Sa, 15. Dez 2012, 15:54
Ich bemerke oft, das Dinge unnötig komplizierter gestaltet werden.
Es ist nicht unsere Aufgabe, die nicht mit einer Person zusammenlebt, die aus einer anderen
Kultur kommt, zu verurteilen oder gar zu pauschalisieren.
Meiner Meinung nach hat der Mann/die Frau selbst das Maß der Dinge zu bestimmen, in wie fern
er7 sie sich von einer Kultur entfernt, annähert. Ich persönlich könnte nicht mit einer Frau verheiratet
sein, die meine Kultur nicht respektiert und ich könnte auch nicht mit ihr zusammen leben, wenn
ich nicht ihre Kultur respektieren könnte.
Wenn jemand seine/ihre Kultur vernachlässigt, dann ist es sein/ihr Problem, mit der er/sie sich
befassen muss. Ich sags immer wieder, wer nicht geben und nehmen kann und den nötigen Respekt für
den Partner/Partnerin besitzt ist eh in einer Beziehung falsch aufgehoben und sollte lieber weiterhin
mit seiner Hand verheiratet sein und ein Single leben führen.
Aber zurück zum Thema, es zwingt niemand einen Albaner seine Kultur in der Beziehung zu vernachlässigen
und wenn jemand das tut könnte es sein, das er entweder zu schwach ist oder einfach Identitätsprobleme hat.
Da hilft auch keine 4 seiten diskussion in einem Forum wie dieses.
Außerdem sollte jeder selber entscheiden, wie die Person das eigene Leben gestaltet.
Worin ich eher Probleme sehe ist die akzeptanz von Kulturen in vielen Ländern. Aber wobei ich sagen muss,
das die Kultur als solche in zeiten der global vernetzten Welt schnell an ihrer Identität Änderungen gewinnt/verliert, was
gut und schlecht sein kann. Letzendlich leben wir halt von den verschiedenen Kultureinwirkungen sei es Musikkultur, religiöse
Kultur oder die Volkskultur als solche. Das Internet ist von den Briten Tim Berners Lee erfunden, um uns Albanern
zu ermöglichen besser global zu kommunizieren (wenn man das übertrieben filtrieren würde).Die Schrift ist latein. Es gibt
keine monokultur in diesem Sinne mehr.
Genauso die ganzen aderen Erfindungen. Ich denke, das jeder aus vielen Dingen positive und negative Dinge mitnehmen kann.
Das muss jede(r selber entscheiden.
Die Volkskultur wie z.B. Bräuche, Familienführung und Lebensstrukturen, können dennoch erhalten werden, wenn man
das auch will. Gerade wir Albaner, die mit vielen Einflüssen umgeben waren und mit vielen Völkern zu tun hatten, können
nicht mehr davon ausgehen, das diese Kultur die wir führen uralbanisch ist. Sie ist zwar albanisch, denn das was wir albanisch nennen
ist die Definition die wir momentan führen. Die Definition der Kultur, die jeder Mensch führen muss.
Und zur Sprache und Familienkommunikation: Wenn mal angenommen eine Deutsche nach Kosovo kommt, weil sie mit einem Albaner
verheiratet ist und diese Sprache nicht sprechen möchte und erlernen möchte dann ist das halt so. Der Ehemann hätte sich diese Fragen vorher stellen müssen und nicht einfach ohne Kommunikation davon ausgehen, das sie es lernt.Außerdem gibt es viele Ehemänner, die ihre Sprache vernachlässigen und ihr auch nicht dabei helfen wollen, weil sie faul sind oder das nicht beibringen wollen oder oder oder.. ich meine wenn ein Mann eine Frau aus der anderen Kultur heiratet, dann muss er sich im klaren sein, das es auch Arbeit bedeutet. Heute wird ausgegangen das alles ohne Arbeit geht. Selbst mononationale Beziehungen benötigen Arbeit auf beiden seiten!