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Wein, Raki und Weingüter in Albanien

Fragen und Kommentare rund ums Reisen in und nach Albanien.

Re: Wein, Raki und Weingüter in Albanien

Beitragvon volkergrundmann » Mi, 30. Aug 2017, 22:29

Als ich das letzte Mal bei Cobo kaufte, kostete die Flasche (rot), wenn ich mich recht erinnere, um die 7 Euro. Ich machte mir nach Rückkehr den Spaß einer Blindverkostung unter Freunden zusammen mit spanischen, serbischen und rumänischen Weinen derselben Preisklasse. Man gestand dem Cobo zwar durchaus Trinkbarkeit zu, als ich aber den Preis enthüllte, war man fast einhellig der Meinung, ich hätte dafür zu viel bezahlt. Wie liegen denn die Preise, etwa für den Sheshi i zi oder den Kashmere, heute?
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Re: Wein, Raki und Weingüter in Albanien

Beitragvon GjergjD » Mi, 30. Aug 2017, 22:50

Hallo Volker, die Verkaufspreise im Direktverkauf beginnen immer noch bei 7 EUR (siehe Verkaufspreise für die Standard-Weine der Verkostung 2017). Daher ist das nur etwas für Liebhaber, da international preislich nicht konkurrenzfähig. Aber so eine Flasche in Mitteleuropa ist schon eine Rarität :P
Der Bestseller ist wohl der Shesh i Zi http://www.cobowineryonline.com/shesh-i-zi.php.
Bin aber schon davon überzeugt, dass man bei Cobo albanische Spitzenweine bekommt.
Weinpreisliste Cobo 2017.jpg
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Re: Wein, Raki und Weingüter in Albanien

Beitragvon ZbuloDiscoverAlbania » Do, 31. Aug 2017, 7:15

Wir haben unsere Gäste früher oft zu Cobo gesendet, das Weingut war für lange Zeit am besten auf Gäste vorbereitet und die Lage für einen Zwischenstop günstig. Dieses Jahr hat Muharrem es mit den Preisen aber übertrieben, für ein Mittagessen mit Weinverkostung verlangt er €30 pro Person, für albanischen Verhältnisse einfach abgehoben - seitdem boykotieren wir es.

Ich denke auch nicht, dass Cobo bessere Weine produziert als anderso. Flori Uka versucht sich da schon eher einen Namen zu machen und wir steuern eher deren Farm an. Die Hintergrundgeschichte der Familie, beiden Söhne und deren Vision finde ich auch interessan und sie sind gute Gesprächspartner. Der Wein aber nicht günstiger. ;)

Kokomani bietet gute Preise bei Direktabnahme größerer Mengen.
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Autochtone Rebsorte Ceruja

Beitragvon GjergjD » So, 12. Nov 2017, 22:00

Lust auf einen besonderen Weißwein aus Mati?

Flori Uka und Alma Cupi führen uns in der aktuellen Reportage in's Dorf Ceruja bei Klos. https://youtu.be/JaYTQrxowA8
Dort wächst die autochtone Rebsorte Ceruja. Die 80-100 Jahre alten Reben in den Dörfern von Mati haben besonders gute Eigenschaften, sind nicht anfällig und beranken Sträucher und Bäume.

Flori Uka hat die Rebsorte, die niemals für den modernen Weinbau genutzt wurde, getestet und macht seit 2006 einen ausgefallenen Weißwein aus der begrenzten Ernte. Die Trauben der 100 Jahre alten Reben haben 25% Zucker und sie wurden nie mit Pestiziden behandelt.
Im Jahr 2012 hat Uka rund 5000 Flaschen Ceruja-Wein produziert. Das Feedback einiger internationaler Sommeliers sei sehr vielversprechend gewesen. Ceruja lässt sich bis zu 8 Jahren lagern.

Uka betreibt mit seinem Bruder am Stadtrand von Tirana eine Bio-Landwirtschaft mit angeschlossenem Restaurant. Das Restaurant "Uka Farm" steht im tripadvisor Ranking für Tirana derzeit auf Platz 29 von 610 Restaurants in Tirana!
Lage: 41.368902,19.742459 (auf Google Maps)
https://www.tripadvisor.de/Restaurant_R ... ounty.html
Im Restaurant zahlt man für eine Flasche Ceruja ungefähr 15 EUR. Der Wein ist nur dort auf der Karte.
Deutsche Welle TV hatte dem Weinfachmann früher schon in einer Reportage vorgestellt: https://youtu.be/iHTpqJZF3zM?t=2m7s
Ukas Vater ist Agrarwissenschaftler und auf Bio-Landwirtschaft spezialisiert: https://youtu.be/CYBSMXY-e7M

Wer das Dorf Ceruja besucht, kann dort den Raki aus den Ceruja-Trauben probieren, natürlich sind die Brenner davon überzeugt, dass ihr Schnaps sogar besser als der aus Skarpar ist. Zwei Straßen führen ins Dorf. Von der Nationalstraße bei Klos sind es jeweils 6,5 km. Die ersten 5 km auf der Hauptstraße sind asphaltiert. Also durchaus einfach erreichbar. Das Dorf ist auch als Bergbauort für Chrom bekannt. Daher gibt es oberhalb vom Dorf ein auffälliges mehrstöckiges Bergbau-Gebäude (ndertesa te ish minjeres) aus sozialistischen Zeiten, das auch im Video zu sehen ist. 41.534515, 20.135011 (auf Google Maps), sogar ein Krankenhaus gab es dort. Ausgangspunkt für Wanderungen ins Gebirge!
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Alte Weinberge in Albanien

Beitragvon GjergjD » Mi, 13. Dez 2017, 23:54

Der Blog wine-explorers berichtete über Albanien:
http://blog.wine-explorers.net/?p=3378
Der Weinbau entwickelte sich im 8. Jahrhundert v. Chr. auf der Basis autochthoner Rebsorten, die die Eiszeit überlebt hatten. Sie machen Albanien zu einem der ältesten Weinanbauländer Europas...
Vorgestellt werden Kantina Arberi in Rreshen, Kantina Bardha in Marikaj, Kantina Kokomani in Eminas i Vogel und Kantina Çobo in Ura Vajgurore.
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Oregano Raki

Beitragvon GjergjD » Mi, 13. Dez 2017, 23:57

Wer hat schon mal Raki Rigoni probiert? Morgen erfahrt ihr mehr zu dieser seltenen Spezialität der Region Permet! :D
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Raki Rigoni

Beitragvon GjergjD » Do, 14. Dez 2017, 23:39

Raki Rigoni ist ein sehr seltener Schnaps und wird nach uralter Tradition in der Region Dangëllia zwischen Permet und Frasher gebrannt.
Alma Cupi besuchte unlängst das Dorf Ogren für eine Reportage. Auf die Inhalte der Reporage werde ich in den nächsten Tagen genauer eingehen. Hier soll nur der Oregano-Raki angesprochen werden, den Suleiman Dalipi nach dem Familienrezept brennt. Der Raki wird aus wildem weißen Oregano hergestellt, der in dieser Region und in zwei anderen in Albanien wächst. In einem Fass werden 50 Liter Wasser und 10-15 kg Oregano über einen Zeitraum von 10 Tagen bei regelmßigem Rühren vergoren. Der Brandprozess unerscheidet sich nicht von anderen Raki-Sorten. Der Schnaps wird gerne im Winter getrunken und ist eine Medizin bei Athemwegs-, Magen- und Darmerkrankungen und soll auch gut bei Hämorrhoiden helfen.
zu sehen Im Video ab 23:13 https://youtu.be/NBcmtQWOO28?t=23m13s
Im Handel kann man den Raki nicht bekommen. Zum Glück wollen noch weitere Bewohner der Gegend dafür sorgen, dass diese Tradition nicht verloren geht. Also, wer die extrem beschwerliche Offroad-Fahrt von Frasher nach Benja auf sich nimmt, sollte bei Familie Dalipi anklopfen und den Raki testen.
Auf ihre anderen landwirtschaftlichen Erzeugnisse gehe ich noch an anderer Stelle ein.
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