Grüzi miteinand aus Hamburg
Die Biker unter Euch werden das Gefühl kennen: Irgendwann muss man einfach los, egal wohin. Und: Warum nicht einmal nach Albanien.
Hier kurz die Stationen der Reise
An einem Sonntagnachmittag Ende August 2005 mit dem Autoreisezug von Hamburg nach Wien. Am nächsten Tag von Wien nach Rijeka und Übernachtung dort.
Auch das werden die Biker unter Euch kennen. Nach einem ganzen Tag auf dem „Hobel“ und nach ca. 500 Km hat man erst mal die Schnauze voll. Da ist eine Fährverbindung von Rijeka nach Split eine willkommene Abwechslung. Abfahrt war gegen 10.00 Uhr, Ankunft in Split gegen 19.00 Uhr. Die Fähre ist relativ groß und hat alle gastronomischen Voraussetzungen für eine solche Fahrt. Man hat immer die kroatische Küste im Blick. Allerdings ist dieser Ausblick auf die Dauer eher langweilig, weil die Landschaft karg und eintönig ist. Dem Vernehmen nach sollen die Venezianer dort einige Zeit gehaust und wegen Schiffbau die Waldbestände massiv dezimiert haben. Und die haben in dieser Hinsicht ganze Arbeit geleistet.
Nach der Ankunft in Split noch einige Km gefahren und irgendwo übernachtet. Am nächsten Tag Einreise nach Montenegro und Übernachtung in Budvar.
Am nächsten Tag über Bar und Ulcinj zum Grenzübergang Sukobin / Muriqan. Mensch Leute, der ist gar nicht so einfach zu finden. Jedes mal, wenn ich einen Passanten gesehen habe, Visir hoch, im Vorbeifahren „Albania“ gebrüllt und die Richtung anzeigen bzw. bestätigen lassen.
An dieser Grenze gibt es offensichtlich einen Biker – Bonus. Ich bin jedenfalls aus der Schlange ganz hinten nach vorne gewunken worden. Die Formalitäten sind auch überschaubar und es konnte zügig nach Durres weitergehen. Von den Strassenverhältnissen war ich, nach allem was ich gelesen hatte, zunächst sehr positiv überrascht. Wie deutsche Bundesstrassen, nur besser in Schuss. Auf einem Teilstück der Strecke von ca. 30 Km herrschten allerdings grenzwertige Verhältnisse. Hier wäre man mit einer Enduro besser gefahren.
In Durres habe ich erst mal die Lage gepeilt und ein Hotelzimmer am Ende der Strandpromenade genommen. 30,00 € und einfach klasse. Großes Zimmer mit Balkon und Meerblick.
Die Menschen dort sind zunächst etwas reserviert, sobald sie allerdings merken, dass man ein freundlicher und ganz normaler Mensch ist, kann man dort –glaube ich- sehr schnell Freundschaften schliessen.
Durres ist, wie ich geglaubt habe, kein europäisches Niemandsland. Es treiben sich dort jede Menge Italiener rum. Zu welchem Zweck auch immer. Aber alle anderen Nationalitäten: Fehlanzeige.
Ein kleiner Tipp für diejenigen, die es bunt und laut mögen: Am Ende der Strandpromenade ist eine Feiermeile vom Feinsten. Bierbuden, Restaurants und Imbissstände bis zum Abwinken. Und jede Menge Trubel. Das macht Spaß!!!
Es sollte nur ein Testbesuch in Albanien sein und ich bin auch nur zwei Tage geblieben und dann im Prinzip die gleiche Strecke zurück nach Wien bzw. Hamburg gefahren.
Es hat mir so gut gefallen, dass es bei dem Testbesuch nicht bleiben soll. Am 7.5.2006 geht es mit dem Autoreisezug von Hamburg nach Villach. Dann nach Ancona und mit der Fähre nach Igoumenitsa. Dort beginnt dann eine Rundreise durch ganz Albanien. Korce, Ohrid, Tirana, Durres, Vlora und Saranda.
Wer mitfahren möchte oder sich in dieser Zeit ebenfalls dort rumtreibt, bitte PN schicken. Wir gehen dann mal ein Bier trinken.
Viele Grüße
Tomcat
