Archiv für die Kategorie „Bilder“
Gegensätze auf Facebook
Sonntag, 13. November 2011Halbe Brücke
Dienstag, 26. Juli 2011Brückenbau in Albanien kann überraschend schnell gehen. Manch Reisender staunt über all die vielen neuen Brücken zwischen Durrës und Kukës und der albanischen Grenze oder die neue achtspurige Brücke in Tirana an der Kamza-Kreuzung. Brückenbau in Albanien kann aber auch lange, sehr lange dauern. Ein bekanntes Bild für viele Albanientouristen aus den späten Achzigern oder frühen Neunzigern waren die alleinstehenden Brückenpfeiler in Vora an der Abzweigung zum Flughafen. Aber auch da ging es dann plötzlich schnell – auch wenn die Brücke über die Eisenbahngleise schon sehr schnell sehr holprig wurde.
Weniger bekannt ist die Brücke bei Gjergjovina, die angeblich schon seit 1984 auf ihre Vollendung wartet. Ein paar Pfeiler im Flusstal des Holti, zwei davon schon verbunden durch ein kurzes Brückenstück.
Bei Google ist das Werk gut zu erkennen. Im Internet finden sich auch noch mehr Bilder.
Der Anlass für den Brückenbau war der Plan, den Fuss Devoll zu einem grossen See zu stauen. Deswegen musste eine neue Strasse nach Gramsh geplant werden. Der Banja-Stausee wurde aber auch nie vollendet, weshalb der Brückenbau plötzlich nicht mehr so dringend war.
Zur Zeit wird aber wieder gebaut. Ein österreichisch-norwegisches Joint-Venture wird bald mit den Bauarbeiten für drei Wasserkraftwerke am Devoll-Fluss beginnen. Dann kriegen wohl auch die Brückenpfeiler im Bett des Holti, ein Nebenfluss des Devoll, nasse Füsse. Eine fertige Brücke werden sie nach bald dreissig Jahren Dasein als Bauruine aber kaum tragen.
Liebe Mutter
Sonntag, 13. März 2011Mitunter sammle ich ja auch alte Ansichtskarten aus Albanien. Diese Postkarten sind nicht nur Zeitzeugen, die uns Einblick in den albanischen Alltag von damals geben, sondern oftmals findet sich auch ein interessanter Text, der ebenfalls einiges über die damaligen Verhältnisse zu vermitteln mag.
Diese Karte wurde im Mai 1938 von Shkodra nach Meiningen im Süden Thüringens verschickt. Das Motiv zeigt die Berge bei Theth. Anscheinend war der damals noch kaum zugängliche Ort – der erste Fahrweg wurde erst zwei Jahre zuvor fertiggestellt – schon berühmt für seine schöne Landschaft. Die vorderseitige Beschriftung ist auf Französisch, was nicht gerade alltäglich war für Albanien zu dieser Zeit. Auf der Rückseite finden wir eine Briefmarke mit dem Kopf des Königs Ahmet Zogu – seine Tage sollten gezählt sein – und den folgenden Text:
(Skutari, 10. Mai 1938)
Liebe Mutter, vermutlich braucht die Post etwas lang von hier nach hause, deshalb möchte ich schon heute Dir zum Muttertag meine herzlichsten Grüsse senden. – Die Fahrt hierher ging erst noch überm Blauen Meer hin bis zur Cattaro-Bucht, dann auf schwindeligen, halsbrecherischen Strassen durch die Schwarzen Berge und drüber hinunter zum Skutari-See Albanien. Das Treiben hier ist mehr als orientalisch. Da ist Dubrovnik zahm und nüchtern dagegen. – Am Sonntag werden wir wohl, leider, nach Venedig zurückkkommen, in Ragusa ist’s eben sehr schön. Dir und den Tanten herzlichste Grüsse
Room With A View: Tirana Webcam
Montag, 31. Januar 2011Vor langer Zeit gab es mal eine verpixelte, schiefe Webcam, die durch eine verdreckte Scheibe Bilder vom Skanderbeg-Platz aufnahm und in die Welt hinaus verbreitete. Danach blieb es – zumindest so weit ich weiss – lange stumm, was Webcams aus Albanien anbelangt.
Kürzlich habe ich mal wieder im WWW auf die Suche gemacht, ob es da einen Nachfolger gibt. Schau an! Ich wurde fündig: Eine Webcam liefert alle paar Minuten ein Bild aus dem »Sheraton Hotel« beim Hauptgebäude der Universität mit Blick auf den Amtssitz des Präsidenten.
(Solltest du gerade nur ein schwarzes Rechteck sehen, dann liegt das wohl daran, dass in Tirana Nacht ist.)
Palmen im Schnee
Dienstag, 21. Dezember 2010»Pa viza« – Albanien feiert
Samstag, 20. November 2010Endlich kommt der Rechte!
Freitag, 30. April 2010Krieg und Propaganda gehören untrennbar zusammen. Mit untenstehendem Bild »Unser Einmarsch in Albanien« haben die Österreicher 1916 den Einmarsch ihrer K&K-Truppen in Albanien zu rechtfertigen versucht: Albanien, dargestellt durch eine junge Frau in Tracht, fällt dem österreichischen Soldaten fröhlich in die Arme. Die Italiener ziehen im Hintergrund von dannen. Schön, wenn Krieg immer so friedlich wäre wie hier dargestellt.
Ob der Österreicher wirklich »der Rechte« war, wie die Bildunterschrift behauptet, sei dahingestellt. Wirklich gross war der Widerstand der Albaner gegen die Österreicher nicht. Denn den meisten Albanern dürften diese Besatzer lieber gewesen sein als die serbischen, griechischen, montenegrinischen und italienischen Nachbarn, die alle versuchten, ein Stück Albanien ihren Ländern einzuverleiben. Trotzdem hätten die meisten Albaner damals wohl doch lieber ihre Unabhängigkeit zurück gehabt. Aber das sollte noch ein paar Jahre dauern.
Ohne Worte: Golem & Vora 1995
Sonntag, 28. März 2010Habe gerade in alten Alben geblättert und dabei eine Seite mit zwei Luftaufnahmen gefunden, die ich im April 1995 aufgenommen hatte.
Das erste Foto zeigt den Strand von Golem – das Südenede der Bucht von Durrës – und Kavaja im Hintergrund. Das zweite ist eine Luftaufnahme von Vora zwischen Tirana und Durrës bevor die Autobahn gebaut worden war (Pläne gab es schon damals).
Ganz ohne Worte kann ich das nicht stehen lassen – ein kurzer Kommentar für all diejenigen, die die Gegend nicht kennen: Das war, bevor der grosse Bauboom angefangen hat.
- Golem und Kavaja im Frühling 1995
- Vora im Frühling 1995













