jeki
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KOSOVO=KUWAIT?

Fr, 21. Dez 2007, 8:55

Hab grad das gelesen, zwar wusste ich zuvor dass der Kosovo reich an Mineralien und Erze ist, aber nicht im solchen Masse.

Zweitens will sie 35 Prozent der Weltvorräte an Chrom, sowie die reichhaltigen Vorkommen an Wolfram, Nickel und Blei im Nordkosovo (1) in die Finger bekommen. Chrom, Wolfram und Ferrochrom haben zentrale Bedeutung für die internationale Rüstungsindustrie. Und wer das Land besitzt, der besitzt auch die Rohstoffe, so lauten die Regeln des Imperialismus

http://radio-utopie.de/archiv/intern...?themenID=1375

Zusätzlich wären ja noch die Braunkohlereserven, die 3grössten Weltweit.

Bringen diese Bodenschätze überhaupt was dem normalen Bürger Kosovos? Oder profitiert nur die EU und USA.!?

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Magnet
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Re: KOSOVO=KUWAIT?

Fr, 21. Dez 2007, 18:34

Her mit der Kohle

von Claus Hecking (Mitrovica)

Das Kosovo steht kurz vor der Unabhängigkeit. Mit der Aussicht auf politische Freiheit wächst bei den Bürgern auch die Hoffnung auf wirtschaftlichen Wohlstand. Denn die kleine Balkanprovinz sitzt auf gigantischen Rohstoffvorkommen.
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Doch eine letzte Hoffnung haben die Kosovaren noch: ihre Bodenschätze. Die Natur hat die kleine Balkanprovinz mit Rohstoffen gesegnet. Unter ihren zahllosen Hügeln und Bergen lagern Bunt- und Edelmetalle wie Zink, Blei, Nickel, Silber oder Gold - und dazu Braunkohle in rauen Mengen. 11,5 Milliarden Tonnen des fossilen Energieträgers haben die Geologen unter dem Staatsgebiet von der halben Fläche Hessens entdeckt; das Kosovo verfügt über die drittgrößten Reserven Europas. Und damit nicht genug: Die kosovarische Braunkohle kann mit relativ geringem Aufwand abgebaut werden; sie liegt meist nur wenige Meter unter der Erde. "Unsere Geologen lieben dieses Gebiet", sagt John Jowett, Kosovo-Geschäftsführer des deutschen Energiekonzerns RWE.

Energiekonzerne buhlen um Kosovo-Standort

Der Stromriese bezeichnet das Kosovo als "eine der interessantesten Investitionsmöglichkeiten von Europa". Und mit dieser Einschätzung sind die Deutschen nicht allein. Gleich vier Interessenten wollen sich um den Bau eines neuen, hochmodernen Braunkohlekraftwerks mitsamt Mine bewerben. 3,5 Mrd. Euro soll Kosova C kosten, es wäre das größte Industrieprojekt in der Geschichte des Kosovo. Neben RWE buhlen Konsortien um EnBW, den tschechischen Versorger CEZ und den italienischen Konzern Enel um den Zuschlag.

3-Seitigen Bericht ganz lesen...
Das Problem der albanischen Emigration ist nicht, dass viele Albaner ihre Heimat verlassen haben, dass Problem der albanischen Emigration ist, dass viele von ihnen ihre Heimat vergessen haben.

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Visarja
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Re: KOSOVO=KUWAIT?

Fr, 21. Dez 2007, 22:05

Magnet hat geschrieben:Her mit der Kohle

von Claus Hecking (Mitrovica)

Das Kosovo steht kurz vor der Unabhängigkeit. Mit der Aussicht auf politische Freiheit wächst bei den Bürgern auch die Hoffnung auf wirtschaftlichen Wohlstand. Denn die kleine Balkanprovinz sitzt auf gigantischen Rohstoffvorkommen.
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Doch eine letzte Hoffnung haben die Kosovaren noch: ihre Bodenschätze. Die Natur hat die kleine Balkanprovinz mit Rohstoffen gesegnet. Unter ihren zahllosen Hügeln und Bergen lagern Bunt- und Edelmetalle wie Zink, Blei, Nickel, Silber oder Gold - und dazu Braunkohle in rauen Mengen. 11,5 Milliarden Tonnen des fossilen Energieträgers haben die Geologen unter dem Staatsgebiet von der halben Fläche Hessens entdeckt; das Kosovo verfügt über die drittgrößten Reserven Europas. Und damit nicht genug: Die kosovarische Braunkohle kann mit relativ geringem Aufwand abgebaut werden; sie liegt meist nur wenige Meter unter der Erde. "Unsere Geologen lieben dieses Gebiet", sagt John Jowett, Kosovo-Geschäftsführer des deutschen Energiekonzerns RWE.

Energiekonzerne buhlen um Kosovo-Standort

Der Stromriese bezeichnet das Kosovo als "eine der interessantesten Investitionsmöglichkeiten von Europa". Und mit dieser Einschätzung sind die Deutschen nicht allein. Gleich vier Interessenten wollen sich um den Bau eines neuen, hochmodernen Braunkohlekraftwerks mitsamt Mine bewerben. 3,5 Mrd. Euro soll Kosova C kosten, es wäre das größte Industrieprojekt in der Geschichte des Kosovo. Neben RWE buhlen Konsortien um EnBW, den tschechischen Versorger CEZ und den italienischen Konzern Enel um den Zuschlag.

3-Seitigen Bericht ganz lesen...

Es ist allgemein bekannt, dass Kosova gigantische Rohstoffvorkommen besitzt. Das ist ja vor allem der Grund Serbiens an Kosova festzuhalten. Deshalb tut es Serbien auch im Herzen weh, wenn sie darüber denken, dass Kosova die Unabhängigkeit erklärt. Serbien ist auch nicht ganz leer ausgegangen, denn es heißt dass Belgrad überwiegend mit den ausgegrabenen Erdmineralen Kosovas aufgebaut worden ist.

Und ich habe auch jetzt die Befürchtung, dass die EU und Amerika nicht ohne eigenen Zweck, sich so um Kosova bemühen, denn auch sie wollen irgendwann ein Stück vom großen Kuchen abbekommen. In diesem Geschmack sind sie bereits gekommen, als "Ibrahim Rugova" bei gemeinsamen Treffen mit anderen Staatsmächten, kleine Kristalle verschenkt hat, um zu zeigen dass Kosova nicht bloß nur ein kleines Land mitten im Herzen Balkans ist, sondern dass Kosova ein gefundener Schatz für jeden Schatzjäger ist.

Sobald Kosova seine Unabhängigkeit bekommt werden sich zahlreiche Investoren darum reißen in Kosova zu investieren und Profite zu erzielen.
Është bërë bota si laraska krijon fytyra me dy maska një dje, tjetër sot, nesër duket si robot...

Die Augen sind das Fenster zur Seele. ;-)

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Lula
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Sa, 22. Dez 2007, 22:37

Jetzt komme ich nicht mehr mit. Seid doch froh, wenn es Investoren gibt. Schafft Arbeitsplätze. Kosovo hat es bis dato anscheinend nicht wirklich geschafft, die Bodenschätze zu fördern und vermarkten. Und dass niemand umsonst Anlagen dort hinstellt, ist ja wohl auch klar, oder!?

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Visarja
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So, 23. Dez 2007, 12:09

Lula hat geschrieben: Kosovo hat es bis dato anscheinend nicht wirklich geschafft, die Bodenschätze zu fördern und vermarkten
Warum Kosova bis dato, es nicht geschafft hat, die Bodenschätze zu fördern ist ganz simpel zu erklären, denn vor dem Krieg wurden sie von den Serben daran gehindert, da sie diese für sich selbst und für den Aufbau Serbiens beansprucht haben. Und später nach dem Krieg wurden sämtliche Zechen usw. geschlossen, bis eindeutig feststeht, ob Kosova die Unabhängigkeit bekommt oder ob sie weiterhin mit den Serben unter einem Dach lebt. Sodass all diese Bodenschätze bis heute noch nicht ausgegraben werden konnten.

tung klm :wink:
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jeki
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So, 23. Dez 2007, 14:57

Wer hatt was davon?

Werden die Bodenschätze zu einem gewissen % vom Staat eingezogen? oder werden die auch zu 100% privatisiert?

Giebt es irgendwelche Abkommen? Zbsp. dass die Produktion und bearbeitungsanlagen auch in Kosova gebaut werden?

Wie sieht überhaupt die zusammenarbeit mit der Uni aus? Soviel ich weis bestand während Jugo. ein geologisches Wissenschaftliches Institut welche extra für die Trepca ins leben gerufen wurde.?


Hatt da jemand nähere Informationen dazu?

Vienna
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Re: KOSOVO=KUWAIT?

So, 23. Dez 2007, 15:17

Visarja hat geschrieben: Es ist allgemein bekannt, dass Kosova gigantische Rohstoffvorkommen besitzt. Das ist ja vor allem der Grund Serbiens an Kosova festzuhalten. Deshalb tut es Serbien auch im Herzen weh, wenn sie darüber denken, dass Kosova die Unabhängigkeit erklärt. Serbien ist auch nicht ganz leer ausgegangen, denn es heißt dass Belgrad überwiegend mit den ausgegrabenen Erdmineralen Kosovas aufgebaut worden ist.
Sorry, aber wenn es etwas gibt was mich nervt, dann ist es ein "logischer Gedankengang" (KS hat Ressourcen, Serbien klammert an KS -> Serbien will sich lediglich die Ressourcen krallen) dass ganz selbstbewusst, und ohne einen Hauch von Zweifel, als Wissen verkauft wird.

Serbiens Ziel ist es, KS zu einem Autonomiegebiet Serbiens zu machen, auch in Belgrad hat sich inzw. herumgesprochen dass der KS niemals wieder eine Provinz im Staat Serbien sein wird. Als Autonomiegebiet operiert der KS praktisch als eigenständiger Staat in einem anderen Staat, somit werden Bereiche wie Finanzen, Steuern, Gesetzgebung, Infrastruktur, Rohstoffe, etc EIGENSTÄNDIG geregelt.

D.h. selbst wenn Serbien genau das zugesprochen bekommt was sie wollen, nämlich ein Autonomiegebiet KS im Staat Serbien, werden sie nichts von den Rohstoffen sehen, keinen Cent. De facto ist der KS aus rein ökonomicher Sicht ein klares Verlustgeschäft für Serbien. Die Gründe werden also woanders zu suchen sein, sicherlich nicht aber im wirtschaftlichen Bereich...

http://www.wiiw.ac.at/pdf/RR342.pdf

Man sollte sich wirklich sicher sein (sprich eine glaubwürdige Quelle haben [und NEIN, die eigenen Gedankengänge sind KEINE glaubwürde Quelle]) bevor man etwas als Tatsache präsentiert...
"Im Leben kommt es nicht darauf an gute Karten zu haben, es kommt darauf an mit schlechten Karten gut zu spielen"
R. L. Stevenson

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Magnet
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So, 23. Dez 2007, 15:51

Hallo Vienna und Visarja

Ich denke ihr habt beide Recht, aber man muss grundsätzlich unterscheiden => Kosova vor dem Krieg und Kosova nach dem Krieg.

Vor dem Krieg war es wirklich so, dass Kosova spätestens seit bekannt wurde, dass es unter reichlichen Bodenschätzen sitzt, wirtschaftlich ausgeplündert wurde. Und es ist schon interessant, als das faschistische Italien Kosova besetzte wurde gerade der Nordteil, dort wo es am meisten Bodenschätze hat von den Deutschen besezt. Die anderen Gebiete hauptsächlich von den Italienern.

Auch zu Titos Zeiten, der Kosova ja damals schon eine Autnomie gewährte, wurde Kosova wirtschaftlich ausgeplündert und wenn Visarja sagt, dass Teile Belgrads mit den Bodenschätzen Kosovas aufgebaut wurde, dann hat sie damit Recht.
An einer wirtschaftlichen Entwicklung innerhalb Kosova war man im dazumaligen Jugoslavien nicht interessiert und das obwohl man wusste wieviel Wirtschaftspotenzial unter der Erde Kosovas liegt, blieb es eines der ärmsten Regionen des ehemaligen Jugaslaviens.

Zu Milosevic-Zeiten wurde das Ganze dann einfach radikalisiert, also die Albaner hatten dann gar nichts mehr zu sagen und alle hohen Positionen in der Wirtschaft und in öffentlichen Ämtern wurden von serbischen Bürgen besetzt. Also ein richtiges Apartheidsystem!

Nachdem Krieg, muss man Vienna Recht geben, dass Serbien keinerlei Befugnisse über diese Bodenschätze mehr hat. Aber es ist Tatsache, dass durch diese ganze Privatisierung Kosovas Potential ins Ausland verkauft wird. Ausländische Investoren stehen schon Schlange, sie warten nur den richtigen Zeitpunkt ab.

Doch zu sagen, dass Serbien mit dem Kosova ein Verlustgeschäft nachsich zieht, ist schon sehr riskant Vienna. Ich kenne diese Studie, die du meinst, aber man muss sie mit Vorsicht geniessen. Serbien hat andere Interessen, langfristige Interessen....
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Magnet
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Mo, 24. Dez 2007, 23:38

Haha, also da surfe ich so durchs Internet und per Zufall lese ich das hier:
Chemische Analysen haben ergeben, dass die griechischen Kolonien Apollonia und Epidamnos den größten Teil des Silbers für ihre Münzprägungen aus den Bergwerken der Dardaner bezogen. Um 400 v. Chr. gab es zumindest ein städtisches Zentrum in Dardanien. Die Stadt Damastion ist aber nur durch ihre Münzprägungen bekannt und konnte bisher nicht lokalisert werden.

http://de.wikipedia.org/wiki/Dardaner_%28Volk%29
Dass das Kosovo bzw. Dardanien reich an Bodenschätzen war, wusste man also schon Tausende Jahre vorher, nicht schlecht Herr Specht! ^^

Und nicht nur die Griechen haben das anscheinend bemerkt, sondern auch schon die Römer:
Kaiser Hadrian (117-138) gründete die Kolonie Ulpiana (bei Lipjan im Kosovo) als drittes Muncipium in Dardania. In der Nähe war man auf bedeutende Bleivorkommen gestoßen; das Metall wurde vor allem für den Bau von Wasserleitungen in großer Menge benötigt.
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Kusho1983
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Di, 25. Dez 2007, 0:00

evtl.müsstet ihr eueren wortschatz ein bisschen zügeln ("rohstoffvorkommen gigantisch",35% des weltweiten vorkommens an chrom,etc.).
tatsache ist,dass das kosovo die drittgrössten braunkohlevorkommen europas hat(das mit dem chrom und anderen "gigantischen" erdschätzen ist reine spekulation).doch dies ist mittlerweile nicht so schwierig,da die anderen europäischen staaten ihre braunkohle-minen entweder schon ausgeschöpft haben,oder aus gründen der nicht-rentabilität geschlossen haben.denn braunkohle wird nicht mehr nachgefragt(schon allein aus den co2-emmissionen und den bestimmungen des kyotot-protokolls)...die zeit der industrialisierung ist vorbei...

jeki
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Mo, 31. Dez 2007, 13:55

Kusho1983 hat geschrieben:evtl.müsstet ihr eueren wortschatz ein bisschen zügeln ("rohstoffvorkommen gigantisch",35% des weltweiten vorkommens an chrom,etc.).
tatsache ist,dass das kosovo die drittgrössten braunkohlevorkommen europas hat(das mit dem chrom und anderen "gigantischen" erdschätzen ist reine spekulation).doch dies ist mittlerweile nicht so schwierig,da die anderen europäischen staaten ihre braunkohle-minen entweder schon ausgeschöpft haben,oder aus gründen der nicht-rentabilität geschlossen haben.denn braunkohle wird nicht mehr nachgefragt(schon allein aus den co2-emmissionen und den bestimmungen des kyotot-protokolls)...die zeit der industrialisierung ist vorbei...
Das stimmt nicht, vorallem der Ostblock, Frankreich und Russland verfügen noch über KohlWerke.

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Kusho1983
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Mi, 02. Jan 2008, 2:11

jeki hat geschrieben:
Kusho1983 hat geschrieben:evtl.müsstet ihr eueren wortschatz ein bisschen zügeln ("rohstoffvorkommen gigantisch",35% des weltweiten vorkommens an chrom,etc.).
tatsache ist,dass das kosovo die drittgrössten braunkohlevorkommen europas hat(das mit dem chrom und anderen "gigantischen" erdschätzen ist reine spekulation).doch dies ist mittlerweile nicht so schwierig,da die anderen europäischen staaten ihre braunkohle-minen entweder schon ausgeschöpft haben,oder aus gründen der nicht-rentabilität geschlossen haben.denn braunkohle wird nicht mehr nachgefragt(schon allein aus den co2-emmissionen und den bestimmungen des kyotot-protokolls)...die zeit der industrialisierung ist vorbei...
Das stimmt nicht, vorallem der Ostblock, Frankreich und Russland verfügen noch über KohlWerke.
doch du lässt die frage ausser acht,welche dieser staaten bereit sind,neue kohlekraftwerke zu bauen.die existierenden kohlekraftwerke in den erwähnten ländern sind äusserst alt und mit der neuen politik der eu werden diese in absehbarer zeit stillgelegt werden...

jeki
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Do, 03. Jan 2008, 21:50

Kusho1983 hat geschrieben:
jeki hat geschrieben:
Kusho1983 hat geschrieben:evtl.müsstet ihr eueren wortschatz ein bisschen zügeln ("rohstoffvorkommen gigantisch",35% des weltweiten vorkommens an chrom,etc.).
tatsache ist,dass das kosovo die drittgrössten braunkohlevorkommen europas hat(das mit dem chrom und anderen "gigantischen" erdschätzen ist reine spekulation).doch dies ist mittlerweile nicht so schwierig,da die anderen europäischen staaten ihre braunkohle-minen entweder schon ausgeschöpft haben,oder aus gründen der nicht-rentabilität geschlossen haben.denn braunkohle wird nicht mehr nachgefragt(schon allein aus den co2-emmissionen und den bestimmungen des kyotot-protokolls)...die zeit der industrialisierung ist vorbei...
Das stimmt nicht, vorallem der Ostblock, Frankreich und Russland verfügen noch über KohlWerke.
doch du lässt die frage ausser acht,welche dieser staaten bereit sind,neue kohlekraftwerke zu bauen.die existierenden kohlekraftwerke in den erwähnten ländern sind äusserst alt und mit der neuen politik der eu werden diese in absehbarer zeit stillgelegt werden...
Die "bio"-Eu-Politik ist nicht darauf aufgebaut etwas stillzulegen, sondern mehr arbeit dadurch zu schaffen.

Die Kraftwerke werden öfters revidiert und neue filter und sonstige ökonimischen massnahmen getroffen.

Destan Begu
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Di, 08. Jan 2008, 15:19

Ich glaube nicht das Kosova gleich zu Kuwait wird, weil Kuwait nicht von so vielen Feinden umgeben ist wie Kosova und die haben reichlich Öl.Das Geld dass sie davon verdienen investieren sie es.
Diese Araber besitzen Immobilien in ganz Europa.
Sie sind für Krisenzeiten, wenn es keinen Öl mehr geben wird gesichert.

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illyrian
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Mi, 23. Jan 2008, 20:18

Nur mal eine Randnotiz zur Braunkohle.

Der Handel mit Braunkohle boomt. Deutschland hat letztes Jahr z.B. auch mehrere Braunkohlekraftwerke eröffnet und ja es gibt Alternativen, Kosten/Nutzen ist da aber wichtiger.

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Koby Phoenix
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Fr, 01. Feb 2008, 2:08

So nebenbei:

Werden Metalle aus Kosovo gewonnen? Wenn ja welche?

jeki
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Di, 12. Feb 2008, 4:14

Wie meinst du das genau?

Also aus dem Kosovo werden Metalle gefördert.

Die am anfang aufgelisteten Materialien, sind Metalle..CHrom, Nickel..ect.

hier weitere:

Pb-Zn-Ag-Erze: Stan Terg (Stari Trg = Alter Markt), Melenica, Zijaca, Kishnica und Artana, Kopoaonik (Leposaviq ), Belo Brdo, Cikavica, Crnac, Ajvalia
Ni-Co-Erze: Cikatove (Gushice, Jerli-Sadovine)
Cr-Erze: Dreva-Mine
Eisen: Car-Sedlar, Terstenik-Carraleve-Ivaje
Magnesit: Goleshe (Magure), Guri i Bardhe (Strezoc)
Bauxit: Gremnik (Voljak)

...und noch viele Mineralien :http://www.mineralienatlas.de/lexikon/i ... ovo/Trepca

Pb=(Plumbum)=Blei
Zn=Zink= Korrosionsschutz und Batterien (11 Mio. T wurden 2006 verbraucht)
Ag=Silber
Ni=Nickel=für verschiedene legierungen/(korrosionsschutz)
Co=Cobalt= für superlegierungen, medizinaltechnik, erzeugung von Gamma Strahlen ...und viele mehr.
Cr= Chrom=wird für verschiedene zwecke genutzt..wie zbsp einfah auch als Dekor für Felgen..ect. hatt natürlich auch extrem gute Eigenschaften für die Legierungen.
Fe=Eisen

Auf der Seite wird nicht alles aufgelistet, wie zbsp. Gold und Wolfram...

Die Metalle werden mittels mechanischen verfahren und schlussenlich durch eletrolytische/chemische Verfahren aus den Erz-Verbindungen isoliert.

Soviel ich weis versteht man unter Trepca ein ganzes Netzwerk, die Gruben befinden sich in Kosova und die Verarbeitungsanlagen in Zentralserbien.


Ich vermute dass das Kraftwerk welches 2013 in Mitrovica gabaut wird, (das nächste erst 2023(ich glaub 23) aus diesen Gründen gebaut wird, da die elektrochenische Verfahren enorme Stromfresser sind.

Im Grunde ist das ein riesen Gewinn, die Kohle kommt vom Boden, also Gratis, die Metalle können gleich mit der von der Kohle gewonnenen Energie verabeitet werden...

Aber ich bezweifle das Kosova dieses kontrolliert.


Wenn man das richtig machen würde, dan könnte man als Leader auf dem Balkan von widerverarbeitung der Metallen vorangehen.

wenn man das richtig machen würde, dan würde man das geologische Institut wieder eröffnen und mit der Uni Prishtina zusammenschliessen, somit hätte Kosova einen Standort für Geologie, Verfahrentechnische Fragen und deren Förderung und verarbeitung von Metallen. Und könnte so eine nationale Elite in diesen Gebieten aufbauen.

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