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Artikel-Schlagworte: „Baustelle“

Halbe Brücke

Dienstag, 26. Juli 2011

Brückenbau in Albanien kann überraschend schnell gehen. Manch Reisender staunt über all die vielen neuen Brücken zwischen Durrës und Kukës und der albanischen Grenze oder die neue achtspurige Brücke in Tirana an der Kamza-Kreuzung. Brückenbau in Albanien kann aber auch lange, sehr lange dauern. Ein bekanntes Bild für viele Albanientouristen aus den späten Achzigern oder frühen Neunzigern waren die alleinstehenden Brückenpfeiler in Vora an der Abzweigung zum Flughafen. Aber auch da ging es dann plötzlich schnell – auch wenn die Brücke über die Eisenbahngleise schon sehr schnell sehr holprig wurde.

Weniger bekannt ist die Brücke bei Gjergjovina, die angeblich schon seit 1984 auf ihre Vollendung wartet. Ein paar Pfeiler im Flusstal des Holti, zwei davon schon verbunden durch ein kurzes Brückenstück.

Brücke von Gjergjovina: Google-Screenshot

Brücke von Gjergjovina – Screenshot von Google

Bei Google ist das Werk gut zu erkennen. Im Internet finden sich auch noch mehr Bilder.

Brücke von Gjergjovina – Bild von qfwfq-2

Brücke von Gjergjovina – Bild von qfwfq-2

Brücke von Gjergjovina – Bild von qfwfq-2

Brücke von Gjergjovina – Bild von qfwfq-2

Brücke von Gjergjovina – Bild von berjan

Brücke von Gjergjovina – Bild von berjan

Der Anlass für den Brückenbau war der Plan, den Fuss Devoll zu einem grossen See zu stauen. Deswegen musste eine neue Strasse nach Gramsh geplant werden. Der Banja-Stausee wurde aber auch nie vollendet, weshalb der Brückenbau plötzlich nicht mehr so dringend war.

Zur Zeit wird aber wieder gebaut. Ein österreichisch-norwegisches Joint-Venture wird bald mit den Bauarbeiten für drei Wasserkraftwerke am Devoll-Fluss beginnen. Dann kriegen wohl auch die Brückenpfeiler im Bett des Holti, ein Nebenfluss des Devoll, nasse Füsse. Eine fertige Brücke werden sie nach bald dreissig Jahren Dasein als Bauruine aber kaum tragen.

Stillstand, nicht nur in der Politik

Donnerstag, 30. Juni 2011

Viel Baustelle, nichts los: Stillstand herrscht nicht nur in der Politik (Opposition blockiert seit Jahren das Parlament und in Tirana hat noch immer keinen offiziellen Bürgermeister), was zur Folge hat, dass die Baustelle auf dem Skanderbeg-Platz nicht wirklich voran kommt.

Stillstand herrscht somit oft auch auf den Strassen in Tiranas Zentrum: der umgeleitete Verkehr quetscht sich durch die Nebenstrassen und so manches Nadelöhr, zu den Stosszeiten geht meist nicht mehr viel.

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Der Streit um das Ding in der Mitte

Dienstag, 6. April 2010

Tiranas zentraler Platz, der den Namen des Nationalhelden Skanderbeg trägt, müsste den Eindruck erwecken, die Zentrale der Macht in Albanien zu sein: Mitten in Tirana, umgeben von Ministerien und anderen Prunkbauten, im Herzen der albanischen Wirtschaftsmetropole, der Hauptstadt und des kulturellen Zentrums des Landes.

Alles andere als diesen Eindruck erlangte, wer in den letzten Jahren auf dem Skanderbeg-Platz stand oder mit dem Auto darüber fuhr. Während ganz Tirana in neuem Glanz erstrahlte – nicht nur die Hauptstrassen wurden neu asphaltiert, sondern auch Häuser, Parks, Gehsteige und Plätze erhielten ein frisches Gesicht –, nahm die Qualität des Strassenbelags auf dem Skanderbegplatz laufend ab. Die Fahrt über den Platz ist ein grauenhaftes Geholpere und auch sonst strahlt der Platz wenig Pomp aus.

Der Grund für die Stagnation liegt einerseits in Plänen der sozialistischen Stadtverwaltung Tiranas, die Innenstadt von Tirana komplett umzugestalten, andererseits in den politischen Verhältnissen im Land. Denn die Regierung Albaniens von der konkurrierenden Demokratischen Partei möchte sich selber ein Denkmal setzen und verhindert, dass die Stadtverwaltung mit den Bauarbeiten beginnen kann. Edi Rama – Bürgermeister von Tirana und ehemaliger Künstler – plant nicht nur die Erneuerung des Skanderbegplatzs, sondern möchte auch die nähere Umgebung mit diversen schlecht genutzten Flächen miteinbeziehen und dem Platz durch diverse hohe Bauten im Hintergrund mehr Würde verleihen.

Nach langem Zuwarten hat die Stadtverwaltung jetzt mit den Bauarbeiten begonnen (Bilder auf Facebook von Alket Islami). Die Landesregierung hat dagegen sofort Einspruch erhoben und die Stadt Tirana gebüsst: 2 Millionen Lek – rund 20’000 Franken – soll die Stadt bezahlen, weil keine Umweltverträglichkeitsprüfung vorliege.

Um die Sehenswürdigkeit herumgebaut

Freitag, 7. August 2009

Neue Häuser in Tirana sind ja meist sehr farbig und ab und zu auch sehr originell ausgeführt, was die Gebäudekonturen betrifft. Manchmal erinnert es den Betrachter an Hundertwasser. Einige dieser speziellen Bauten scheinen auch sehr albanische Problemlösungen zu sein – nur eine kleine Herausforderung war es für die Architekten, wenn der Bauplatz schon von einer Sehenswürdigkeit besetzt ist.

In Tirana entsteht zur Zeit hinter dem Skanderbeg-Platz das wohl grösste Hochhaus des Landes, der »TID Tower«. Nicht nur der Turm, der nach oben breiter wird, ist eine spezielle Konstruktion. Der Gebäudesockel sollte eigentlich dort zu stehen kommen, wo sich das historischen Grabmal von Suleman Pascha befindet. Da dies zum bescheidenen historischen Erbe der Hauptstadt zählt, musste natürlich ein Kompromiss gefunden werden. Dieser sieht vor, dass das neue Hochhaus um das Grabmal herrumgebaut wird, indem vom neuen Gebäude ein kreisförmiges, dreidimensionales Stück »ausgeschnitten« wird, unter dem das Grabmal steht.

Grab Suleman Pascha

Grab Suleman Pascha

Eine sehr spezielle, originelle Lösung, wie sie wohl nur in Albanien realisiert werden kann. Das folgende Bild zeigt, wie sich das die Architekten nach Abschluss der Bauarbeiten vorgestellt haben.

TID Tower Projektskizze

TID Tower Projektskizze