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Archiv für November 2009

Serbische Idylle mit albanischen Frauen

Sonntag, 29. November 2009

Gestern berichtete die Welt unter dem Titel »Bauer sucht Frau. Zur Not auch in Albanien« über serbische Bauern, die in Albanien Frauen gefunden haben. Ein Leben im bergigen Südwesten Serbiens wollten sich die jungen serbischen Frauen heute nicht mehr antun. Das Beispiel habe schnell Schule gemacht und in kurzer Zeit hätten deswegen viele verzweifelte Serben diesen eher ungewöhnlichen Weg gewählt. Und albanische Frauen haben den abgelegenen Dörfern eine neue Zukunft geben. So sei es in drei Jahren in nur einer Gemeinde – rund 30 Kilometer von der Grenze zu Montenegro und rund 75 Kilometer von Kosova entfernt – zu rund 30 Eheschliessungen zwischen serbischen Männern und albanischen Frauen gekommen; im ganzen Sandschak wird ihre Zahl auf rund 150 geschätzt.

Familie Djokovic: albanische Frau, serbischer Mann

Familie Djokovic: albanische Frau, serbischer Mann

Die albanischen Frauen kommen meist aus dem Norden des Landes, wo vereinbarte Ehen noch heute zum Alltag gehören. Ihr zukünftiger Mann habe sie drei Mal in Albanien besucht, worauf sie dann zur Ehe zugestimmt habe, berichtete eine der Albanerinnen im Artikel. Der Anfang sei sehr schwer gewesen, da sie kein Serbisch konnte. Für ihren Mann fand sie aber nur lobende Worte – wie auch ihr Fleiss von allen Seiten gelobt wird. Eine solche Hochzeit sei wohl für viele eine Flucht aus der extremen Armut im Norden, erklärt ein Beobachter. Und anscheinend passen die Traditionen Nordalbaniens, wo eine Frau wenig zu sagen und viel zu arbeiten hat, besser zum Bauernleben in Serbien als die serbische Realität.

Auch serbische Zeitungen loben diese Zusammenkünfte als »Eine der schönsten Geschichten des Westbalkans«. Der portraitierte Bauer meint, dass eine solche Ehe noch vor wenigen Jahren undenkbar gewesen sei. Die jungen Familien beweisen hingegen, dass ein friedliches Zusammenleben von Serben und Albanern doch möglich ist, »in wenigen jahren normal« sei.

Wo einmal ein Tunnel war

Montag, 16. November 2009

Ist es typisch albanisch, wenn man in höchster Eile einen Tunnel graben lässt, diesen wenige Tage vor den Wahlen feierlich eröffnet, bald darauf aber wegen Unterhaltsarbeiten schliessen muss, worauf es dann zu einem Einbruch der Röhre kommt?

Kalimash-Tunnel: Eingestürzter Bereich im November 2009 (Bild: balkanweb.com)

Kalimash-Tunnel: Eingestürzter Bereich im November 2009 (Bild: balkanweb.com)

Die Autobahn zwischen Rrëshen und Kukës ist jedenfalls zur Zeit nicht mehr befahrbar.

Wir sind Weltmeister!

Sonntag, 15. November 2009

Der Erfolg der Schweizer Nationalmannschaft an der U-17-Weltmeisterschaft in Nigeria ist sicherlich in erster Linie eine Mannschaftsleistung.

Da viele Schweizer noch immer grosse Vorurteile gegenüber den Albanern haben, seien hier trotzdem drei Spieler speziell erwähnt. Zu den 21 tollen Spielern gehören auch drei Albaner-Schweizer: Frédéric Veseli, der jahrelange Captain der Mannschaft, Pajtim Kasami, der einen Treffer erzielte, und Granit Xhaka, der bei allen sieben Spielen dabei war und ebenfalls ein Tor schoss.

Ich freue mich über den tollen Sieg, die herausragende Leistung der Schweizer und die tolle Integration dieser Albaner.

Frédéric Veseli

Frédéric Veseli

Pajtim Kasami

Pajtim Kasami

Granit Xhaka

Granit Xhaka