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Historische und neue Brücken in Albanien

Fragen und Kommentare rund ums Reisen in und nach Albanien.

Re: Historische und neue Brücken in Albanien

Beitragvon volkergrundmann » Fr, 17. Apr 2015, 22:37

Bei 39.822586°, 20.213561° ist eine Brückenstruktur erkennbar, die passen könnte. Bin wirklich auf die Auflösung gespannt. Aber offenkundig ist die Brückensuche ja doch nur das Hobby einiger weniger Interessenten.
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Re: Historische und neue Brücken in Albanien

Beitragvon GjergjD » Fr, 17. Apr 2015, 22:54

Treffer :D

Ich fand das folgende schöne Album mit Bildern jüngeren Datums dieser Brücke aus dem 18. Jahrhundert. Mich würde mal interessieren, welche Funktion die Gebäude im Hintergrund hatten.
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Re: Historische und neue Brücken in Albanien

Beitragvon volkergrundmann » Fr, 17. Apr 2015, 23:11

Einen letzten Schluck darauf an diesem Abend. Aber ich abe mir sowieso vorgenommen, diese, ja in einem anderen Thread bereits vorgestellte Tour in diesem Jahr mal abzufahren...
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Albaniens Brücken in einem alten Buch

Beitragvon GjergjD » Sa, 18. Apr 2015, 11:56

Um unserem lustigen Rätseln hier eine neue Dimension zu geben, stelle ich einen sehr unterhaltsamen historischen Text ein, der viele interessante, aber auch klärungsbedürftige Namen enthält. Ich werde die ein oder andere Angabe mal nachverfolgen, wer macht mit?
Man kann das Buch auch komplett online lesen, was ich mir unbedingt vorgenommen habe.

Peza ist ein Dorf mit zerstreut liegenden Häusern, wie dies fast überall in Albanien der Fall ist. Zu Strassen nebeneinander gereihte Häuser findet man nirgends. Die Thäler des Arzen und des Saranika, der sich bei Peza in erstem ergiesst, erweitern sich hier zu einer nicht unbedeutenden fruchtbaren Ebene, auf welcher zahlreiche Herden von dem Wohlstande der Bevölkerung zeugen.
Die in der letzten Strecke recht ungangbare Strasse wurde in der Ebene wieder besser, d. h. kothiger, und wir trabten fröhlich weiter, bis uns nach einer halben Stunde ein nicht unbedeutendes Hinderniss aufstieg. Es war dies ein Wildbach mit reissender Strömung. Auch hier (wie überall) standen von der Brücke nur mehr die gemauerten Enden, doch lief ein schmaler Holzbalken hinüber, auf dem Blondin vielleicht ohne Schwierigkeit gegangen wäre, der aber für uns und besonders für die Pferde unpracticabel war. Es galt demnach, den tosenden Wildbach zu durchwaten.Das Wasser war trüb und wir hatten von seiner Tiefe keine Ahnung. Nur schlossen wir aus der bedeutenden Strömung, dass die Tiefe entsprechend sein müsse. Omer trieb sein Pferd in den Bach. Kaum hatte es zwei Schritte gemacht, als es bis an den Bauch einsank und von der Strömung fortgerissen wurde. Wäre Omer nicht ein so ausgezeichneter Reiter gewesen, so waren Beide verloren. Er blieb aber kaltblütig, setzte sich so zurecht, dass sein Pferd nicht aus dem Gleichgewicht kam und liess es schwimmen bis es eine Stelle erreichte, wo es festen Fuss fassen konnte. Dann gewann er wohlbehalten das andere Ufer...
Nach diesem Intermezzo ritten wir über Felder an einer Moschee vorbei, von deren Minaret eben der Muezin sein „Alla" plärrte und schlugen dann einen interessanten Felsenpfad ein, welcher uns um zwei Uhr zur berühmten Besirit-Ure (Besirs-Brücke) führte, welche in drei Bogen den Arzen überspannt. Sie wurde 1859 vom Tiranaer Kaufmann Besir durch einen Triester Architekten erbaut. Auf der andern Seite schlugen wir unser Lager auf. Die Rast bei der Besir-Brücke kam uns wohl zu statten. Nach dem anstrengenden Ritte lag es sich so angenehm im Freien, inmitten einer lachenden Natur.

Die Brücke, welche zwischen dem Castell und Bacelek (von Skodra) über den Kiri führt, befindet sich im jämmerlichsten Zustande. Bevor wir darüber ritten, ermahnten mich meine Begleiter abzusteigen, um bei dem sehr möglichen Einsturz der Brücke besser wegzukommen. Als Fatalist jedoch und an schlechte Brücken im Orient gewöhnt, blieb ich im Sattel.
Dass der Zustand der Brücke ein unbeschreiblicher war, konnte ich erst dann würdigen, als ich am jenseitigen Ufer von unten hinauf sah. Dann erst ergriff mich Erstaunen, dass die Brücke nicht schon längst eingestürzt. So etwas lässt sich nicht beschreiben; das muss man sehen! Höchst possierlich ist es, die Passanten (zwei- und vierfüssige) einen förmlichen Eiertanz aufführen zu sehen, um den vielen Löchern und fehlenden Balken auszuweichen.
Viel besser, weil erst kürzlich an Stelle der 1877 beim Vordringen der Montenegriner verbrannten Brücke aufgeführt, ist jene über die Bojana. Neben ihr befindet sich die Douane und verschiedene Magazine, der gedeckte und gemauerte grosse Besestan und die Ausläufer des Bazar.

Ein Seitenarm des Kiri, den ich bei meiner Ankunft noch mit hohem Wasserstand sah (ein Pascha ertrank vor einigen Jahren im Kiri), war jetzt gänzlich ausgetrocknet. Wir übersetzten ihn und jagten quer durch die Ebene dahin. Vereinzelt stehende Bäume bilden die Orientierungsmarken. Nach einer halben Stunde langten wir bei der Venezianerbrücke an, ein antikes Werk von 13 Bögen (davon allerdings nur die Hälfte von Bedeutung), aber in so schlechtem Zustande, dass man vom Pferd absteigen muss. Der Kiri enthielt noch einige Wasserreste, die eine prächtige smaragdgrüne Farbe aufwiesen. Unmittelbar hinter dieser Brücke begann der Weg schwierig zu werden. Von da an fliesst nämhch der Kiri (d. h. sein Oberlauf) in einem engen Felsenthale. ...

Brücken sind in Oberalbanien nicht so selten, befinden sich aber gewöhnlich in einem trostlosen Zustande. Die meisten Brücken, welche mir aufstiessen, waren so schlecht, dass nicht einmal die Einheimischen sie passiren wollten, sondern es vorzogen, durch das Wasser zu waten. Gewöhnlich standen nur die gemauerten Endpunkte, über welche ein Balken gelegt war, den nur ein geübter Seiltänzer passiren konnte.
Ich erinnere mich, dass ich einst Zeuge war, wie ein verwegener Albanese sein Lämmchen resolut aufnahm und trotz Strampelns, Zappelns und Blöckens auf dem Rücken über einen solchen Balken trug.
Die ganz aus Stein erbauten Brücken, gewöhnlich aus dem Mittelalter stammend, machen allein eine ehrenvolle Ausnahme.
Da aber auch sie kein Geländer besitzen und fast gar nicht ausgebessert werden, gehört ihr Passieren auch zu keiner angenehmen Aufgabe. Die wichtigsten mir bekannten Steinbrücken Oberalbaniens sind:
Ueber den Drin die beiden Vezirs-Brücken, von denen die untere ein mächtiges Werk in 18 Bögen von verschiedener Grösse ist. Wie die meisten dieser Brücken führt sie nicht in einer geraden Linie, sondern wellenförmig über den Fluss. Sie steht auf einer quer durch den Fluss laufenden Felsbank, welche wahrscheinlich erst vom Wasser bis zu ihrem heutigen Niveau ausgespült worden ist, so dass in der Urzeit der Schwarze und Weisse Drin vielleicht in einem See zusammenflössen.
Auch die obere Vezirs-Brücke (Vezirit-Ure) über den Weissen Drin, ist ein altes Bauwerk, das in der nahen Brücke über den Schwarzen Drin sein Seitenstück findet. Jene über den Luma-Bach ist in einem einzigen Bogen erbaut.
Die Brücken bei Skodra habe ich schon im ersten Theil erwähnt. Ebenso die Venezianerbrücke am Weg nach Drivasto, die Besirit-Brücke über den Arzen und mehrere kleinere. Es sei noch bemerkt, dass bei San Giorgio-Pentari noch eine andere Brücke über die Bojana führt und jene berühmte über den Sem eigentlich „Krzanicki most" heisst.
Der Oberlauf des Schwarzen Drin ist auch noch von einigen kleinen Brücken überspannt: die eine bei Karma Mistit, die zweite bei Kljese, die dritte (ebenfalls Besirit-Ure genannt) südwestlich der Stadt Dibra, die vierte bei Trebiste (Dolgasit-Ure), die fünfte bei Lukova. Unter den kleineren Brücken sind noch erwähnenswerth: jene bei Peza-vogélj über den Arzen, bei Giadri über den gleichnamigen Bach, beim Han Grabov und bei Mahala über den Sem und jene über den Megured-Bach.

aus: Oberalbanien und seine Liga. Ethnographisch-politisch-historisch, geschildert von Spiridion Gopčević, Leipzig 1881
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Re: Historische und neue Brücken in Albanien

Beitragvon Lars » Sa, 18. Apr 2015, 14:32

Gopčević liest du besser nicht. Der gehört in die Kategorie Albaner-Hasser
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Re: Historische und neue Brücken in Albanien

Beitragvon GjergjD » Sa, 18. Apr 2015, 14:38

da bin ich unempfindlich. ich finde seine Ortsbeschreibungen durchaus interessant

Aktuelle Bilder von der alten Buna Brücke in Shkoder, die Bürgerinitiative EKO Mendje möchte den schadhaften Holzbelag ersetzen und hat das ok der Denkmalschützer.
Bilder der Bestandsaufnahme
Super!
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Zvërnec (Kreis Vlora)

Beitragvon GjergjD » Mi, 29. Apr 2015, 20:23

Der Steg zum Kloster von Zvërnec ist immer noch teilweise zerstört. Die Zeit bis zum Beginn er touristischen Saison wird langsam knapp, noch gab es keine Aktionen zur Sanierung der bliebten Holzbrücke, Mönche und Besucher müssen derzeit wohl in ein Boot umsteigen :?

https://youtu.be/-lQOY697lW8
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Die historischen Brücken bei Lushnja

Beitragvon GjergjD » So, 03. Mai 2015, 0:55

Ura e Kasharajt (benannt nach dem kleinen Dörfchen unter dem Rezervuari i Kasharit) führt über den Lekajt-Bach und wird von den Einheimischen auch "Ura e Sefës“ genannt. Auf der Denkmalliste steht Ura ne Përroin e Kasharajt
Die Brücke aus Tuffsteinen unterschiedlicher Größe und Mörtel besteht aus einem Bogen. Sie ist 13 Meter lang, ca. 2,4 Meter breit und ca. 6 Meter hoch und stammt wahrscheinlich aus dem Mittelalter (12.-13. Jahrhundert)
Koordinate: https://goo.gl/maps/36pge 40.952521, 19.726400
Die Straße von Lushnja am Rezervuari i Kasharit nach Hysgjokaj ist frisch asphaltiert und einer Begutachtung steht nichts im Wege. Nun haben wir doch noch einen Grund gefunden, warum die Straße für Touristen nützlich ist, Volker :D viewtopic.php?f=3&t=963&p=236794#p236794
Foto

Ura e Lunjës
Die Brücke über den Lunjes-Bach befindet sich auf der Zufahrt zu einem Privatgrundstück im Dorf Karbunara e Poshtme und trägt auch den Namen "Ura e Begëve", das ist nach meiner Luftbild-Sichtung mit hoher Wahrscheinlichkeit auf der Koordinate 40.919833,19.722389
die Brücke stammt aus dem 16.-17. Jahrhundert. Auf der Denkmalliste trägt sie den Namen "Ura ne Prroin e Lungës", im wikikultura ist sie hingegen unter "Vllazëria Lunonja" zu finden :penguin:
Auf diesem Foto ist nur ein Bogen zu erkennen :-? Der kleinere versteckt sich rechts...
Foto 1
Foto 2

Quellen: http://www.bashkialushnje.gov.al/sq-al/ ... orike.aspx
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Devoll-Brücke südlich von Gostima

Beitragvon GjergjD » So, 17. Mai 2015, 18:44

Hier geht es um die Geschichte der Devoll-Brücke südlich von Gostima auf der Verbindung von Elbasan nach Berat. Die Vorgängerbrücke, die noch zu erahnen ist, trug den Namen Ura e Kadipashaj oder Ura e Haxhi Sali bej Prrenjasit

Diese Brücke wurde in Auftrag gegeben von Haxhi Sali bej Prrenjasi und geplant und erbaut vom Chefarchitekten des Osmanischen Reiches, Mimar Kasemi (1570-1659). Sie trug wesentlich zur Entwicklung der Provinz Sulova bei, das ist die Region der Gemeinden Klos, Mollas (Elbasan) und Lumas (Berat). Vorher war es in Regenperioden unmöglich, den Fluss zu überqueren.
Auf dem Foto von 1967 sieht man die alte Brücke (die lange zuvor durch ein Hochwasser schwer beschädigt wurde und die 1953 eine ergänzende Stahl-Konstruktion erhielt) und den Beginn des Neubaus daneben. Leider stehen von der alten Brücke heute nur noch einzelne Pfeiler. Koordinate: 40.987618, 20.012128
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Ura e Gomsiqes (Kreis Puka)

Beitragvon GjergjD » So, 17. Mai 2015, 18:59

"Ura e Hoxhes" auf dem bedeutenden Karawanenweg Shkoder-Puka-Kukes-Prizren ("Rruga e Madhe") wurde im 17. Jahrhundert erbaut, sie war 36 Meter lang und 3 Meter breit. Die Brücke wurde vom Imam des nordwestlich gelegenen Dorfes Qerret gespendet, so erhielt sie von den Bewohnern ihm zu Ehren den Namen "Ura e Hoxhes".
Große Bekanntheit erlangte die Brücke ab Juni 1926 durch die Abbildung auf der 100 Franken Banknote Albaniens, die mit Aufdruck auch noch während der italienischen Besatzung Gültigkeit hatte.
Bild

Etwa 1935 wurde unter Zogu eine moderne Autobrücke gebaut, aber am 23.11.1944 von der Deutschen Wehrmacht auf dem Rückzug gesprengt.
1946 wurde die Brücke durch italienische Kriegsgefangene wieder aufgebaut nach einem Projekt des Ministers für öffentliche Arbeiten Spiro Koleka und unter der Regie des Ingenieurs Reshit Maloku.

http://wikimapia.org/14254321/sq/Ura-e-Gomsiqes Koordinate: 41.980740, 19.795448
Quellen:
http://gezim-kopani.blogspot.de/2014/12 ... -puke.html
http://puka.shqiperia.com/index/artikul ... mes-maleve
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beschädigte Brücke in Komsi bei Burrel

Beitragvon GjergjD » So, 24. Mai 2015, 20:56

Bereits seit dem November-Hochwasser ist mindestens eine lokale Brücke im Ort Komsi (Kreis Burrel) für Fahrzeuge unpassierbar.
Die Parteien versprechen die Instandsetzung nach der Kommunalwahl.
https://youtu.be/Xn9UiMTI4VI

Koordinate 41.583830, 19.977449
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Neues Brückenrätsel

Beitragvon GjergjD » Mi, 03. Jun 2015, 13:58

Bei wikikultura findet man das Monument "Rruga me Kalldrem", also eine Pflasterung, augenscheinlich unter einer neueren Brücke. Aber wo finde ich die, steht nicht, wo das ist. Wer ist schon mal über diese Brücke gefahren? Hat schon mal jemand darunter nach einem Kutlurdenkmal gesucht ? :penguin: http://wikikultura.net/index.php?title= ... LDR%C3%8BM
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Re: Historische und neue Brücken in Albanien

Beitragvon Lars » Mi, 03. Jun 2015, 21:23

GjergjD hat geschrieben:Im November hatten wir hier die Lieblingsbrücke Abdyl Ages bei Kruja am Wickel:


Lars hat geschrieben:Gemäss http://www.oocities.org/vaso_tole/Alban ... Kruje.html ist die Ura e Abdyl Ages im Dorf Shkalla e Zezës. Frage: Wo ist das? Auf meiner 50:000-Karte nicht zu finden. Hingegen findet sich der Begriff Shkalla im wieder in engen Durchbruchstälern. Zusammen mit der Verbindung Zeza könnte man das dann etwas weiter oben im Tal verorten. Dort hat die 50:000-Karte auch eine "Ura e Madhe" verzeichnet - nur kein Dorf … Gemäss Luftbild könnte das durchaus eine historische Brücke sein: Koordinaten:
41.48505444900296,19.836909770965576 :arrow: http://yhoo.it/14w24GF

Und Google Maps hat auch ein Foto von dem schönen Stück: http://www.panoramio.com/photo/43119023

könnte meine neue Lieblingsbrücke werden ;-)


Dank der Monumentenverwaltung des Bezirks Durres wissen wir es jetzt amtlich:
Inspektion nach 40 Jahren :)
Die Brücke aus dem örtlichen Kalkstein wurde auf das Baujahr 1810-1820 datiert und aktuell für gut erhalten befunden, lediglich die Pflasterung auf der Brücke ist teilweise beschädigt (15 x 2 Meter). Sehenswert und geschützt ist ebenfalls der historische Kopfsteinweg zur Brücke. Er verbindet die Dörfer Barkanesh, Këlcunjë, Buronjë, Kukaj, Mukaj, Rradhesh, Herraj mit den Dörfern der Berggemeinde Cudhi mit Bruz, Ranxë usw.
17 sehenswerte Bilder B-)


noch ein paar Bilder. Die erwandern die Brücke/das Tal von unten/Westen und kehren wieder an den Ausgangspunkt zurück: https://www.facebook.com/events/889629564429263/
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Re: Neues Brückenrätsel Rruga me Kalldrem

Beitragvon Lars » Mi, 03. Jun 2015, 21:36

GjergjD hat geschrieben:Bei wikikultura findet man das Monument "Rruga me Kalldrem", also eine Pflasterung, augenscheinlich unter einer neueren Brücke. Aber wo finde ich die, steht nicht, wo das ist. Wer ist schon mal über diese Brücke gefahren? Hat schon mal jemand darunter nach einem Kutlurdenkmal gesucht ? :penguin: http://wikikultura.net/index.php?title= ... LDR%C3%8BM

https://sq.wikipedia.org/wiki/Lista_e_M ... ip%C3%ABri verweist auf Kreis Shkodra.

Die Fotos scheinen schon etwas älter zu sein. Gut möglich, dass die Brücke heute anders aussieht
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Re: Historische und neue Brücken in Albanien

Beitragvon volkergrundmann » Mi, 03. Jun 2015, 21:51

Lars hat geschrieben:
GjergjD hat geschrieben:Im November hatten wir hier die Lieblingsbrücke Abdyl Ages bei Kruja am Wickel:


Lars hat geschrieben:Gemäss http://www.oocities.org/vaso_tole/Alban ... Kruje.html ist die Ura e Abdyl Ages im Dorf Shkalla e Zezës. Frage: Wo ist das? Auf meiner 50:000-Karte nicht zu finden. Hingegen findet sich der Begriff Shkalla im wieder in engen Durchbruchstälern. Zusammen mit der Verbindung Zeza könnte man das dann etwas weiter oben im Tal verorten. Dort hat die 50:000-Karte auch eine "Ura e Madhe" verzeichnet - nur kein Dorf … Gemäss Luftbild könnte das durchaus eine historische Brücke sein: Koordinaten:
41.48505444900296,19.836909770965576 :arrow: http://yhoo.it/14w24GF

Und Google Maps hat auch ein Foto von dem schönen Stück: http://www.panoramio.com/photo/43119023

könnte meine neue Lieblingsbrücke werden ;-)


Dank der Monumentenverwaltung des Bezirks Durres wissen wir es jetzt amtlich:
Inspektion nach 40 Jahren :)
Die Brücke aus dem örtlichen Kalkstein wurde auf das Baujahr 1810-1820 datiert und aktuell für gut erhalten befunden, lediglich die Pflasterung auf der Brücke ist teilweise beschädigt (15 x 2 Meter). Sehenswert und geschützt ist ebenfalls der historische Kopfsteinweg zur Brücke. Er verbindet die Dörfer Barkanesh, Këlcunjë, Buronjë, Kukaj, Mukaj, Rradhesh, Herraj mit den Dörfern der Berggemeinde Cudhi mit Bruz, Ranxë usw.
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noch ein paar Bilder. Die erwandern die Brücke/das Tal von unten/Westen und kehren wieder an den Ausgangspunkt zurück: https://www.facebook.com/events/889629564429263/

Für Expats in Tirana wäre das eine naheliegende Variante. Für Touristen, die Kruja sowieso besuchen, lautet meine Empfehlung, die Straße hinter der Moschee weiter zu verfolgen. Man kommt an einem großen Hochsicherheitsgefängnis vorbei, recht gut ins Dorf Barkanesh (4x4 bis kurz vor dem Dorfeingang nicht zwingend erforderlich). Von dort zu starten, dürfte für die genannte Zielgruppe weniger aufwändig sein, als die langwierige Anfahrt von Nikel aus.
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Re: Historische und neue Brücken in Albanien

Beitragvon GjergjD » Mo, 08. Jun 2015, 22:42

volkergrundmann hat geschrieben:
Lars hat geschrieben:
GjergjD hat geschrieben:Im November hatten wir hier die Lieblingsbrücke Abdyl Ages bei Kruja am Wickel:


Lars hat geschrieben:Gemäss http://www.oocities.org/vaso_tole/Alban ... Kruje.html ist die Ura e Abdyl Ages im Dorf Shkalla e Zezës. Frage: Wo ist das? Auf meiner 50:000-Karte nicht zu finden. Hingegen findet sich der Begriff Shkalla im wieder in engen Durchbruchstälern. Zusammen mit der Verbindung Zeza könnte man das dann etwas weiter oben im Tal verorten. Dort hat die 50:000-Karte auch eine "Ura e Madhe" verzeichnet - nur kein Dorf … Gemäss Luftbild könnte das durchaus eine historische Brücke sein: Koordinaten:
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Und Google Maps hat auch ein Foto von dem schönen Stück: http://www.panoramio.com/photo/43119023

könnte meine neue Lieblingsbrücke werden ;-)


Dank der Monumentenverwaltung des Bezirks Durres wissen wir es jetzt amtlich:
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Die Brücke aus dem örtlichen Kalkstein wurde auf das Baujahr 1810-1820 datiert und aktuell für gut erhalten befunden, lediglich die Pflasterung auf der Brücke ist teilweise beschädigt (15 x 2 Meter). Sehenswert und geschützt ist ebenfalls der historische Kopfsteinweg zur Brücke. Er verbindet die Dörfer Barkanesh, Këlcunjë, Buronjë, Kukaj, Mukaj, Rradhesh, Herraj mit den Dörfern der Berggemeinde Cudhi mit Bruz, Ranxë usw.
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noch ein paar Bilder. Die erwandern die Brücke/das Tal von unten/Westen und kehren wieder an den Ausgangspunkt zurück: https://www.facebook.com/events/889629564429263/

Für Expats in Tirana wäre das eine naheliegende Variante. Für Touristen, die Kruja sowieso besuchen, lautet meine Empfehlung, die Straße hinter der Moschee weiter zu verfolgen. Man kommt an einem großen Hochsicherheitsgefängnis vorbei, recht gut ins Dorf Barkanesh (4x4 bis kurz vor dem Dorfeingang nicht zwingend erforderlich). Von dort zu starten, dürfte für die genannte Zielgruppe weniger aufwändig sein, als die langwierige Anfahrt von Nikel aus.


Volker, die gut gemeinte Abkürzung füht leider in den unvermeidlichen Frust bei normalen Pkw. Habe kurz hinter Kruja schon umgedeht. Die Straße über Nikel ist hingegen Klasse. Erst guter Asphalt, dann vorbildlich breit und vor allem eben geschottert, das kommt daher, weil am Startpunkt für die Wanderung ein Steinbruch das Material liefert, sogar Womos kommen da hin und können drehen.
Die tolle Wanderung zur oberen Brücke ist familientauglich, hin und zurück anderthalb Stunden. War heute mit drei lustigen Hirten und 50 Ziegen unterwegs :D Unbedingt empfehlenswert die Tour.

Ura e Abdyl Ages.jpg
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Re: Historische und neue Brücken in Albanien

Beitragvon volkergrundmann » Di, 09. Jun 2015, 10:51

Sorry, wenn die Straße jetzt asfaltiert ist, ziehe ich meine Auffassung natürlich zurück. War 2010 das letzte Mal da, und da war es ein elendes 15-km-Geholper über Steinbrocken, während die Straße oben bis zum Gefängnis gut befahrbar war. Am besten, du nimmst meinen Beitrag raus, damit keine Missverständnisse entstehen.
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neues Brückenrätsel

Beitragvon GjergjD » Sa, 27. Jun 2015, 20:21

Die gesuchte Brücke wurde gerade zum Kulturdenkmal der ersten Klasse erklärt. Man erreicht sie mittlerweile auf einer Asphaltstraße. Wer kennt sie? Ganz in der Nähe befindet sich eine schon öfter angesprochene Schlucht.
neue Rätselbrücke.jpg

Die Brücke wurde wahrscheinlich 1640 von einem bekannten Architekten des Osmanischen Reiches erbaut, der große Bogen hat eine Spannweite von 12 Metern. Der Ministerpräsident besuchte sie vor einem Jahr und zeigte sich von ihrer Schönheit beeindruckt.
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Re: Historische und neue Brücken in Albanien

Beitragvon volkergrundmann » Sa, 27. Jun 2015, 22:35

Auf meiner jüngsten Recherche- Reise habe ich auch den im letzten Jahr im Forum besprochenen Brücken Raum gewidmet. Etliche fand ich touristisch erlässlich. Aber zu dieser hier stehe auch ich. Ein ästhetisch besonders gelungenes Exemplar, und, eben wegen der erfolgten Asfaltierung, jetzt für jeden zugänglich. Man hat extra einen "Balkon" mitasfaltiert, damit Touristen den Anblick richtig genießen können. Der Umweg, wenn man sowieso die Hauptattraktion der Region besucht, beträgt weniger als 2 km. Er lohnt sich also!
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Re: Historische und neue Brücken in Albanien

Beitragvon GjergjD » Di, 30. Jun 2015, 9:00

Wo sind denn die anderen Albanien-Experten ? Will niemand mitraten? Dann muss ich auch meinen Brücken-Report 2015 bis auf weiteres verschieben :mrgreen:
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