eher, das sind gepflogenheiten, die bei jeder familie ein bißchen anders sind. ich glaub eher nicht, daß das mit albanisch-deutschen unterschieden zusammen hängt. wäre ich öfters zu besuch bei albanern würde ich dort sicher auch helfen. bzw. das tu ich auch jetzt schon, wenn es engere freunde sind stell ich natürlich auch dort meine kaffetasse selbst in die küche bevor ich gehe, warum auch nicht. ich glaub das ist eher so wie shonya beschreibt, freunde und verwandten, die sich bei mir auskennen, bedienen sich schon mal selbst, aber "richtige" gäste natürlich nicht, v.a. wenn sie "neu" sind.

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Dalbana
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So, 12. Dez 2010, 14:22

ajshe hat geschrieben:Genau :lol: Wenn ich weiß, ich bekomme Besuch, schrubbe ich das ganze Haus & kaufe Berge ein :lol:

Richtig, das ist auch noch ein Unterschied - ICH bediene meine Gäste und bei uns gilt es als unhöflich, den Gast mit in die Küchenarbeit miteinzubeziehen. Bei engen Familienmitgliedern ist es was anderes, aber es wäre ein Unding, die Frauen von den Bekannten meines Mannes zu bitten den Tisch abzuräumen oder beim Spülen zu helfen :shock: Das geht bei uns Deutschen einfach nicht. Wie gesagt, "der Gast ist König" - und ein König spült nicht! :wink:
so sehe ich das auch.

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saloni
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Re: Wie soll ich es ihm sagen?

Di, 31. Jan 2012, 11:00

:? ui...ui....ui... :? was ich da mal für ne verkorkste Meinung hatte :lol:
Da hat sich in meiner denke aber einiges getan.

Ich unterscheide heute klar und deutlich, zwischen geladenen Gästen, die man für ein paar Tage zu sich, persönlich eingeladen hat und jene, die einfach bei einem auf unbestimmte Zeit wohnen.

Hab ich mir selbst eingebrockt :( Bei Saloni, wars doch als Besuch so kuschelig, betüdelig ..... und nun hab ich Parasiten an den Beinene :mrgreen: :roll:

Für sogenannte Mitbewohner gibt es das auf Knien bedienen nicht.
Wo kämen wir den hin, jeder räumt sein Geschirr selber weg, aber der Untermieter lässt sich von hinten bis vorne bedienen? Ohne mich :mrgreen: Bin da auch echt konsequent geworden.

*stolzbinaufmich*

dessen Zimmer rühr ich nicht an, ich betrete es NUR IM NOTFALL. Falls es brennt z.b.
Sein Geschirr räum ich dem nicht hinter her weg. Mit Ü20ig, sollte man soviel Gribs haben, sowas auch mal selbst in die Küche zu stellen, wenn man eh mit leeren Händen da hin watschetlt.
Seine Schmutzwäsche, muss er schon selbst bringen zum waschen, sonst bleibt sie dort in seinem Zimmer liegen, wo er sie hat hingeschmissen. Sein Haargel trocknet haltaus, weil er den Deckel nicht drauf macht, sowie mit der Zahnpaste.

Meine Kosmetiktasche habe ich versteckt, da ich keine Selbstbedienung an meinen Sachen toleriere.

ICh koche, auf was ich bock hab.

Kafee gibt es bei uns nur am Esstisch, so wie gegessen wird nur am Tisch!!!!!


ICh räume denen ihre Dinge nicht mehr hinter her, so kann es halt vorkommen, wenn sie etwas liegen lassen, dass es nicht mehr heile ist.
KEine Sorge, wir sagen es allen, wie es hier läuft, die die sich einnisten wollen, müssen hier das tun, was auch ein WGBewohner tun muss.

Ich bin nicht deer Mamaersatz für die!

Es ist aber köstlich, wie sie wehement es erwarten von mir, dass ich denen wohl noch den Popo abwasche. pha. Nicht mit mir.
stolz bin, auf meine Schwiegereltern :)

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liberté
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Re: Wie soll ich es ihm sagen?

Di, 31. Jan 2012, 21:01

wieviele leute wohnen denn bei euch und für wie lange saloni?
Paulo Coelho ‎"Love can consign us to hell or to paradise, but it always takes us somewhere"

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saloni
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Re: Wie soll ich es ihm sagen?

Di, 31. Jan 2012, 23:21

1-2 zusätzlich bis zu 6 Monaten ne Woche P. und schon der/die nächste für unbestimmte Zeit. Seit 1.Jahr gehts hier Check in out, wie im Hotel. Daher, wer hier wohnen will, macht den Mist selber weg.
stolz bin, auf meine Schwiegereltern :)

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liberté
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Re: Wie soll ich es ihm sagen?

Mi, 01. Feb 2012, 22:41

oh puh, saloni, das ist hart. zumindest wäre es das für mich. ich habe zwar sehr lange in einer wg mit wechselnden mitbewohnern gewohnt, aber auch davon hatte ich eines tages die nase voll. heute, mit kindern, wäre es für mich unvorstellbar! hut ab!
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saloni
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Re: Wie soll ich es ihm sagen?

Do, 02. Feb 2012, 1:21

Danke.

JA. Es ist anders, iergendwie ohne Privatsphäre :? fühl mich nicht mehr so zu Hause.

Ist wohl son Prozess, den man durch macht und eines Tages aufsteht und ehrlich zu sich ist. Das das so nicht auf dauer gehen kann und ich nicht allnen eine Mutter sein kann.
Ich bete schon fast, dass Ruhe einkehrt. Ja, dass Familienleben leidet darunter :|

Also nen Besuch einladen, immer gerne.
Aber Mitbewohner, nehme ich keine mehr auf und hoffe mein Mann, kann lernen nein zu sagen. Andere könnens auch :wink: ich weiss er ist Albaner und so, aber trotzdem mal ein Nein ist nicht tödlich, andere erfinden Gründe/Lügen.

lg
stolz bin, auf meine Schwiegereltern :)

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