Interview: neue Edelweiss-Flugverbindung von Zürich nach Tirana

Im April wird »Edelweiss Air« eine direkte Flugverbindung zwischen Zürich und Tirana aufnehmen. Andreas Meier, Kommunikationsverantwortlicher der Airline, spricht mit uns über das neue Angebot.

Von Lars Haefner – das Interview wurde im Sommer 2018 nach der Bekanntgabe der neuen Flugverbindung geführt.

Andreas Meier, Edelweiss Air

albanien.ch: Seit dem Jahr 2001 ist keine schweizerische Airline mehr nach Albanien geflogen. Weshalb war für Edelweiss Air gerade jetzt der richtige Zeitpunkt, die Verbindung ins Streckennetz aufzunehmen?
Andreas Meier: In den vergangenen Monaten hat sich das seit längerer Zeit latente Interesse der Reiseveranstalter an der Destination konkretisiert. Wir haben die Marktentwicklung ebenfalls sehr aufmerksam verfolgt und dabei beobachtet, dass das Land verstärkt als touristische Destination wahrgenommen wird.

albanien.ch: Ich vermute, dass Sie davon ausgehen, dass die Skepsis der Schweiz gegenüber Albanien respektive dem Balkan im Allgemein abgenommen hat.
Andreas Meier: Albanien als Tourismusmarkt kommt offensichtlich aus der exotischen Nische heraus und wird somit in Kürze bei einem breiteren Publikum auf grosses Interesse stossen.

albanien.ch: Noch findet man in den Reiseprospekten schweizerischer Reisebüros noch keine

Ein Flugzeug von Edelweiss über den Bergen Nordalbaniens

Badeferien in Albanien. Erwarten Sie, dass wegen der neuen Flugverbindung bald auch solche Angebote entstehen werden?
Andreas Meier: Ja, denn mindestens einer der grossen Schweizer Veranstalter war kürzlich mit einer eigenen Delegation vor Ort und hat uns gegenüber grosses Interesse angemeldet, dank komfortablen Direktflügen die Destination in die Kataloge aufzunehmen. Auch unsere Veranstalterpartner für den ethnischen Verkehr haben signalisiert, dass sie Tirana in ihr Angebot aufnehmen wollen.

albanien.ch: Edelweiss Air ist ja Teil der Lufthansa Gruppe, die mit ihren Töchtern Austrian Airlines und Lufthansa und dem Star Alliance-Mitgliedern Adria Airways, Aegean Airlines und Turkish Airlines bereits Platzhirsch auf dem Flughafen Tirana ist – zumindest was die Verbindungen nach Mitteleuropa und Südosteuropa angeht. Konkurrenziert Edelweiss mit der neuen Verbindung nicht die bereits bestehenden Angebote der Partner-Airlines?
Andreas Meier: Mit zwei wöchentlichen Flügen ist unser Flugprogramm auf den Lokalmarkt Zürich abgestimmt. Dadurch ergänzen wir das bestehende Angebot der anderen Partnerairlines optimal.

albanien.ch: Die Flüge nach Tirana werden als Codeshare mit Swiss angeboten. Sehen Sie auch Potential im albanischen Markt mit lokalen Passagieren, die im Hub Zürich nur umsteigen und weiterfliegen? Oder sieht sich Edelweiss hier vor allem als Ferienflieger?
Andreas Meier: Wir konzentrieren uns vor allem auf den Lokalmarkt, dank dem Codeshare steht die Verbindung aber auch allen Umsteigepassagieren offen. Am Montag ist der Flugplan dank Ankunft in Zürich am Mittag optimal für Umsteiger, während am Freitag diverse Nachmittagsflüge gute Anschlüsse an den Abflug nach Tirana am frühen Abend haben.

albanien.ch: Nach Prishtina fliegt Edelweiss zum Teil drei Mal täglich. Ist es möglich, dass Edelweiss Air in Zukunft auch Tirana ganzjährig und mehrmals als nur zwei Mal pro Woche anfliegt?
Andreas Meier: Wenn sich die Strecke gut entwickelt, ist ein weiterer Ausbau in naher Zukunft denkbar.

albanien.ch: Das würde uns natürlich freuen. Ich danke für das Gespräch.

3 comments on “Interview: neue Edelweiss-Flugverbindung von Zürich nach Tirana
  1. Germania Schweiz und Germania Deutschland sind zwei unterschiedliche Firmen.

    Kann mir jemand sagen ob die Preise sinken werden? Da es in den albanischen Medien die Rede davon war.

    • Weshalb sollen die Preise sinken? Zwei Flüge pro Woche an eine neue Destination haben keinen entscheidenden Einfluss auf Angebot/Nachfrage und somit die Preise.

      Da bräuchte es schon etwas wie Belle Air oder so.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.