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albanien.ch Forum     Albanien - Meinungen & Fragen
 
Reisebericht/Diskusion

 
Forum-Übersicht -> Albanien: Reisen Dieses Forum ist gesperrt, du kannst keine Beiträge editieren, schreiben oder beantworten.   Dieses Thema ist gesperrt, du kannst keine Beiträge editieren oder beantworten.
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Stefan09

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BeitragVerfasst am: Mi, 10. Jun 2009, 19:39    Reisebericht/Diskusion

 
Hallo Albanien.ch Gemeinde.
Eigentlich habe ich mich hier ausschlieslich angemeldet um an Informationen zu gelangen wie ich in Albanien am besten ein Auto los werde. Mitlerweile ist das Auto in Griechenland verkauft weil die Kroatischen Grenzposten die Einreise mit gelben Zollkenzeichen untersagten.
45 Tage habe ich in Albanien verbracht, dann musste ich leider viel zu früh und total fluchtartig das Land verlassen. Fluchtartig nicht weil ich Probleme im Land hatte nein, Albanien hat mir sehr gut gefallen. Fluchtartig weil ich Montags erfahren habe das ich Dienstags in Griechenland sein muss.
Worum gehts mir hier? Bevor ich nach Albanien eingereist bin wurde mir durch Freunde und Bekannte mehrfach davon Abgeraten. "Die hauen dier eins über die Birne, klauen dir dein Auto und verscharen dich irgendwo im Dreck." So oder so ähnlich hörten sich die Vorurteile an mit denen mich sowohl Deutsche Freunde als auch Menschen in dem Nachbarland Montenegro konfrontiert haben. Ich habe nicht auf diese Warnungen gehört und bin Vorurteilsfrei und ohne jede Hintergrundinformation über Kultur und Geschichte ins Land eingereist und habe es und seine Bewohner einfach mal auf mich zukommen lassen. Einen Entschluss den ich nicht bereut habe. Über meine Erlebnisse im Land habe ich einen Bericht geschrieben welcher mitlerweile vollständig auf meiner Hompage veröfentlicht ist und den Ihr hier: http://my-home-is-my-car.de.tl/Albanien.htm lesen könnt. In diesem Bericht schilder ich sowohl die positiven als auch die negativen Eindrücke so wie ich sie erlebt habe. Aus meiner subjektiven und alternativen Sichtweise. Augenblicklich entbrannte eine kleine Diskusion in meinem eigenen Forum welche Ihr hier findet: http://aussteiger.bboard.de/board/ftopic-64882479nx20121-42.html Ich würde mich freuen wenn der ein oder andere, der das Land Albanien vieleicht aus einer anderen Sichtweise betrachtet als ich, sei es weil er dort gebohren wurde oder dort Famielie hat, sei es weil er häufig dort geschäftlich unterwegs ist oder aus anderen Gründen, diesen Bericht liest und Ihn hier kommentiert. Mein Ziel dieser Aktion soll sein zu helfen die teils schrecklichen Vorurteile abzubauen und einen Objektiveren Blickpunkt zu schaffen. Sollte diese Aufforderung angenommen werden, sprich sobald hier die ersten 4 oder 5 Kommentare veröffentlicht sind werde ich das Ende meines Albanien Berichtes Editieren und den Satz: "Hier wird über meine Erlebnisse in Albanien Diskutiert" einfügen. Wobei das Hier direckt in diesen threed linken wird.

Danke und Grüsse von der Grischichen Küste
Stefan

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Lars

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BeitragVerfasst am: Do, 11. Jun 2009, 0:51    Re: Reisebericht/Diskusion

 
ist schon ein Weilchen her, dass ich deinen Bericht gelesen habe. so jedes Detail habe ich deswegen nicht mehr präsent.

Jedenfalls hatte ich Spass an der Lektüre – nicht nur die Albanien-Seiten, auch sonst so einiges. (Tut mir leid für euch zwei.)

Zur Diskussion im Forum: Ich habe es immer gerne, wenn solche, die Mühe hätten, Albanien auf der Landkarte zu finden, meinen, Ratschläge geben zu müssen. Albanien ist sicherlich ein spezielles Land, wenn man Deutschland oder die Schweiz als normalen Massstab nimmt. Armut und 50 Jahre Staatsterror prägen und entschuldigen wohl auch so manches. Dafür bietet es auch vieles, das bei uns schon lange verschwunden ist.

Albanien versteht nur, wer seine westeuropäische Brille ablegen kann (oder es versucht). Man kann das Land, das Leben dort nicht mit dem vergleichen, was wir gewohnt sind. Aber man kann viel erleben, viel lernen, viel entdecken. Natürlich nicht immer nur tolle Sachen.

Wer Albanien nur durch die westeuropäische Brille anschaut, wird nur den Abfall, die Schrottflinten, die toten Hunde sehen. Und natürlich sind es diese besonderen Ereignisse, die in deine Berichte einfliessen (und nicht, wenn mal wieder etwas ganz normal und gewohnt ablief). Wenn jemand reist wie du (wer sonst würde schon seinen Pferdetransporter irgendwo am Berg oberhalb von Librazhd in einem versumpften Weglein versenken?), der erlebt wohl in jedem Land viel aufregendes.

Vielleicht wurde der Hund gerade zu dem Zeitpunkt erschossen, weil zuvor nie jemand mit einer Flinte vorbeigekommen war. Vielleicht war der Grund so einfach (ohne Dramatik oder tierverachtende Albaner) – aber da du kein Albanisch kannst, werden wir es wohl nie erfahren.

Waffen hin oder her: Albanien ist noch immer sicherer, als viele beliebte Urlaubsdestinationen wie Südfrankreich, Barcelona, Süditalien, Brasilien etc. Die Schweiz übrigens auch, obwohl an einem Montag-Morgen oder Freitag-Abend an jedem Schweizer Bahnhof ganz viele Gewehre rumgetragen werden.
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Sandy

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BeitragVerfasst am: Do, 11. Jun 2009, 10:30    Re: Reisebericht/Diskusion

 
Lars hat folgendes geschrieben:

Albanien versteht nur, wer seine westeuropäische Brille ablegen kann (oder es versucht).


Weise Worte, Lars......wirklich sehr schön formuliert...

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Lars

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BeitragVerfasst am: Sa, 13. Jun 2009, 0:07    Re: Reisebericht/Diskusion

 
Lars hat folgendes geschrieben:
Albanien versteht nur, wer seine westeuropäische Brille ablegen kann (oder es versucht). Man kann das Land, das Leben dort nicht mit dem vergleichen, was wir gewohnt sind. Aber man kann viel erleben, viel lernen, viel entdecken. Natürlich nicht immer nur tolle Sachen.

Zwischenzeitlich ist auch mein Text mit den goldenen Reisetipps fertig, der damals leider noch in Produktion war.
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5SterneAI

Beiträge: 32   Member

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BeitragVerfasst am: Mo, 15. Jun 2009, 12:01    Zurück aus Albanien

 
Hallo,

wir haben die westeuropäische Brille abgelegt und haben uns 23 Tage durch das Land treiben lassen. Wir haben viel erlebt, viel entdeckt, viel gesehen - und es war durchweg positiv!

Vielen Dank an dieser Stelle den Helfern, insbesondere Lars, hier im Forum, Volker Grundmann, der uns in Buchform sehr gut begleitete, und natürlich auch den vielen, vielen Albanern, die stets zur Stelle waren.

Einen kleinen Bericht könnte ich in Kürze, wenn gewünscht, hier veröffentlichen.

Kritik muß ich jedoch an den "goldenen Reisetipps" üben. Zitat:"...vieles erst später als geplant erledigt wird..." - Der Guide von Valbona nach Theth stand schon 7.00 Uhr auf der Matte, ausgemacht war halb neun! Very Happy Nein, im Ernst: Die Reisetipps geben in kompakter Form das wieder, was wir auch erlebt und gefühlt haben.

Ingrid&Jörg
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Lars

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BeitragVerfasst am: Mo, 15. Jun 2009, 13:08    Re: Zurück aus Albanien

 
5SterneAI hat folgendes geschrieben:
Einen kleinen Bericht könnte ich in Kürze, wenn gewünscht, hier veröffentlichen.
sehr gerne - danke, Lars
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aga

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BeitragVerfasst am: Di, 23. Jun 2009, 12:46    Re: Reisebericht/Diskusion

 
Stefan09 hat folgendes geschrieben:
Hallo Albanien.ch Gemeinde.
Eigentlich habe ich mich hier ausschlieslich angemeldet um an Informationen zu gelangen wie ich in Albanien am besten ein Auto los werde. Mitlerweile ist das Auto in Griechenland verkauft weil die Kroatischen Grenzposten die Einreise mit gelben Zollkenzeichen untersagten.
45 Tage habe ich in Albanien verbracht, dann musste ich leider viel zu früh und total fluchtartig das Land verlassen. Fluchtartig nicht weil ich Probleme im Land hatte nein, Albanien hat mir sehr gut gefallen. Fluchtartig weil ich Montags erfahren habe das ich Dienstags in Griechenland sein muss.
Worum gehts mir hier? Bevor ich nach Albanien eingereist bin wurde mir durch Freunde und Bekannte mehrfach davon Abgeraten. "Die hauen dier eins über die Birne, klauen dir dein Auto und verscharen dich irgendwo im Dreck." So oder so ähnlich hörten sich die Vorurteile an mit denen mich sowohl Deutsche Freunde als auch Menschen in dem Nachbarland Montenegro konfrontiert haben. Ich habe nicht auf diese Warnungen gehört und bin Vorurteilsfrei und ohne jede Hintergrundinformation über Kultur und Geschichte ins Land eingereist und habe es und seine Bewohner einfach mal auf mich zukommen lassen. Einen Entschluss den ich nicht bereut habe. Über meine Erlebnisse im Land habe ich einen Bericht geschrieben welcher mitlerweile vollständig auf meiner Hompage veröfentlicht ist und den Ihr hier: http://my-home-is-my-car.de.tl/Albanien.htm lesen könnt. In diesem Bericht schilder ich sowohl die positiven als auch die negativen Eindrücke so wie ich sie erlebt habe. Aus meiner subjektiven und alternativen Sichtweise. Augenblicklich entbrannte eine kleine Diskusion in meinem eigenen Forum welche Ihr hier findet: http://aussteiger.bboard.de/board/ftopic-64882479nx20121-42.html Ich würde mich freuen wenn der ein oder andere, der das Land Albanien vieleicht aus einer anderen Sichtweise betrachtet als ich, sei es weil er dort gebohren wurde oder dort Famielie hat, sei es weil er häufig dort geschäftlich unterwegs ist oder aus anderen Gründen, diesen Bericht liest und Ihn hier kommentiert. Mein Ziel dieser Aktion soll sein zu helfen die teils schrecklichen Vorurteile abzubauen und einen Objektiveren Blickpunkt zu schaffen. Sollte diese Aufforderung angenommen werden, sprich sobald hier die ersten 4 oder 5 Kommentare veröffentlicht sind werde ich das Ende meines Albanien Berichtes Editieren und den Satz: "Hier wird über meine Erlebnisse in Albanien Diskutiert" einfügen. Wobei das Hier direckt in diesen threed linken wird.

Danke und Grüsse von der Grischichen Küste
Stefan
Hi Stefan kome selber aus Albanien danke für alles was du geschriben hasst
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Stefan09

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BeitragVerfasst am: Mo, 29. Jun 2009, 20:20    Re: Reisebericht/Diskusion

 
Servus @all und explezid an Lars

Ratschläge von Leuten die Albanien nicht auf der Landkarte finden gingen und gehen mir auch so ziemlich am :-) vorbei. Es ist doch immer so, alle erzählen irgend einen Unfug über irgend ein Land, kennen sich angeblich super gut aus waren aber noch nie da. Ihre “Bildung” haben sie durch die Medien und diese berichten so das sich eben genau diese Meinung Bildet. Erst kürzlich habe ich eine Reisende getroffen die gerade aus dem Iran wiedergekommen ist und sie meinte das sie so nette und Gastfreundschaftliche Leute nur selten wo anders erlebt habe. Jetzt fragen wir doch mal Otto normal Bürger was er so von dem Iran hält. Ich wette der kennt sich aus und weis was ganz anderes zu Berichten. Was mich dahingegen fast davon abgehalten hätte nach Albanien einzureisen waren die Worte einer in Podgorica lebenden Zigeunerfamilie. Die finden Albanien, schließlich haben sie nur 30 km bis zu Grenze. Die waren sogar mal da drüben und erzählen trotzdem so einen scheiß. Vielleicht stimmen diese Dinge ja sogar. Nur nicht mehr in der heutigen Zeit. Ich hab mal Wikipedia mit dem Suchbegriff Albanien gefüttert. Ist schon Krass. War es 1990 in dem sich da alles änderte? Ist ja auch egal auf jeden Fall konnte ich da nachlesen das es vor einem gewissen Datum, ich glaube es war 1990 Privatpersonen verboten war ein Auto zu besitzen ebenso war das handeln mit Verhütungsmitteln untersagt. Vielleicht war es vor diesem Stichtag tatsächlich ein wenig “Riskie” dieses Land zu bereisen. Aber nicht mehr im Jahre 2009 da bin ich mir sicher.

Ich schreibe meine HP um zu unterhalten. Selbstverständlich berichte ich nicht über normale Vorgänge wie etwa: “Um 16 Uhr und 37 Minuten sprang die Ampel von rot auf grünlicht.” Ich meine das interessiert doch nun echt keinen. Interessieren tun glaube ich die Unterschiede zur Heimat und da ist mir halt das Müllproblem und der selbstverständliche Umgang mit Jagdwaffen aufgefallen. Das Umweltbewusstsein sollte sich ein wenig entwickeln sonst ist dieses Wunderschöne Land bald eine Müllkippe. Aber ich bin Deutscher alternativ Öko. Umweltbewusstsein gibt es auch hier in Griechenland nicht in dem gewohnten Maß. Papier und Glascontainer sind ein Fremdwort und Pappteller und Plastikbecher genauso weit verbreitet wie in Deutschland Recyclingtoilettenpapier. Es muss ja auch was gutes an meiner Heimat geben, ich lass ja sonst kaum ein gutes Harr an Ihr. Ob ich den Besitz von Jagdwaffen nun unbedingt als einen negativen punkt meines Albanien Aufenthaltes hervorheben möchte wage ich zu bezweifeln. Welche herrliche Freiheit wenn ich mich als Bürger den mir Zustehenden natürlichen Resorcen, sprich Wild, bedienen darf und wie weit Ökologischer und mit dem Tierschutz besser zu vereinbaren als Tiertransporte durch halb Südeuropa nur um Staatliche Subventionen kassieren zu können. Und wenn ich nachts um 10 durch den Vorgarten einer Albanischen Bäuerin klettere und diese mal mit dem Gewehr in der Hand nachfragt was ich dort verloren hätte hab ich zwar in dem Moment Angst aber ich bewerte das nicht als negativ. Die gleiche Situation hätte mir auch in den USA passieren können und niemand warnt mich vor USA Reisen. Ja, Albanien ist anders. Albanien ist freier als der Rest den ich bereist habe. Zwar gibt es Gesetze die auf den ersten Blick recht freiheitseinschränkend wirken aber es ist niemand da der Interesse daran hat sie durchzusetzen. In 45 Tagen Wildcamping in Albanien wurde ich nicht einmal verscheucht. Das ist Europäischer Rekord! 3 mal geriet ich in eine Polizeikontrolle. 3 Mal konnten die freundlichen Beamten weder English noch Deutsch und 3 mal konnte ich kein Albanisch. 3 Mal haben die Herren festgestellt da sitzt ein Deutscher in ner deutschen karre das hat wohl seine Richtigkeit. 3 mal ging mir niemand damit auf den Sack meine Tachoscheibe vorzeigen zu müssen oder meinen Verbandskasten Kontrollieren zu wollen. Auch wenn ichs nicht verstanden habe so glaube ich das mir 3 mal eine gute reise gewünscht wurde. Liebe Kroaten, Tschechen, Spanier, Italiener, Deutsche und vor allem Franzosen, fahrt mal nach Albanien und lernt wie man mit Gästen umgeht.

Warum der Hund gerade an diesem tag erschossen wurde kann ich nicht erklären. Ich bin mir aber sicher das es nicht daran lag das vorher niemand mit Schusswaffe vorbeigekommen ist. Gerade in dieser Region, und bei genauerer Betrachtung eigentlich nur in der Region um Petrale hab ich täglich mindestens 5 Bewaffnete Jäger oder Schafshirten gesehen. Sowohl im Wald als auch beim Bäcker. Mich als Hundefreund nimmt so etwas seelisch mit, das meinte ich in meinem Anfangsposting mit Subjektiver Sichtweise. Dennoch verstehe ich das Handeln und das geht glaube ich auch klar aus meinem Bericht hervor. Nur eben nicht den Zeitpunkt. Aber, da ich kein Albanisch kann werde ich es wohl nie erfahren. In einem Land in dem angeblich Armut herrscht, Armut asoziire ich in meiner Subjektiven sicht mit Hunger und einem fehlenden Schlafplatz und beides habe ich in Albanien nicht erlebt, haben die Menschen vielleicht auch mehr damit zu tun für Ihren Lebensunterhalt zu sorgen bzw. auf einen modernen Flachbidfernseher zu sparen als über den Zeitpunkt der Tötung einer Gefahr für ihren Nachwuchs nachzudenken.

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Lars

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BeitragVerfasst am: Mo, 29. Jun 2009, 22:11    Re: Reisebericht/Diskusion

 
Stefan09 hat folgendes geschrieben:
3 Mal haben die Herren festgestellt da sitzt ein Deutscher in ner deutschen karre das hat wohl seine Richtigkeit.

wie ich deine klaren Aussagen mag

nur zum Sichergehen: meine Replik war nicht auf deinen Bericht bezogen, sondern auf die Kommentare in deinem Forum
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Keiner

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BeitragVerfasst am: Mi, 01. Jul 2009, 18:16    Re: Reisebericht/Diskusion

 
Du hast ja allerhand erlebt, aber wenn keiner Deine Reiseroute richtig verstanden hat, dann bist in Albanien nicht allzu weit herumgekommen. Oder irrt sich keiner in diesem Punkt. Es wäre ganz toll, wenn Du eine Google – Maps Karte Deiner Reiseroute anfertigen würdest.

Hier wurde des öfteren das Thema Gastfreundschaft / Fremdenfreundlichkeit / Hilfsbereitschaft der Albaner positiv hervorgehoben. Keiner war zweimal in Albanien und hat das auch so empfunden. Im Nachhinein betrachtet sieht keiner das aber ein bisschen anders:

Wenn man nach dem Weg fragt, dann wird einem der erklärt. Wenn man in einer schwierigen Situation ist, dann wird einem geholfen. Und wenn man des Nachts vom Weg abgekommen ist, dann kann man bei irgendeinem Bauern auf dem Sofa pennen. Und wenn man eine Kneipe in einer ländlichen Gegend betritt, dann ist man sofort mittendrin und muss sich besaufen. Letzteres kann, ja nach Gusto, Segen oder Fluch sein.

Keiner hat schon einige Länder bereist und hat das oben erwähnte, im Durchschnitt seiner Erlebnisse, woanders genauso erlebt.

Woher kommt also der Eindruck, die Albaner seien besonders gastfreundlich / fremdenfreundlich / hilfsbereit?

Keiners These lautet wie folgt:

Hand aufs Herz, wer von den hier anwesenden Albanienreisenden hat das Land nicht mit dem sicheren Gefühl betreten, umgehend ausgeraubt zu werden. Wohl die Wenigsten. Wenn man mit dieser Erwartung die Erfahrung macht, dass sich die Bewohner eigentlich ganz normal verhalten, ist die Erleichterung darüber wohl derart überwältigend, dass dieses ganz normale Verhalten einfach überbewertet wird. Anders kann keiner sich das nicht erklären.
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Lars

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BeitragVerfasst am: Mi, 01. Jul 2009, 19:58    Re: Reisebericht/Diskusion

 
Zitat:
Keiners These lautet wie folgt:

Hand aufs Herz, wer von den hier anwesenden Albanienreisenden hat das Land nicht mit dem sicheren Gefühl betreten, umgehend ausgeraubt zu werden. Wohl die Wenigsten. Wenn man mit dieser Erwartung die Erfahrung macht, dass sich die Bewohner eigentlich ganz normal verhalten, ist die Erleichterung darüber wohl derart überwältigend, dass dieses ganz normale Verhalten einfach überbewertet wird. Anders kann keiner sich das nicht erklären.


dem würde ich widersprechen. es gibt hier auch viele, die immer wieder nach Albanien reisen – gerade, weil sie dort immer wieder so gute Erfahrungen machen.

Wenn keiner der Ansicht ist, dass es normales Verhalten ist, als Tourist auf der Strasse angesprochen und wenig später bei jemandem zu Hause zu sitzen, von jedem Bekannten als Familienmitglied aufgenommen zu werden, immer wieder Getränke etc. spendiert zu bekommen, so oder so mit jedem zweiten ins Gespräch zu kommen, dann weiss ich nicht, wo keiner sich jeweils aufhält, damit ihm das normal vorkommt. Mir ist das jedenfalls noch nie sonstwo passiert, und ich bin doch schon weit in der Welt herumgekommen. Woanders genauso? Geschieht mir nicht.
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Keiner

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BeitragVerfasst am: Do, 02. Jul 2009, 6:07    Re: Reisebericht/Diskusion

 
Lars hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Keiners These lautet wie folgt:

Hand aufs Herz, wer von den hier anwesenden Albanienreisenden hat das Land nicht mit dem sicheren Gefühl betreten, umgehend ausgeraubt zu werden. Wohl die Wenigsten. Wenn man mit dieser Erwartung die Erfahrung macht, dass sich die Bewohner eigentlich ganz normal verhalten, ist die Erleichterung darüber wohl derart überwältigend, dass dieses ganz normale Verhalten einfach überbewertet wird. Anders kann keiner sich das nicht erklären.


dem würde ich widersprechen. es gibt hier auch viele, die immer wieder nach Albanien reisen – gerade, weil sie dort immer wieder so gute Erfahrungen machen. .


Keiner wird auch wieder nach Albanien reisen. Aber nicht, weil er besonders gute Erfahrungen gemacht hat, sondern keine besonders schlechten.


Lars hat folgendes geschrieben:

Wenn keiner der Ansicht ist, dass es normales Verhalten ist, als Tourist auf der Strasse angesprochen und wenig später bei jemandem zu Hause zu sitzen, von jedem Bekannten als Familienmitglied aufgenommen zu werden, immer wieder Getränke etc. spendiert zu bekommen, so oder so mit jedem zweiten ins Gespräch zu kommen, dann weiss ich nicht, wo keiner sich jeweils aufhält, damit ihm das normal vorkommt. Mir ist das jedenfalls noch nie sonstwo passiert, und ich bin doch schon weit in der Welt herumgekommen. Woanders genauso? Geschieht mir nicht.


Keiner hat das nicht so erlebt. Nirgends nicht. Er hat sein Verhalten auch nie darauf ausgerichtet, weil ihm das viel zu anstrengend wäre.

Es ist eben nur eine These. Keiner ist im Besitz einer allumfassenden Wahrheit. Auch keiner nicht.
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Keiner

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BeitragVerfasst am: Mi, 08. Jul 2009, 20:09    Re: Reisebericht/Diskusion

 
Nanu, Sendepause.
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Stefan09

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BeitragVerfasst am: Fr, 10. Jul 2009, 19:44    Re: Reisebericht/Diskusion

 
Servus

Zuerst vielleicht mal ne kurze Frage. Keiner, bist du mit Niemand verwandt? Niemand war bei mir im Kindergarten, wir haben uns nie getroffen und viel nix gemacht.
@ Lars
Hab das schon verstanden worauf sich dein “Replik“ bezieht. Das war auch mit ein Grund dieses Posting hier zu veröffentlichen. Auch wenn der Autor dieser Beiträge an sich ein sehr lieber Kerl zu sein scheint.
@Keiner
Du hast recht und unrecht zugleich. Auch in anderen Ländern sind die Menschen sehr nett und Freundlich zu Touristen. Erst gestern bin ich durch eine Stadt gelaufen und wurde gleich mehrfach freundlich gegrüßt. „Jassu, hallo. Möchten sie vielleicht etwas essen? Gyros Pommes 6 Euro, Gratis Cola, Gratis Souvenir und Gratis Uozo! Kommen sie mit zeige ich Ihnen Gartenterasse.“
Ein freundlicher Mensch, selbst als ich sein freundliches Angebot abgelehnt habe wurde er nicht unfreundlich sondern hat mir einen schönen Abend gewünscht und meinte „vielleicht morgen.“
Jetzt vergleiche ich dieses verhalten aber mal mit Albanien.
1. Wenn mich ein Albaner gefragt hätte ob ich etwas essen möchte hätte ich Ihn nicht verstanden. Erst wenn er seine Hand immer wieder zum Mund geführt hätte um essbewegungen anzudeuten, mich dann am Arm gepackt hätte um mich sanft hinter Ihm herzuschleifen hätte ich kapiert was er wolle.
2. Es hätte keinen Gyros mit Pommes und Uozo gegeben. Eher Chevapchichie mit Paprika Brot und Raki.
3. Er hätte mir dieses Essen geschenkt, er wäre niemals auf den Gedanken gekommen mir 6 Euro dafür abzuknöpfen.
Selbst wenn ich freiwillig einen Gyrosladen betreten hätte, wo ich meinen Gyros natürlich bezahlen muss, hätte die gleiche Leistung maximal 300 Lecke gekostet.

Nein, weit rum gekommen bin ich nicht. Halt mehr oder weniger auf der direkten Route von Montenegro nach Mazedonien. Aber verhältnismäßig lange da war ich. So das ich schon behaupten würde von dem teil den ich bereist habe auch echt was mitgenommen zu haben. Du bist nicht der erste der mir rät Goggle karten von meiner Tour zu machen. Ist aber viel Arbeit, ich müsste die dann ja nicht nur von Albanien sondern von überall machen wo ich war. Sobald ich mal wieder ne ordentliche Internetverbindung aus meinem Auto heraus habe werde ich das mal in Angriff nehmen. Weist du, Forumsbeiträge schreibe ich offline. Das einstellen dauert dann noch 30 Sekunden. Google Karten muss ich online erstellen. Für meine gesamte Reiseroute dauert das einige Stunden. Das muss ich machen wenn ich nicht irgendwo auf nem Gehweg sitze.

Das von dir beschriebene maß an Hilfsbereitschaft, lieber Keiner, findest du wahrscheinlich in vielen Ländern. Aber sind wir doch mal ehrlich, du findest es nur in Ländern in denen der Kapitalismus noch nicht vollständig gesiegt hat. Ich war in Deutschland eine weile LKW Fahrer und habe, schon rein berufsbedingt des öfteren nach dem Weg fragen müssen. Ich erinnere mich an einen Vorfall wo der gefragte Antwortete: „kauf dir ne Karte.“ Ich bin in Deutschland, Österreich der Schweiz in Spanien, Frankreich, Portugal und in vielen anderen Ländern Europas gewandert. Häufig auch am linken Fahrbahnrand der Hauptstraße. Das ein Auto anhält und der Fahrer fragt ob er mich mitnehmen kann und das ganz ohne das ich meinen Daumen raushalte ist mir nur sehr sehr selten passiert. In Albanien und Montenegro aber beinahe Täglich. Woran mag das liegen? Ich weis nicht auf welche Art du Albanien bereist hast. Wenn du durch Tirana oder Elbasan läufst fällt dir das wahrscheinlich nicht so auf, da wunderst du dich nur das Keiner versucht dich zu Überfallen. (oh, welch lustiges Wortspiel. Keiner der böse Überfäller. Du warst das also, damals beim Pizza Taxi fahren. *gg) Aber in den Ländlichen bereichen muss ich mich den Äußerungen von Lars anschließen. Auch wenn ich Ihm in dem Punkt widersprechen muss das das „ins Gespräch kommen“ so einfach ist. Man wird zwar laufend angesprochen aber Gespräch kann man das nicht nennen was danach entsteht. Aber da können ja die Albaner nix dazu das ich weder die Ihre noch sie die meine Sprache beherrschen.


So, mal wieder genug für heute. Will auch noch ne Runde schwimmen.
Grüsse nach Albanien, Deutschland, die Schweiz und den Rest der Welt aus dem sonnigen Griechenland.

Stefan

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ALI

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BeitragVerfasst am: Fr, 10. Jul 2009, 22:59    Re: Reisebericht/Diskusion

 
[quote="Stefan09"]Auch wenn ich Ihm (Lars) in dem Punkt widersprechen muss das das „ins Gespräch kommen“ so einfach ist. Man wird zwar laufend angesprochen aber Gespräch kann man das nicht nennen was danach entsteht. Aber da können ja die Albaner nix dazu das ich weder die Ihre noch sie die meine Sprache beherrschen. [/quote]

Hallo Stefan,

das erinnert mich an eine sehr nette Unterhaltung, die wir an der Straße zwischen Vlore und Tepelene hatten. Wir waren dort 2005 mit dem Wohnmobil unterwegs und machten eine Kaffeepause als ein Auto bei uns anhielt, aus dem ein Polizist ausstieg. Nachdem wir uns gegenseitig vorgestellt, dem Polizisten Kaffee angeboten und gegenseitig Zigaretten ausgetauscht hatten, kamen wir ins Gespräch. Der nette Polizist hat uns sämtliche Fußballspieler der Bundesliga aufgezählt, im Gegenzug habe ich ihm sämtliche mir bekannten deutschen Biersorten vorgestellt. Ehrlich gesagt, der Herr kannte mehr Fußballer als ich Biersorten. Als der Polizist nach etwa einer halben Stunde weiter fuhr, waren wir dicke Freunde. Very Happy

Gruß Ali
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Keiner

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BeitragVerfasst am: Sa, 11. Jul 2009, 8:16    Re: Reisebericht/Diskusion

 
Stefan09 hat folgendes geschrieben:
Servus
Zuerst vielleicht mal ne kurze Frage. Keiner, bist du mit Niemand verwandt? Niemand war bei mir im Kindergarten, wir haben uns nie getroffen und viel nix gemacht.


Keiner ist mit Niemand insofern verwandt, als Niemand mit Keiner identisch ist, umgekehrt ist es genauso.

Du hast es ja bereits angedeutet, Niemand war sozial so weitergehend isoliert, dass er nicht einmal von seinen eigenen Eltern wahrgenommen wurde. Damit hätte Niemand ja noch leben können, er ist ohnehin nicht besonders kontaktfreudig.

Und wären da nicht einige Ereignisse, die Niemand um seine körperliche Unversehrtheit hatten fürchten lassen, hätte er alles beim Alten belassen:

Bei einem geplanten Discobesuch hieß es plötzlich: Niemand kommt hier rein! Niemand war hoch erfreut, marschierte vom Ende der Schlange noch vorne, begehrte nachdrücklich den in Aussicht gestellten Einlass (versprochen ist versprochen!) und wurde übel zusammengeschlagen.

Banküberfall in der Hamburger Innenstadt am 30.2.2008, in den Niemand zufällig hineingeraten war. Niemand rührt sich vom Fleck, so die Aufforderung des Bankräubers. Niemand tat, wie ihm geheißen wurde und wäre fast erschossen worden.

Die Liste der Pannen und ließe sich beliebig erweitern.

Kurzum, Niemands Leben wurde allmählich unerträglich und er beschloss, seine Identität in Keiner zu wechseln. Leider mit mäßigem Erfolg. Es hat sich praktisch nichts geändert und Keiner ist verzweifelt.
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