Am nächsten Tag haben wir uns dann weiter auf der SH3 Richtung Tirana begeben. Nach einigen Einkäufen in Elbasan (Obst, Gemüse, Käse, Wurst und Brot) haben wir auf dem Weg noch einen Zwischenstopp in Petrele gemacht und die dortige kleine Festung besichtigt (
https://goo.gl/maps/YoC7c). Wir sind da hingefahren, weil die im Reiseführer angepriesen wurde, aber naja, wenn man aus einer Gegend stammt wo es riesige Festungsanlagen gibt, dann ist das irgendwie nicht so spektakulär. Der Dorftplatz ist aber sehr schön saniert worden, wir haben da Picknick gemacht und allgemein ist der Ausblick schon ok. Falls man es eilig hat, kann man sich aber den Weg sparen.
In Tirana angekommen sind wir zum Hostel "Trip'N'Hostel" (
https://goo.gl/maps/G76I9) gefahren und haben da eingecheckt. Schöne klimatisierte Zimmer, Kosten waren afair 10 Euro pro Personen pro Nacht inkl. Frühstück. Das Publikum ist etwas naja alternativ und es hing ein Hauch von Gras in der Luft

Für das Auto was direkt beim Hostel Platz, also alles soweit passend. Wir haben dann erstmal Wäsche gewaschen und sind so gegen 17:00 Uhr aufgebrochen um die Hauptstadt und ihre Sehenswürdigkeiten zu erkunden. Vorher war das auch nicht möglich, weil es einfach viel zu heiß war. Nachdem wir erst etwas orientierungslos am Skanderbeg-Paltz rumgeirrt sind, haben wir tatsächlich in der Touristinfo (
https://goo.gl/maps/oYcQy) nach Dienstschluss noch reichlich Infomaterial zu Tirana und Albanien inkl. Stadtplan bekommen. Umsonst... Und der gute Mann, der extra für uns nochmal aufgesperrt hatte, war sichtlich erfeut a) überhaupt Gäste begrüßen zu dürfen und b) noch dazu welche aus Deutschland. Amüsante Begebenheit am Rande: Ungefähr 50 m vor der versteckten Touristinfo habe ich einen Polizisten nach dem Weg zu eben jener gefragt. Er wusste nicht, dass sie einen Steinwurf entfernt ist, noch dass es sie überhaupt gibt
Wir haben dann im Anschluss die Sehenswürdigkeiten Tiranas an einem sehr warmen Sommerabend mit einem langen Spaziergang erlaufen. Da aber das Zentrum Tiranas übersichtlich ist und eigentlich alles Sehenswerte zwischen Nationalmuseum und Parku i Madh an zwei Straßenzügen entlang aufgereiht ist, ist das keine große Sache. Wir haben also gemütlich laufend und wieder essend die Stadt und ihr Flair genossen. Hat wirklich was. Der Parku i Madh ist auch klasse, und was da los ist Abends, einfach toll. Vor allem, dass da einfach alle Generationen unterwegs sind, von Kleinkind bis zum Urgroßvater, quasi von 0 bis 100 sind da alle Altersschichten vertreten. Zum Schluss gegen 22:00 Uhr noch ein kühles Bier in einer Bar und so um 23:00 Uhr waren wir zurück im Hostel.
Nach einer erholsamen Nacht (es ist doch mal wieder schön gewesen, in einem Bett statt auf der relativ harten Matte zu schlafen), sind wir nach einem reichhaltigen Frühstück und dem Check-Out nochmal ins Zentrum gelaufen (das Auto haben wir beim Hostel gelassen). Da haben wir dann das Nationalmuseum besucht. Für 200 Lek pro Person auch mehr als OK. Der Besuch lohnt sich, man erfährt einiges über Albanien und wer da früher so alles gelebt hat. Nach dem Museumsbesuch haben wir uns noch einen Imbiss gegönnt und sind dann Richtung Durres aufgebrochen um ein paar Tage am Meer zu verbingen.
Ziel war der Campingplatz "Kamping pa Emer" (
https://goo.gl/maps/mSWzT), den uns die Österreicherinnen empfohlen hatten. Die Anreise ist etwas holprig sobald man die SH4 verlassen hat. Ist aber absolut machbar und sogar ausgeschildert. Am Platz angekommen wollte uns der italienische Besitzer erst einen Platz oben am Hang zuweisen. Nach Intervention meiner Begleiterin und seiner Ansage "You wanto to stay in the sea?", haben wir dann einen Platz direkt am Strand bekommen. Und das meine wortwörtlich, das Auto stand 1,5 Meter vom Wasser entfernt direkt am Strand, unser Zelt haben wir direkt dahinter aufgestellt. Sowas gibt es wohl nur in Albanien. Aber sensationell! Und Strom gab es auch. Und nette Nachbarn. Wir haben uns dann einen Sonnenschutz gebastelt und waren 2 Nächte dort. Auf der künstlichen Insel gibt es Pizza, die Preise sind in Ordnung. Allerdings sollte man aufpassen und in Lek bezahlen. In Euro geht zwar auch, allerdings schlägt man dann schon mal 50% drauf und dann kostet die Pizza eben 6 Euro statt der umgerechneten 4 Euro. Alle Preise sind in Lek und Euro angegeben, man wird also nicht wirklich übers Ohr gehauen

Ist halt geschickt gemacht

Wobei die 6 Euro für diese Pizza auch noch absolut in Ordnung sind! Die Nacht hat glaube ich insgesamt 12 Euro, also 24 Euro für zwei Nächste gekostet, bin mir aber nicht mehr ganz sicher. Viel teurer war es jedenfalls nicht!
Das Wasser war traumhaft und sehr seicht, toller Sandstrand, die Sanitäranlagen auch sehr sauber.