Ich kann deine Begeisterung für diese "Sportart" nicht ganz teilen. V.a. in Bezug auf Albanien finde ich Rallye etwas riskant, da die zu Schrott gefahrenen Fahrzeuge irgendwo auf einer illegalen Autodeponie landen. Ich weiss, Rallye kann nichts dafür, dass die meisten Albaner kein Umweltbewusstsein haben. Doch man sollte einem geistig Verwirrten auch keine Pistole in die Hand drücken.volkergrundmann hat geschrieben:Hm, zwei für mich äußerst interessante Beiträge. Was die Rallye betrifft, für mich ist sie eine der schätzenswertesten und vor allem ehrlichsten der Welt. Die Teilnehmer bezahlen nämlich die Karren, die sie zu Schrott fahren, zumeist ganz privat oder werden nur durch albanische Firmen gesponsert. Die fahren da (zumindest im Moment noch nicht) das zu Schrott, was ihnen VW oder Toyota billig zur Verfügung stellt. Für mich hat das noch was Ursprüngliches, Unverdorbenes. Ich hoffe, das bleibt noch eine Weile so, denn irgendwann wird auch diese Rallye vom internationalen Kommerz aufgefressen.
All deine Argumente (die ich einsehe und mit dir teile) widersprechen nicht dem, was ich gesagt habe: dass diese Regierung die erfolgreichste sein kann, wenn sie das Angefangene zu Ende bringt, dass es Rama schaffen könnte, da er dies bereits in Tirana unter Beweis gestellt hat und dass Rama ein guter Administrator ist. Ich habe mit keinem Wort Rama als Gutmenschen, fairen Politiker, albanischen Robin Hood oder Idealisten in den Himmel gelobt.volkergrundmann hat geschrieben:Was die Beurteilung von Ramas Handeln betrifft, wäre ich vorsichtig. Er hatte sich zunächst durch die Säuberung Tiranas viel Respekt verschafft. Aber auch seine Macht verfügt ganz offensichtlich über eine Dunkle Seite. Da ist nicht nur die Art, wie er seine knappe Niederlage von 2009 handhabte (seine Aufhetzungen erbrachten zumindest drei Tote). Es gibt auch recht deutliche Hinweise, dass er sich seine Zustimmung zu Bauprojekten, die Tirana versaut haben, teuer bezahlen ließ. Sein Versuch, das Zentrum Tiranas umzugestalten, war, gemessen an den Möglichkeiten Albaniens, größenwahnsinnig. Politiker sollte ohnehin die Nachwelt beurteilen. Ich befürchte, dieser Satz gilt für Rama umso mehr.
Und ich glaube auch nicht, dass er seine Häuser in Luxusgegenden des Mittelmeers durch den Verkauf seiner Bilder finanziert hat.

