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Archiv für die Kategorie „Treffen der Kulturen“

»Lügen auf Albanisch«

Sonntag, 16. Juni 2013

Um in die USA emigrieren zu können, beginnt sich das Leben der Albanerin Lula in Lügen zu verstricken. Trotz des reisserischen Titels »Lügen auf Albanisch« der deutschen Übersetzung ist das Buch von Francine Post keine schlimme Sammlung von Vorurteilen. Denn im Buch geht es gar nicht wirklich um Albanien – Lula könnte genau so gut aus irgendeinem anderen kleinen osteuropäischen Land stammen. Vielmehr geht es um die Integration von Einwandern in den USA, wie der Originaltitel »My New American Life« verrät. Der Roman ist die Geschichte der Integration einer jungen Frau, die verzweifelt versucht, sich ein Leben fern der Heimat aufzubauen.

Im Buch wird vieles aufs Korn genommen, was in Amerika nicht so toll ist: Familien, wo kaum untereinander geredet wird, und ihre Geschichten; Männer, die zu viel arbeiten, sich für Gefangene des amerikanischen Militärs auf Kuba einsetzen; oder Männer, die Frauen heiraten, aber Männer lieben. Anonyme Vorstädte, wo eine Fussgängerin ungewöhnlich auffällt; ein Präsident, der nur in Albanien verehrt wird; Ausländer, die verzweifelt ums Überleben kämpfen und sich wundern, was die Amerikaner alles als Nahrung zu sich nehmen. Lula lernt, dass der American Way of Life auch seine Schattenseiten hat.

Obwohl Albanien in diesem Buch nur Nebenschauplatz ist, ist das gezeichnete Bild erstaunlich wahrheitsgetreu. Imerhin hat sich die Autorin die Mühe gemacht, für zwei Wochen nach Albanien zu reisen. Und hat Land und Leute lieben gelernt, wie sie in einem Interview erklärte. Natürlich sind nicht alle Fakten zu Albanien korrekt, albanische Wörter wurden oft grauenhaft übersetzt, und einiges ist etwas allzu dramatisch dargestellt – aber um Detailtreue geht es in diesem Roman auch nicht. Albanische Bekannte von Lula sind natürlich in dubiose Tätigkeiten verwickelt. Und Albanien wird als Land dargestellt, aus dem Lula mit gutem Grund versucht, sich abzusetzen. Es ist aber nicht das sehr negative Bild der Albaner, wie wir es in europäischen Medienberichten, Büchern und Filmen oft sehen. Denn Francine Prose versucht ansonsten, ein möglichst vielfältiges Bild der Albaner und ihrer Heimat zu zeichnen. So haben zum Beispiel die im Buch gezeichneten albanischen Ganoven alle auch ihre liebeswürdigen Seiten.

Mit dem Gegenbild Albanien, dessen Menschen in Armut leben und von einem Diktator drangsaliert wurden, wird die amerikanische Gesellschaft hinterfragt. Oft sind es nur Kleinigkeiten, die zum Nachdenken bewegen. So beobachtete Lula, wie ein paar Amerikaner »Reise nach Jerusalem« spielen. Sie verspürt einerseits Mitleid mit der jungen Frau, die als erste ohne Stuhl dasteht und darüber traurig ist, wunderte sich andererseits aber, dass die Amerikaner an einem solchen Spiel Gefallen finden – in Albanien fände so was niemand lustig, weil es nie genug Stühle gegeben habe.

>> Francine Prose: Lügen auf Albanisch

Jubiläum

Montag, 15. Oktober 2012

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»Irgendwie war alles so, wie es eigentlich sein müsste«

Donnerstag, 13. September 2012

Der Steilpass-Fussball-Blog des Tages-Anzeiger über den Fussballmatch am letzten Dienstag – wahre Worte wie »Denn was weder TV-Zuschauer noch die Medientribüne mitbekommen haben, waren die Vorgänge in den gemischten Sektoren, die durchaus Züge eines schweizerisch-albanischen Fest zur Völkerverständigung hatten.«

>> Schweizerisch-albanisches Volksfest auf den Rängen

Albanische Fussballfans

Albanische Fussballfans am Spiel Schweiz-Albanien

Albanische Fussballer in der Nati

Dienstag, 11. September 2012

Nach all den Kontroversen um Shaqiri, Behrami, Xhaka & Co: So dürfte es wohl bei den Fussballspielern mit albanischer Herkunft in der Schweizer Nationalmannschaft aussehen. ;-)

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Schweiz – Albanien

Montag, 10. September 2012

Welches Hütchen nehmen wir denn morgen?

Schweiz? Albanien?

 

Die Bunker von Riehen

Montag, 20. August 2012

Bunker ist man sich ja sowohl in der Schweiz als auch in Albanien an jeder Ecke gewohnt. Dass Bunker aber einen Ausstellungsraum erobern, ist in beiden Ländern wohl selten. Albanische Bunker zum Thema einer Ausstellung zu machen, ist ein gewagter Schritt – die Aktion hat sich aber gelohnt: Der »Kunst Raum Riehen« bei Basel bringt dem Schweizer Publikum nicht nur albanischen Beton in Pilzform näher, sondern bietet auch sonst spannende Einblicke in das hier noch vielen sehr unbekannte Land.

Concrete In Common – Ausstellung Riehen

Concrete In Common – Ausstellung »Kunst Raum Riehen«: Eingang

Natürlich finden sich Bunker in allen Formen: klein und gross – an der Wand als Fotos, nachgeformt und auf dem Bildschirm. Die vom aus Albanien stammenden Basler Niku Alex Mucaj und dem »Bunkerexperten« Elian Stefa zusammengestellte Ausstellung zeigt aber auch noch andere interessante Aspekte: Bei der Vernissage gab es eine Liveschaltung von der »Bunkerbühne« »Tirana Ekspres« in der albanischen Hauptstadt. Und mittels eines liebevoll nachgestellten Wohnzimmers mit lauter Möbeln, Büchern und Artefakten aus kommunistischer Zeit werden die Besucher zurückversetzt ins Albanien der sozialistischen Zeit.

Die Ausstellung dauert bis zum 7. September.
>> Kunst Raum Riehen

Wer noch weiter in die Welt der Bunker eintauchen möchte, kann das soeben von Stefa zusammen mit Gyler Mydyti publizierte Buch »Concrete Mushrooms« (demnächst erhältlich) erwerben. Siehe auch die Concrete-Mushrooms-Facebook-Seite.

»Was das reiche Deutschland von Albanien lernen kann«

Samstag, 12. Mai 2012

Mal wieder etwas Beifang aus dem Internet. Ulrike Ruppel berichtet in der Berliner Zeitung über ihre Gedanken nach einer Albanienreise:

>> »Was das reiche Deutschland von Albanien lernen kann«

An Albaniens Gesellschaft verzweifelt

Donnerstag, 3. Mai 2012

Schmitts und Clewings Nachruf auf Ardian Klosi
>> Patriot und Weltbürger (NZZ, 2. Mai 2012)