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Hört die Signale!

Während die Kontrolle über Unrecht und Unordnung in weiten Teilen Albaniens nach wie vor in den Händen von Mafia-banden skipetarischer Ausprägung sowie einem stattlichen Haufen selbsternannter »war-lords« und lokaler Kleinkönige liegt, wird in den heiligen Hallen des staatlichen Parlaments zu Tirana weniger verbal scharf geschossen, sondern vielmehr ganz real auf Abgeordnete geballert. Gleichzeitig verhallt der Aufruf zur Rückgabe von allerlei Kriegsgerät, welches in den vergangenen Monaten aus den Beständen einer desolaten Armee geklaut worden war, in der staubigen Hitze des albanischen Spätsommers. Just zu dieser Zeit verkündete das stolze IKRK, dass seine Delegierten in Albanien in Bälde ihre Mission beenden, die Koffer packen und eine Swissair-Maschine besteigen würden.

Angesichts dieser Masse unguter Signale ist für einen Freund des kleinen Balkanlandes die Tatsache, dass die albanische Fussball-Nationalmannschaft unlängst bei ihrem Heimspiel in Zürich gegen das übermächtige Irland ein Unentschieden herausspielte, geradezu tröstlich. Heimspiel in Zürich? Aber sicher, schliesslich sind die Risiken für die Austragung von Fussball-Länderspielen in Tirana nach wie vor unwägbar. Ausserdem ist der Rasen im »Qemal Stafa«-Stadion ruiniert, weil westliche Mächte ihn vor kurzem als Hubschrauberlandeplatz missbrauchten damals, als sie ihre Staatsangehörigen aus Albanien evakuierten.

Tamás Kiss

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