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Artikel-Schlagworte: „Emigration“

»In Albanien ist es auch nicht schlimmer als hier«

Samstag, 21. August 2010

Die Weltwirtschaftskrise macht sich in Albanien insbesondere dadurch bemerkbar, dass weniger Geld von Emigranten ins Land fliesst. Gerade die billigen albanischen Arbeitskräfte in Griechenland kriegen das zu spüren.  Der Spiegel zitiert in seiner neuen Ausgabe einen Albaner:

[Der Wirt] Sakis hält noch durch, ab und an ist ein Tisch bei ihm besetzt. »Eigentlich gibt es hier keine Arbeit mehr für mich«, sagt seine albanische Hilfskraft, die sich in Griechenland Eleni nennt. »Viele meiner Landsleute gehen zurück nach Albanien, da ist es auch nicht schlimmer als hier. Mal sehen, wann ich fahren muss.«

Weniger schlimm trifft es wohl die Griechen und Albaner, die mit ausländischen Touristen zu tun haben. Dieser Wirtschaftszweig scheint noch einigermassen zu funktionieren. Ein Albaner aus Durrës berichtete mir diesen Sommer auf Santorini ganz überzeugt, dass dort im Sommer mehr Albaner als Griechen leben. Im Winter, wenn keine Touristen mehr kommen, fährt der Oberkellner dann zurück nach Albanien und erholt sich von seiner fast pausenlosen Tätigkeit an meist sieben Tagen die Woche.

Berlusconi hat nichts gegen hübsche Albanerinnen

Montag, 15. Februar 2010

20 Minuten berichtete gestern von Sali Berishas Besuch bei Silvio Berlusconi in Rom. Der albanische Premier versprach den vollen Einsatz seines Landes gegen Schmuggel über die Adria: Er wolle nicht, dass Kriminelle nach Italien gelangten und er wolle auch nicht, dass Albaner im Meer sterben.  Daraufhin erwiderte Berlusconi in seiner typischen Manier: »Wir machen gerne für einige hübsche Albanerinnen eine Ausnahme.« Nach dem Pressetermin liess er sich laut Pressebericht mit albanischen Journalistinnen fotografieren und erklärte: »Man weiss ja, dass ich Single bin.«

Mal wieder sei ein Lob von Berlusconi missverstanden worden, meint dazu »Die Welt« – kein Wunder, würden doch seit Jahren italienische Kriminelle junge Albanerinnen in den Westen schleusen und dort zur Prostitution zwingen.

Sali Berisha und Silvio Berlusconi – 12. Februar 2010 in Rom

Sali Berisha und Silvio Berlusconi – 12. Februar 2010 in Rom

Serbische Idylle mit albanischen Frauen

Sonntag, 29. November 2009

Gestern berichtete die Welt unter dem Titel »Bauer sucht Frau. Zur Not auch in Albanien« über serbische Bauern, die in Albanien Frauen gefunden haben. Ein Leben im bergigen Südwesten Serbiens wollten sich die jungen serbischen Frauen heute nicht mehr antun. Das Beispiel habe schnell Schule gemacht und in kurzer Zeit hätten deswegen viele verzweifelte Serben diesen eher ungewöhnlichen Weg gewählt. Und albanische Frauen haben den abgelegenen Dörfern eine neue Zukunft geben. So sei es in drei Jahren in nur einer Gemeinde – rund 30 Kilometer von der Grenze zu Montenegro und rund 75 Kilometer von Kosova entfernt – zu rund 30 Eheschliessungen zwischen serbischen Männern und albanischen Frauen gekommen; im ganzen Sandschak wird ihre Zahl auf rund 150 geschätzt.

Familie Djokovic: albanische Frau, serbischer Mann

Familie Djokovic: albanische Frau, serbischer Mann

Die albanischen Frauen kommen meist aus dem Norden des Landes, wo vereinbarte Ehen noch heute zum Alltag gehören. Ihr zukünftiger Mann habe sie drei Mal in Albanien besucht, worauf sie dann zur Ehe zugestimmt habe, berichtete eine der Albanerinnen im Artikel. Der Anfang sei sehr schwer gewesen, da sie kein Serbisch konnte. Für ihren Mann fand sie aber nur lobende Worte – wie auch ihr Fleiss von allen Seiten gelobt wird. Eine solche Hochzeit sei wohl für viele eine Flucht aus der extremen Armut im Norden, erklärt ein Beobachter. Und anscheinend passen die Traditionen Nordalbaniens, wo eine Frau wenig zu sagen und viel zu arbeiten hat, besser zum Bauernleben in Serbien als die serbische Realität.

Auch serbische Zeitungen loben diese Zusammenkünfte als »Eine der schönsten Geschichten des Westbalkans«. Der portraitierte Bauer meint, dass eine solche Ehe noch vor wenigen Jahren undenkbar gewesen sei. Die jungen Familien beweisen hingegen, dass ein friedliches Zusammenleben von Serben und Albanern doch möglich ist, »in wenigen jahren normal« sei.