GjergjD
Moderator
Moderator
Beiträge: 6063
Registriert: So, 07. Jun 2009, 13:25

Besondere Restaurants in Albanien

Fr, 06. Mär 2015, 22:08

Winter in Vermosh, aus Serie Shqipëria Ime, im Gästehaus von Familie Prele Vuktilaj (ab 2:40) werden leckere traditionelle Speisen serviert

http://youtu.be/ZmDGuYZuVSI

GjergjD
Moderator
Moderator
Beiträge: 6063
Registriert: So, 07. Jun 2009, 13:25

Leckere Meeresfrüchte in Albanien

Mi, 25. Mär 2015, 21:30

Freunde von Fisch und Meeresfrüchten kommen an der Küste in Albanien und in Tirana voll auf ihre Kosten...
In der folgenden schönen Reportage wird gezeigt, wo die Venusmuscheln (Veneridae; italienisch: Vongole; albanisch Varaçja) in Albanien herkommen (Lagune von Karavasta) und wie sie verarbeitet werden und auf dem Teller landen. :chef: Ju befte mire
https://youtu.be/vak9Jj2TQJM

volkergrundmann
Senior Member
Senior Member
Beiträge: 1907
Registriert: Sa, 20. Dez 2008, 21:33

Re: Empfehlenswerte Reisevideos

Do, 26. Mär 2015, 11:22

Hat jemand Ahnung, wie das gezeigte Restaurant heißt und wo es sich befindet?

GjergjD
Moderator
Moderator
Beiträge: 6063
Registriert: So, 07. Jun 2009, 13:25

"Te Ruvi"

Do, 26. Mär 2015, 20:22

Gesucht und gefunden :-) Das Restaurant mit der verlockenden Meeres-Küche trägt den Namen "Te Ruvi" und liegt im Nationalpark von Divjaka, Reservierungen unter +355 69 229 8944
Scheint eine wirklich gute Adresse zu sein, denn sogar der neue amerikanische Botschafter hat dort seinen "Antrittsbesuch" gemacht. Hab ich mir auch vorgemerkt :chef:
Restorant Te Ruvi Parku.jpg

volkergrundmann
Senior Member
Senior Member
Beiträge: 1907
Registriert: Sa, 20. Dez 2008, 21:33

Re: "Te Ruvi"

Do, 26. Mär 2015, 21:16

GjergjD hat geschrieben:Gesucht und gefunden :-) Das Restaurant mit der verlockenden Meeres-Küche trägt den Namen "Te Ruvi" und liegt im Nationalpark von Divjaka, Reservierungen unter +355 69 229 8944
Scheint eine wirklich gute Adresse zu sein, denn sogar der neue amerikanische Botschafter hat dort seinen "Antrittsbesuch" gemacht. Hab ich mir auch vorgemerkt :chef:
Restorant Te Ruvi Parku.jpg
Exzellent, wie immer, die Info. Ansonsten: Schlecht, schlecht, schlecht. Wo Diplomaten oder Expats erkennbar gehäuft auftreten, versauen sie die Preise, gelegentlich sogar die Qualität. Das beste Beispiel hast du schon mit der "Diella" an der Laguna Vain geliefert. Die ist gegen 2008 zum Diplomaten-Geheim-Treffpunkt mutiert, die Folgen waren katastrofal. Ich bin dort bald lieber zur "Laguna Blu", ein paar hundert Meter weiter, gegangen, oder, noch besser, vorn beim "Sebastiano" geblieben.
Na, vorbeischauen werde ich dort auf alle Fälle, scheint etwa in der Höhe von Camping "Piccolo Paradiso" zu liegen.

GjergjD
Moderator
Moderator
Beiträge: 6063
Registriert: So, 07. Jun 2009, 13:25

Fishta und Lokal "Mrizi e Zanave"

Do, 14. Mai 2015, 15:06

Eine Reise in die Zadrima nach Fishta ins bekannte Slow Food Lokal mit eigener biologischen Landwirtschaft "Mrizi e Zanave".
Wer dort an Wochenenden einkehren möchte, benötigt eine Reservierung.
https://youtu.be/tCgfbtTnOhQ

http://www.mrizizanave.com/mrizi/
Kontakt: info @ mrizizanave.com Mobil: +355 69 2108032

Koordinate: 41.899200, 19.673024

GjergjD
Moderator
Moderator
Beiträge: 6063
Registriert: So, 07. Jun 2009, 13:25

Te Ruvi und Diella zwei Speiselokale an der Küste

So, 21. Jun 2015, 21:17

volkergrundmann hat geschrieben:
GjergjD hat geschrieben:Gesucht und gefunden :-) Das Restaurant mit der verlockenden Meeres-Küche trägt den Namen "Te Ruvi" und liegt im Nationalpark von Divjaka, Reservierungen unter +355 69 229 8944
Scheint eine wirklich gute Adresse zu sein, denn sogar der neue amerikanische Botschafter hat dort seinen "Antrittsbesuch" gemacht. Hab ich mir auch vorgemerkt :chef:
Restorant Te Ruvi Parku.jpg
Exzellent, wie immer, die Info. Ansonsten: Schlecht, schlecht, schlecht. Wo Diplomaten oder Expats erkennbar gehäuft auftreten, versauen sie die Preise, gelegentlich sogar die Qualität. Das beste Beispiel hast du schon mit der "Diella" an der Laguna Vain geliefert. Die ist gegen 2008 zum Diplomaten-Geheim-Treffpunkt mutiert, die Folgen waren katastrofal. Ich bin dort bald lieber zur "Laguna Blu", ein paar hundert Meter weiter, gegangen, oder, noch besser, vorn beim "Sebastiano" geblieben.
Na, vorbeischauen werde ich dort auf alle Fälle, scheint etwa in der Höhe von Camping "Piccolo Paradiso" zu liegen.
So Volker, nach dir war ich nun auch bei "Te Ruvi" und fand dieses idyllische Fleckchen mit für Divjaka überdurchschnittlich gepflegter Parkanlage auf der Koordinate 40.977637, 19.480744. Das Lokal hat zwar viele Angestellte, aber keine Speisekarte? Ich fand die Küche ebenfalls öllastig. Bedenklich ist es, falls dieses und andere Lokale sich weiter im Nationalpark-Forst ausbreiten. Im Gegensatz zu anderen Gastronomie-Objekten vor Ort wird erst gegen Mittag angereist und geöffnet.

Weil wir weiter oben schon über das "Diella" bei Lezha gesprochen hatten, neuerdings gibt es auch einen schönen Film über dieses "Nobellokal" an der Lagune von Vaini
https://youtu.be/rKh4abj43gE

volkergrundmann
Senior Member
Senior Member
Beiträge: 1907
Registriert: Sa, 20. Dez 2008, 21:33

Re: Fishta und Lokal "Mrizi e Zanave"

Mo, 29. Jun 2015, 15:36

GjergjD hat geschrieben:Eine Reise in die Zadrima nach Fishta ins bekannte Slow Food Lokal mit eigener biologischen Landwirtschaft "Mrizi e Zanave".
Wer dort an Wochenenden einkehren möchte, benötigt eine Reservierung.
https://youtu.be/tCgfbtTnOhQ

http://www.mrizizanave.com/mrizi/
Kontakt: info @ mrizizanave.com Mobil: +355 69 2108032

Koordinate: 41.899200, 19.673024
Während Gjergj wohl fleißig die Überreste alter Festungen in der Mirdita studiert, hat sich der Volker heimlich in die Büsche geschlagen - und es sich lieber in dieser Restauration gut gehen lassen:

Das Restaurant ist, wie beschrieben, Teil eines größeren ökologischen Vermarktungsprojekts für besondere landwirtschaftliche Produkte. Schon der Zugang ist wie eine Art Schaugarten gestaltet, den man durchstreifen kann.

Das Interieur des Gebäudes zeichnet sich durch originell-ideenreiche, aber zugleich gediegene Gestaltung aus. Man serviert umgehend den Aperitif des Hauses, eine blumig-fruchtige Säftekreation mit wohl leichtem Alkoholgehalt. Wasser kommt aus der eigenen Quelle hinter dem Haus. Man bietet vorzügliches, selbst gebrautes Bier, zum besten gehörig, was ich davon bislang in Albanien bekommen habe (mein Favorit war ja bislang Puka-Bier). Der Rotwein ebenfalls ungewöhnlich gut, vielleicht eine Spur zu warm.

Besonders spezialisiert scheint man auf Abfolgen vieler kleinerer Teilgerichte zu sein. Als Neukunde und Ausländer wird einem hilfreich ein spezielles Angebot des Hauses empfohlen: Eine Abfolge erlesener Köstlichkeiten, beginnend mit mehreren speziellen Brotsorten des Hauses, gepaart mit mehreren Sorten kunstvoll geformter und garnierter Weichkäsestücke, begleitet durch Aufstriche bzw. kalte Soßen zum Auswählen, teils blumig, teils nach Kräutern schmeckend, aus Feigensaft, teils mild, teils scharf. Zusätzlich eine große Auswahl von Trockenkräutern. Insgesamt eine Symfonie des Unvergleichlichen, ein Schwelgen der Sinne in Genüssen.
Dann verschiedene Pasteten, u.a. auch mit Karkaleca gefüllt. Die Kräuterbeilagen waren mir zum Teil unbekannt, z.B. gab es große weiße Blüten von intensivem Wohlgeruch und –geschmack. Zwischendurch rollte die gewaltige Keule eines angeschnittenen Schinkens heran, dünnste Scheiben werden am Tisch kunstvoll abgesäbelt. Das alles wird gereicht auf Tongeschirr bzw. Gläsern und Flaschen des Hauses, alle von besonderen Formen, offenbar speziell in Auftrag gegeben.

Als Höhepunkt dann Mish Keci, zart gegart in einer Art französischer Soße, mit Kos veredelt, Kartoffelbeilage in drei Variationen, darunter einer gefüllten Kartoffel – womit? Ich kann es nicht sagen, aber es war unwahrscheinlich lecker. Ein Fest der Sinne und das Gaumens, das ich wohl sehr lange in Erinnerung behalten werde.
Mir wurde die Abfolge wohl gut anderthalb Stunden aufgetafelt, ich fiel von einem Hochgenuss in den anderen und kam mir vor, als speiste ich wie ein Sultan, umso mehr, da auch die Bedienung fast vollendet umsichtig war. Eine Kellnerin schaukelte z.B. sofort den Kinderwagen von Gästen im Vorraum, damit die Eltern sich ungestört dem Essen widmen konnten.

Zum Nachtisch dann ein weiteres Feuerwerk: Kostproben besonders verarbeiteter exotischer Früchte, begleitet von selbst gemachtem Thymian-Eis, zu tauchen in einen Sirup aus ungewöhnlichen kleinen Beeren, kleinen, länglichen, grau-weißen Brombeeren ähnelnd, dazu ein letzter, exotischer Saft gereicht in einer ausgehöhlten roten Rübe.

Alles in allem: Ein Superlativ der balkanischen Gastronomie mit albanischen Preisen.
Wie bereits angemerkt: Das Restaurant ist hip. Plätze zu kriegen, am Wochenende offensichtlich sehr schwer möglich. Ein Tipp jedoch: Das Restaurant hat eine Schließzeit am Nachmittag. Unmittelbar nach der Wiederöffnung gegen 18.00 Uhr kann man es schaffen, ich war auch um diese Zeit da. Aber gegen 19.00 waren wohl alle Plätze vergeben.

GjergjD
Moderator
Moderator
Beiträge: 6063
Registriert: So, 07. Jun 2009, 13:25

Rick Stein in Albanien

So, 23. Aug 2015, 12:22

BBC begleitet den britischen Starkoch Rick Stein auf der Reise von Venedig nach Istanbul. Was und wo er in Albanien gegessen hat, kann man hier ansehen:
https://youtu.be/vEbjcL40Yg0?t=15m47s
Los geht's im Mrizi i Zanave in Fishta und es folgt das Te Diella bei Lezha (beide Lokale sind hier im Forum schon ausführlicher vorgestellt worden) und weiter geht's nach Südalbanien

In einem kurzen Special kommen die Muschelfischer in Albanien vor, wie an anderer Stelle beschrieben sind die Bestände in der Lagune von Butrint durch die hohen Wassertemperaturen extrem gefährdet https://youtu.be/FIaPifeRtJc

GjergjD
Moderator
Moderator
Beiträge: 6063
Registriert: So, 07. Jun 2009, 13:25

Kupola Permet

Di, 09. Feb 2016, 21:38

Habe mal die themenspezifischen Beiträge hier neu zusammengeführt. Es würde sich bestimmt lohnen, immer mal wieder eine interessante Adresse zu besprechen.
In Permet gibt es ein Bar-Restaurant, das aufgrund seiner speziellen Architektur und Geschichte einen Besuch wert sein könnte. Es geht um die sogenannte "Kupola". Das Gebäude wurde in einem ganz besonderen Kuppelstil mit künstlerischer Ausgestaltung zum Ende des kommunistischen Albanien gebaut und avancierte damals zur Attraktion und zum Wahrzeichen der Stadt.
Staatschef Ramiz Alia hat das markante Restaurant 1989 eingeweiht, fortan zählte es zu den besten im Lande (viel Auswahl hatte man ja nicht) :wink: Vor kurzem hat es wieder den Besitzer gewechselt.
https://www.facebook.com/anesti.jance/p ... 4487809150
http://www.panoramio.com/photo/9257263
Koordinate: 40.235394,20.354091 (auf Google Maps)

volkergrundmann
Senior Member
Senior Member
Beiträge: 1907
Registriert: Sa, 20. Dez 2008, 21:33

Re: Besondere Restaurants in Albanien

Di, 09. Feb 2016, 22:38

Sehr zweckmäßig, diese Themenfokussierung. Hier sollte eigentlich jeder "Senior member" in der Pflicht stehen, seine Lieblingsplätze preiszugeben. Aber hat diese Kupola außer Interieur auch was Ordentliches zu essen zu bieten? Der häufige Besitzerwechsel macht ja diesbezüglich misstrauisch und mir wurde das Restaurant in Permet bislang noch nie empfohlen, auch von der Touristen-Info nicht. Ich wurde hier stereotyp immer auf das „Edjon“ und das „Antigonea“ verwiesen.

volkergrundmann
Senior Member
Senior Member
Beiträge: 1907
Registriert: Sa, 20. Dez 2008, 21:33

Re: Besondere Restaurants: Qark Shkodra, Stadt Shkodra

Do, 11. Feb 2016, 0:03

He, Leute, habe vorhin das Manuskript für die 2. Auflage meines WOMO-Führers durchs Netz gejagt. Jetzt bin ich total ausgelaugt und habe höchstens noch Lust, ein bisschen im Forum zu labern. Ich finde, wir sollten Gjergjs Idee noch ein bisschen ausbauen: Die Restaurant sollten nach Präfekturen geordnet werden und dann noch nach weiteren Unterpunkten. Zum Beispiel nach Stadtrestaurants und Ausflugsrestaurants. Eventuell noch nach Fernstraßenrestaurants. Was käme da raus, wenn wir uns anstrengen? Der erste Internet-Michelin für albanische Gastronomie. Habe hier zwar schon einige diesbezügliche Beiträge geleistet, aber wenn ein paar mehr mitmachen, verpflichte ich mich, mindestens alle zwei Monate ein Restaurant zu besprechen.

Welche Kriterien sollten wir anlegen?
Ich schlage als erstes vor, das Alleinstellungsmerkmal. Also, ganz spontan überlegen, was war das Besondere an dem Restaurant? Aus welchem Grunde habe ich gesagt „wauhh“, das muss ich weiter empfehlen. Als nächstes natürlich eine Charakterisierung des Angebots. Dann, das, woran wir uns noch erinnern, denn kaum einer von uns wird Aufzeichnungen gemacht haben. Also: Lage, Ausstattung-Interieur, Preise, Publikum, Öffnungszeiten usw. Ungefährer Zeitpunkt des Besuchs sollte vermerkt werden.
Wie gesagt, ich habe heute nur noch Kraft, zu labern, deshalb fange ich mal mit einem Beispiel an. Damit es vielleicht systematisch wird, oben im Norden:

Präfektur: Shkodra
Ort/Lage: Stadt Shkodra, Rr. Kole Idromeno, hinterer Teil, Südseite, 30 m vor der Einmündung der Rr.Gjuhadol. Im Obergeschoss. gps 42° 4'8.35"N, 19°31'0.15"E.
Name: „Fontana“

Art: Innenstadtrestaurant der gehobeneren Klasse, diskretes Understatement-Restaurant, nur durch eher unscheinbares Schild am Haus beworben, bin eigentlich nur per Zufall, aus Neugier, drauf gestoßen.
Besucht: Sommer 2014, mittags
Klientel: Unauffällige örtliche Geschäftseliten, vermutlich Anwälte und dergleichen mit ihren Partnern und Kunden.
Ausgestaltung/Interieur: Mischung aus Zeitgeist-Eleganz und Betonung gediegener Traditionslinie

Charakteristik/Besonderheiten des Angebots: Empfehlungsrestaurant, keine Speisekarte in Einzelheiten, nur die aktuelle Angebotsrichtung ist grob umrissen. Nach der Richtungsentscheidung spricht der Kellner eine Empfehlung für die Zusammenstellung mit Wahlmöglichkeiten aus, an dieser können die Kunden noch Sonderwünsche hinzufügen. Man diskutiert das Ganze also mit dem Kellner in einem längeren Prozess aus (ging auch in Englisch).

Essen: Weiß nur noch, dass ich Hunger hatte und vermutlich eine besondere, mir unbekannte Variation von Steak wählte, und an Beilagen so ziemlich alles, von dem ich glaubte, dass es dazu passt. Es kam auch vorzüglich angerichtet daher.
Preise: Den Preis erfährt man erst hinterher. Für albanische Verhältnisse natürlich etwas teurer, aber der Leistung entsprechend. Ich hatte etwas in der Region erwartet, als man mir die Rechnung brachte.

Bemerkungen: Ich habe das Restaurant als den Gegenentwurf zum „Chicago“ (am Eingang der Kole Idromeno) empfunden. Dort sitzt, wer Geld hat und vorzeigen muss, dass es viel ist. Hier sitzt, wem man unbesehen glaubt, dass er genug Geld hat. Die meisten Kunden waren besser angezogen. Das Restaurant ist etwas für Leute, die vielleicht im „Kaduku“ übernachten und sich abends noch was Besonderes gönnen wollen. Schlips und Anzug waren nicht erforderlich, aber man sollte nicht im durchschwitzten battle dress des Touristen hingehen.

Benutzeravatar
Lars
Site Admin
Site Admin
Beiträge: 6866
Registriert: So, 29. Dez 2002, 5:07

Pizeri Edart, Durrës PLazh

Do, 11. Feb 2016, 3:03

Präfektur: Durrës
Ort/Lage: Durrës Plazh, direkt am Strand (rruga Pavaresia), ca. 750 südöstlich vom Autobahnende, Nähe "Pista Kosovoa". 41.312800,19.478032 (auf Google Maps).
Name: „Edart“ – Restaurant hat Räumlichkeiten in zwei Gebäuden – das näher bei Durrës ist wohl eher fürs Strandpublikum, das gute Restaurant ist gleich daneben – gibt auch ein Hotel

Art: Überraschend gehobenes Fischrestaurant, kein grosses Schild oder so – scheint, man will Geheimtipp bleiben – haben auch keine Visitenkarten (verteilen wollen).
Wir wollten eigentlich nur etwas Kleines essen und wurden angezogen von einem billigen Pizza-Schild und etwas Grün, wo man gemütlich noch an der Sonne sitzen konnte (wobei um diese Jahreszeit ja vieles geschlossen ist dort).
Besucht: Oktober 2015, nachmittags
Klientel: Touristen, Geschäftsleute und reiche Städter, die gemütlich am Meer essen wollen.
Ausgestaltung/Interieur: Interieur relativ schwer, passt nicht so wirklich an den Strand. Gemütliche Terrasse leicht zurückversetzt.

Charakteristik/Besonderheiten des Angebots: Fischrestaurant und Edel-Pizzeria mit Stofftischtuch und Stoffserviette

Essen: Alle Extravaganzen an Fisch und Meeresfrüchte wird aufgetragen. Fisch haben wir nicht getestet (sah aber eindrücklich aus am Nebentisch), aber auch sonst sehr fein und grosszügige Portionen.

Bemerkungen: Preislich vielleicht überdurchschnittlich, aber das feines Pizzabrot, das gebracht wurde, fand sich auch auf der Rechnung … Guter Service.
---

Bild Folge albanien.ch auf Facebook: facebook.com/albaniench
Folge albanien.ch auf Instagram: instagram.com/alb_info

volkergrundmann
Senior Member
Senior Member
Beiträge: 1907
Registriert: Sa, 20. Dez 2008, 21:33

Re: Besondere Restaurants in Albanien

Do, 11. Feb 2016, 14:32

Aha, die typische Gewohnheit der Expats in Tirana: Am Wochenende der Ödnis der Stadt entfliehen und an den Strand von Durres zum Essen fahren - zusammen mit jeder Menge von Tiranaern. Daddy gab dann, damit man beim Essen Ruhe hatte, dem Sohn den Schlüssel für den Mercedes und der durfte auf dem Sandstrand immer auf und ab fahren.
Zu meiner Zeit gab es ungefähr fünf solche Restaurants, die unter den Expats berühmt für ihre gehobene Küche waren. Im Sommer durfte man sie aber nicht aufsuchen, da waren sie genau so eine Katastrofe, wie alle anderen. Für den Sommer gab's bessere im Hinterland. Komme darauf zurück.

GjergjD
Moderator
Moderator
Beiträge: 6063
Registriert: So, 07. Jun 2009, 13:25

Ländlicher Aussichtsbalkon auf die Alpen zw. Kukes und Kruma

Mo, 20. Jun 2016, 11:18

An der supermodernen Asphaltstraße von Kukes nach Kruma liegt neun km vor Kruma ein herrlicher Aussichtspunkt, das neue Lokal „Trojet“, in einem im letzten Jahr gebauten Holzhaus. Habe dort gut gefrühstückt mit Käse, Joghurt und Bauernbrot. Bestimmt werden die Hühnchen, die dort frei um das Lokal herumlaufen, auch sehr lecker zubereitet :chef: Kleine Speisekarte.

Lars, du bist doch Experte für die Panoramenbestimmung. Hier würde es sich extrem lohnen, das 240° Panorama mit den Namen der Berge zu bestimmen, man hat einen idealen und sehr eindrucksvollen Blick auf die Alpen. Ein Panorama könnte die Aussicht noch unterstützen.
Lokal Trojet.jpg
Bar Restorant "TROJET" in Sefolli (Kukes), Kontakt +355 69 233 8140, Rruga Kukes-Kurume km 22, Koordinate 42.150130,20.379542 (auf Google Maps), großer Parkplatz auch für Womo geeignet
https://www.facebook.com/Bar-Restorant- ... 7385254751

volkergrundmann
Senior Member
Senior Member
Beiträge: 1907
Registriert: Sa, 20. Dez 2008, 21:33

Re: Besondere Restaurants in Albanien

Mo, 20. Jun 2016, 22:20

Aus den von dir oft zitierten Monumenten- Listen habe ich noch den "Vranisht: tower of Dem Zenuni" als Hypothek in meinem Rechercheplan. Hast du da zufällig vorbeigeschaut?

GjergjD
Moderator
Moderator
Beiträge: 6063
Registriert: So, 07. Jun 2009, 13:25

Vranisht (Has)

Mo, 20. Jun 2016, 22:47

volkergrundmann hat geschrieben:Aus den von dir oft zitierten Monumenten- Listen habe ich noch den "Vranisht: tower of Dem Zenuni" als Hypothek in meinem Rechercheplan. Hast du da zufällig vorbeigeschaut?
Habe deine Kulla auf auf meiner aktuellsten Liste nicht gefunden, jedoch "Banesa e Man (Dhe Hate) Ferizollit" von 1860. Diese Kulla soll sich in besonders gutem Zustand befinden. Während auf der ersten Etage die Küche und die Schafzimmer liegen, findet man in der zweiten Etage charakteristische Empfangsräume mit großen Holzfenstern. Ich war leider nicht dort. Liegt offenbar bei 42.181136,20.390191 (auf Google Maps) nicht weit von der Straße.


TiranaAlb
Senior Member
Senior Member
Beiträge: 2766
Registriert: Di, 31. Mär 2009, 17:56

Re: Besondere Restaurants in Albanien

Mo, 20. Jun 2016, 23:06

Ich liebe es in Albanien zu essen. Außer Griechenland kann in den Nachbarländer nirgends so gut essen. Montenegro kenne ich jetzt nicht nehme ich aber an dass es wie in den restlichen Ex-Yu-Ländern ist. Enttäuschung pur. Fing beim Döner an und es gab nur Cevap.

Die Küche ist mediterran und bietet Essen für jedermann. Vor allem die Küstenregionen sind mit Italien und Griechenland zu vergleichen.

Seimrich
Member
Beiträge: 63
Registriert: Do, 21. Jan 2016, 11:23

Re: Besondere Restaurants in Albanien

Di, 21. Jun 2016, 8:59

Moin,
überraschend gut haben wir in Korce in der "Taverna Vasili" gegessen - ein Tipp des Patrons des "Bujtina Leon". Der Einfachheit halber kopiere ich hier die Beschreibung aus meinem Reisebericht ein:

------
Die Wegbeschreibung passt, das „Vasili“ ist schnell gefunden. Auf der überdachten Veranda ist es uns zu frisch, innen ist es nett, aber der Kellner hat noch was Besseres. Über eine Außentreppe führt er uns ins Souterrain, wo ein weiterer Gastraum einrichtet ist – authentisch alt, mit Kaminfeuer … Vom sehr gewandten Kellner lassen wir uns die Karte erläutern, zudem die besonderen Empfehlungen. Zu Letzteren zählt eine hiesige Spezialität, eine Suppe auf Hühnerboullionbasis mit Ei und Zitrone. Zweimal bitte! Auch das Hauptgericht ist etwas Besonderes: Schwein mit zarter Schwarte, in Bierdunst im Backofen geschmort! Nach dem obligatorischen Durstlöscher-Bier (ein „Korca“, hier gebraut – und sowohl als Pils als auch als Korca e zezze, also dunkel, sehr lecker) frage ich nach Wein. Die Weinkarte ist länger als alles, was mir diesbezüglich in Deutschland je untergekommen ist. Ich entscheide mich für einen Roten im Preissegment bis 15 Euro, der aber leider nicht am Lager ist. Um die Sache zu verkürzen, bittet mich der Kellner, mitzukommen. Er schließt den Weinkeller auf, was mich den Vorschlag machen lässt, die Tür doch von innen wieder zu verschließen … Nach etwas Orientierung greife ich zielsicher nach einer Flasche, die sich dann prompt als teuerstes Gesöff der Karte herausstellt. Nein, 70 Euro ist nur in Ausnahmefällen gerechtfertigt, der Merlot der albanischen Kellerei Cobo für 15 Euro erweist sich dann auch als gute Wahl. Das Essen hier gehört für mich zu den Top 5 in allen unseren Urlauben.
Nachdem ich nun schon öfter an den Rakis geschnüffelt habe, frage ich mich, was die hier kredenzen. Wie nicht anders zu erwarten, ist auch der Digestif eine Spezialität: Mani Raki. Der Kellner versucht, mir zu beschreiben, woraus er gemacht wird, ich verstehe aber nur, dass eine besondere Beere die Grundlage ist und dieser Raki nur in einem Dorf in der Nähe gebrannt wird. Und, dass er 70% hat. 70 Umdrehungen und eine leicht bläuliche Farbe - gemahnt irgendwie an Brennpaste fürs Fondue. Rendel fällt beim Nippen fast das Glas aus der Hand, ich finde ihn lecker, aber nicht so, dass ich noch einen zweiten haben müsste. (Spätere Recherchen ergaben, dass dieser Raki aus Maulbeeren gemacht wird.)
In manchem Restaurant zuckt man ja angesichts der Rechnung zusammen – so auch hier. Aber nicht, weil sie einen um Haus und Hof brächte: Für all die oben beschriebene Pracht sollen wir umgerechnet Euro 28,- löhnen. Das lasse ich im Zweifel schon für zwei in unserer besseren Hamburgerbraterei. Gesättigt und mit uns und dem Tag zufrieden rollen wir zu unserem Quartier – schon jetzt in Vorfreude auf die morgige Wiederholung.
--------
Detlev

Zurück zu „Albanien: Reisen“