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traurig077
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Re: Unakzeptierte Liebe

Di, 13. Nov 2012, 18:02

Alket du hast insofern recht, als dass es vermutlich für die meisten albaner auch eine frage ist was sie selbst wollen.
Bei meinem mann war es auch so. Er gat im endeffekt geheiratet weil er auf das gehört hat was in seinem elternhaus gesetz war und was sein ich geprägt hat.
Er selbst war auch nicht sicher ob es nicht besser ist mit einer albanerin verheiratet zu sein weil sie ihn womöglich besser versteht, ein leben einfacher wäre.
Schlussendlich hat er aber abgewogen nachdem er die erfahrung gemacht hat, dass er sich mit seiner frau so gar nicht versteht. Dass nationalität und religion eben nicht alles ist. Dass der verstand, der sagt das ist gut und richtig für meine familie und mich eben nicht reicht wenn liebe fehlt.

Deswegen glaube ich auch, dass man diese geschichten so am anfang gar nicht beurteilen kann. Bei uns hat es 13 monate gedauert bis er wieder geschieden war. Der wunsch war nach der hochzeit da und der feste wille es zu tun nach 2 monaten und die sicherheit es durchzuziehen nach 10 monaten.

Gut, wir waren vorher auch nur 5 minate zusammen, aber man muss doch erst sicherheit gewinnen, dass es sich für den partner lohnt zu kämpfen und da ist diese ganze hochzeitsmache manchmal schon im gange.

Ich kann verstehen, dass albanische männer zweifeln ob es mit einer deutschen klappt wenn sie immer gesagt bekommen, die gehen beim ersten streit mit den kindern und andersrum deutsche, die denken albaner nehmen ihre kinder bei trennung und zur not mit gewalt.

Bei männe ist es heut noch so, dass er ab und an anwandlungen kriegt weil er denkt er hat sich gegen seine herkunft gestellt.

Und warum ist so? Weil sie von anfang an zum patriotismus usw. Erzogen werden, von zb djali abgemahnt wenn man nicht ausreichend vaterlandsliebe an den tag legt etc.
So eine erziehung ist nicht weltoffen, nicht geeignet wenn man seine kinder in ein fremdes land bringt und führt zu all diesen problemen. Der haken bleibt zumindest zum großen teil bei den eltern aus meiner sicht
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liberté
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Re: Unakzeptierte Liebe

Di, 13. Nov 2012, 18:12

mimoza, ich freue mich, daß wir alle dir ein wenig helfen konnten auf andere gedanken zu kommen. eine heldenhafte trennung ist natürlich immer romantischer, aber meist ist dem leider nicht so, da hat alket schon recht.

traurig, du hast mir die worte vorweg genommen - sicher wollen es diese männer bzw. glauben sie es zu wollen, weil eine entsprechend patriotische erziehung voran gegangen ist bzw. es immer eltern gibt, die so subtil ihre liebe entziehen, wenn ihre kinder nicht so agieren, wie es ihnen passt.

ich selbst, dafür bin ich hier übrigens just von den patrioten schon mal auf das übelste beschimpft worden, wünsche mir natürlich auch einen einfacheren weg für meine jungs. eine hübsche, gebildete, warmherzige, intelligente, humorvolle deutsche frau mit der ich mich perfekt verstehe. aber wir sind ja nicht bei wünsch mir was und ich werde den teufel tun und es meinen kindern implizieren...bin echt gespannt, was da noch so auf mich zukommt!

mimoza - ich bin auch gespannt wie es dir ergehen wird. würde mich sehr freuen, wenn du uns ab und an noch berichtest wie es dir ergangen ist. du hast schon recht - manchmal muss man das leben nehmen wie das leben eben ist....und erfährt erst hinterher warum einem gerade dies oder das passieren musste. irgendwann fügt sich alles als großes ganzes...nur kannst du es jetzt noch nicht sehen!
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Re: Unakzeptierte Liebe

Di, 13. Nov 2012, 23:28

Ich möchte hier mal wieder eine Lanze brechen für die Eltern :wink: Meine Schwiegermutter hat sich auch eine Albanerin für ihren Sohn, respektive als Nuse gewünscht, nun wünscht sie es sich wiederum bei ihrem Enkel. Wir hingegen sind da logischerweise anders eingestellt und vermitteln ihm das auch, nur sind wir ja nicht die einzigen die auf unsere Kinder Einfluss nehmen. Bewegt man sich im albanischen Kulturkreis, kommen automatisch Angebote zur Vermittlung von verschiedensten Seiten. Sie wachsen mit so Fragen auf, wo ist es besser Schweiz oder Kosovo, was für eine Frau willst du mal Albanerin oder Schweizerin usw. Kinder sind dann meistens sehr diplomatisch und sagen beides oder merken dass gewünscht wird das eine zu bevorzugen und nennen das dies und so geht das dann immer weiter, sie versuchen diesen Spagat zwischen den Kulturen, beidem gerecht zu werden und so nebenher entwickeln sie auch dadurch auch ein Verpflichtungsgefühl.
Nicht immer liegt es an der Erziehung der Eltern, dass Kinder das Gefühl haben innerhalb der Nation, respektive von der gleichen Region und gleicher Religion heiraten zu müssen. Auch die weitere Verwandtschaft kann sich bei dem Thema herrlich gut einmischen und dann kommt es auch noch auf das Umfeld der jungen Menschen an. Wenn sich der Freundeskreis auch vorallem in der albanischen Kultur bewegt, wird auch von daher irgendwie erwartet einen albanischen Partner zu haben usw. So dass die jungen Menschen vermuten, dass ihr direktes Umfeld, diese Erwartung hat und enttäuscht wäre, wenn man anders handelt, was ja wiederum nicht heisst, dass es dann auch so wäre, aber oftmals geht man dann dem Thema bewusst aus dem Weg, da man denkt zu wissen was die anderen darüber denken.
Der Druck wird da sein, bei allen Kindern die sich im albanischen Kulturkreis bewegen, von wo der kommt, oder ob sie sich den vorallem auch selber auflegen, das ist individuel verschieden und liegt nicht immer an der Erziehung der Eltern.

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Re: Unakzeptierte Liebe

Mi, 14. Nov 2012, 0:00

Naja, das gilt aber eher nur für binationale eltern denke ich. Ich kann mir kaum vorstellen, dass dein sohn auch wenn er sich durch elternunabhängiges umfeld gedrängt fühlen würde eine albanerin zu heiraten oder so auch selbst den willen gefunden hat, behaupten würde er wolle keine schweizerin ehelichen weil seine eltern das nicht wollen.
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Re: Unakzeptierte Liebe

Mi, 14. Nov 2012, 0:15

smile ja das stimmt, er sagt nicht seine Eltern wollen das nicht, sondern er sagt dass er denkt man(n) muss/sollte, da man sonst seine Wurzeln verliert, vorallem er mit Schweizer Mutter. Fragt mich nicht woher diese Einstellung kommt, oder was wir hier verpasst haben und wir ihn nicht anderes erzogen hätte, es kommt nicht von uns, sondern die Jungen verhandeln sowas im Freundeskreis und in ihrem Umfeld sonst.

Alket
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Re: Unakzeptierte Liebe

Mi, 14. Nov 2012, 0:41

Estra hat geschrieben:Ich möchte hier mal wieder eine Lanze brechen für die Eltern :wink: Meine Schwiegermutter hat sich auch eine Albanerin für ihren Sohn, respektive als Nuse gewünscht, nun wünscht sie es sich wiederum bei ihrem Enkel. Wir hingegen sind da logischerweise anders eingestellt und vermitteln ihm das auch, nur sind wir ja nicht die einzigen die auf unsere Kinder Einfluss nehmen. Bewegt man sich im albanischen Kulturkreis, kommen automatisch Angebote zur Vermittlung von verschiedensten Seiten. Sie wachsen mit so Fragen auf, wo ist es besser Schweiz oder Kosovo, was für eine Frau willst du mal Albanerin oder Schweizerin usw. Kinder sind dann meistens sehr diplomatisch und sagen beides oder merken dass gewünscht wird das eine zu bevorzugen und nennen das dies und so geht das dann immer weiter, sie versuchen diesen Spagat zwischen den Kulturen, beidem gerecht zu werden und so nebenher entwickeln sie auch dadurch auch ein Verpflichtungsgefühl.
Nicht immer liegt es an der Erziehung der Eltern, dass Kinder das Gefühl haben innerhalb der Nation, respektive von der gleichen Region und gleicher Religion heiraten zu müssen. Auch die weitere Verwandtschaft kann sich bei dem Thema herrlich gut einmischen und dann kommt es auch noch auf das Umfeld der jungen Menschen an. Wenn sich der Freundeskreis auch vorallem in der albanischen Kultur bewegt, wird auch von daher irgendwie erwartet einen albanischen Partner zu haben usw. So dass die jungen Menschen vermuten, dass ihr direktes Umfeld, diese Erwartung hat und enttäuscht wäre, wenn man anders handelt, was ja wiederum nicht heisst, dass es dann auch so wäre, aber oftmals geht man dann dem Thema bewusst aus dem Weg, da man denkt zu wissen was die anderen darüber denken.
Der Druck wird da sein, bei allen Kindern die sich im albanischen Kulturkreis bewegen, von wo der kommt, oder ob sie sich den vorallem auch selber auflegen, das ist individuel verschieden und liegt nicht immer an der Erziehung der Eltern.
Estra du vorurteilst und stellst das in einen recht negativen licht, vielleicht liegt das auch daran weil du selbst deutsche bist, so wird man damit wohl auch mehr konfrontiert und andere fühlen sich auch zu dieser konfrontation unbewusst gedrängt....

Ihr macht einen grossen Fehler wen ihr meint ihr distanziert euch mit Worten "sie sollen nehmen wen sie wollen" von albanischen Müttern, das glaubt euch niemand, auch ihr euch nicht, würdet ihr eine akezptieren die eurem Kind schaden zufügt und ihr/sein Leben zerstört, oder die gefahr zu gross wäre?...nein würdet ihr als GUTE Mütter natürlich nicht.

Und genau wie ihr denken diese Mütter die ihr meint nicht zu verstehen.

Und ich empfinde die "vermittlungen" nicht als Druck, sondern als Kompliment, mich schmeichelt es und fühle mich geehrt, habe zwar immer nein gesagt aber ich finde das super.....viele Menschen die keinen Partner finden wurden so fündig, vor allem in der heutigen oberflächlichen Welt finde ich das wichtig, und die eigene Familie kennt ja einen am besten, wen jemand helfen kann dann wohl eher die die einem am besten kennen....

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Re: Unakzeptierte Liebe

Mi, 14. Nov 2012, 4:26

Du setzt eine frau anderer nationalität zum wiederholten male mit einer gleich die schadet und schlecht ist und das schmeckt mir nicht. Ein partner der dem kind schadet vor dem würde jede mutter warnen. Aber nur weil meine tochter mal nen tunesier heiraten will, nehme ich nicht automatisch an, dass er ihr schadet. Erst recht nicht wenn ich ihn nie kennengelernt habe.
Da ist sehr wohl ein unterschied alket, denn die mütter die hier reden sind sehr wohl offener, denn sie haben einen partner anderer kultur, warum sollten sie keine schwiegertochter akzeptieren?
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Re: Unakzeptierte Liebe

Mi, 14. Nov 2012, 4:34

Diese einstellung an sich muss man dann so hinnehmen estra, auch wenn es vermutlich grade als schweizer mama ein blödes gefühl ist. Im endeffekt wird er dann aber wohl ehrlich sagen, dass er ne albanerin heiraten will, wenn er ne schweizerin loswerden will oder wenn er doch eine kennenlernt entscheidet er sich ohne große probleme um weil er weiß seine eltern stehen hinter ihm. Ich denke den freunden zu liebe wird er sich nicht trennen wenn er ne schweizerin liebt:-)

Super wenn man in der mitte liegt und es links schnarcht und rechts am nuckel zuzt und rumpupst...
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Re: Unakzeptierte Liebe

Mi, 14. Nov 2012, 8:33

Alket du hast mich leider nicht verstanden.
Will hier auch nicht nochmal alles hervorheben, nur soviel, ich finde Vermittlung auch nichts Schlimmes. Ich sprechen hier von Vermittlung/Msit eine Vermittlung im Sinne von Startschwierigkeiten überwinden sein, also jemanden vorschlagen, die Vorzüge hervorheben usw. Die können sich dann selber kennen lernen und bei gefallen weiter daten oder es dann halt sein lassen.
Ich verstehe die Mütter vollkommen und stecke selber gerade darin und weiss schon von was ich schreibe. Ich wollte damit zeigen, dass es nicht immer die Mütter sind, wie man hier oft lesen kann, die Druck machen. Dass sich die jungen Menschen selbst auch irgendwie unter Druck setzen, da sie denken dass es so erwartet wird, ohne dass es wirklich so ist, oder zumindest nicht so dass man nicht darüber sprechen könnte.
Und ich habe auch schon mal geschrieben, dass ich sicher mein Kind auch versuche zu beschützen und ihm rate oder auch abrate unter Umständen.
Und auch wenn Mütter oder Eltern dagegen sein sollten, machen ja die Kinder meistens doch das was sie wollen, vorallem im fortgeschrittenen Alter, also ist es halt doch oft eine Ausrede oder halt sich scheuen einen etwas steinigeren Weg einzugehen.

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liberté
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Re: Unakzeptierte Liebe

Mi, 14. Nov 2012, 10:06

tja alket, du hörst leider nicht auf dir zu widersprechen. ich dachte es stimmt gar nicht, daß man von seinen albanischen eltern beeinflusst wird und es lieber gesehen wird eine albanerin zu heiraten? diese jungen männer lügen doch alle nur?

ich denke du willst einfach den unterschied nicht verstehen. estra hat es noch mal sehr anschaulich erklärt. natürlich haben wir ängste und wollen, daß es unseren kindern gut geht. aber wir verstehen unsere kinder nicht als unser eigentum und finden uns damit ab, daß sie ihre eigenen wünsche und vorlieben haben.

ich hätte auch nichts dagegen, wenn meine nachbarin oder freundin kommt und sagt "hey guck mal, die frau schwarte hat ne hübsche tochter". das ist es nicht.

ich will, daß mein kind frei entscheidet - ohne, wie von esra beschrieben, vorher ein verantwortungsgefühl entwickelt zu haben. es sollte nicht heiraten, weil es erwartungen erfüllen muss, sondern weil es sich zu einem menschen hingezogen fühlt. weil sie spüren zu einem menschen zu passen im sinne von wertvorstellungen, interessen, zukunftsplänen, stimmiger sexueller chemie.

ich denke viele viele menschen, egal welcher nation, erziehen ihre kinder ganz subtil mit dem instrument "liebe / zuneigung". verhält es sich so, wie es ihnen passt, bekommen sie all die zuwendung, nach der jeder mensch hungert. ist dem nicht so, wendet man sich ab. das ist auch die leichteste art der erziehung, sonst wird es schwer.

niemand hat gesagt, daß es leicht ist seine kinder gehen zu lassen. estra, ich fühle mit dir! ich kann mir vorstellen wie es in dir aussieht und doch weiß ich es noch nicht. ich ziehe, zum wiederholten male, meinen hut vor dir.
ich hab das gefühl du lebst irgendwie mit deiner familie in einer art paralleluniversum. sprich: ihr lebt zwar in der schweiz, aber doch mit einem grösstenteils albanischen umfeld, oder?
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Re: Unakzeptierte Liebe

Mi, 14. Nov 2012, 20:54

liberté hat geschrieben: ich hab das gefühl du lebst irgendwie mit deiner familie in einer art paralleluniversum. sprich: ihr lebt zwar in der schweiz, aber doch mit einem grösstenteils albanischen umfeld, oder?
smile na denke nicht, dass wir in einer Art Paralleluniversum leben mit unserer Familie. Aber wir leben in einer Grossfamilie, haben hier viele albanische Verwandte und Bekannte, plus haben die Kinder mindestens drei bis zu sieben albanischen Klassenkameraden. Es hat wahrscheinlich hier in der Schweiz im Vergleich zu D, einfach mehr Albaner aus den verschiedenen albanisch sprechenden Ländern. Ich würde mal sagen ich leben ausgeglichen in und mit beiden Kulturen, mein Mann und seine Brüder die mit uns wohnen eher in der albanischen, unsere Kinder auch in und mit beiden, wobei der Älteste sich doch sehr zum albanischen Umfeld hingezogen fühlt und er fühlt sich da auch wohler, bei den anderen beiden ist es ausgelichener.
Grüsschen

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Re: Unakzeptierte Liebe

Do, 15. Nov 2012, 20:21

Mimoza mich hat niemand so erzogen, dass ich dieser Einstellung habe. Ich bin von alleine auf diese Denkweise angelangt.

Alket
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Re: Unakzeptierte Liebe

Sa, 17. Nov 2012, 10:35

traurig077 hat geschrieben:Du setzt eine frau anderer nationalität zum wiederholten male mit einer gleich die schadet und schlecht ist und das schmeckt mir nicht. Ein partner der dem kind schadet vor dem würde jede mutter warnen. Aber nur weil meine tochter mal nen tunesier heiraten will, nehme ich nicht automatisch an, dass er ihr schadet. Erst recht nicht wenn ich ihn nie kennengelernt habe.
Da ist sehr wohl ein unterschied alket, denn die mütter die hier reden sind sehr wohl offener, denn sie haben einen partner anderer kultur, warum sollten sie keine schwiegertochter akzeptieren?
Der Punkt ist, Verständnis, für alle Seiten. Du meinst nur dass er dir nicht schmeckt, aber in wahrheit ist es genau das was jede Mutter der Welt macht.

Du bist anders und unter anderen Umständen aufgewachsen als "jene" Mütter, sie sind nicht dümmer weder noch intelligenter, sie wissen es einfach nicht weil sie es nicht anders kennen.

Die Denkweise ist in etwa so, wen die Tochter einen nichtalbaner heiratet befürchten sie dass die Tochter von der Familie und Kultur entfremdet wird, weil der Mann kein interesse an Familie hat oder kein Verständniss wie die sie selbst, die Grosseltern können mit ihren Enkeln nicht Bajram feiern oder die Geburtstage, sie werden nicht Kosovo besuchen und auch fast kein albanisch sprechen, oder er wird sie irgendwann verlassen wen er keine Lust mehr hat, und die Tochter ist sozusagen verdammt fürs ganze leben allein mit ihren Kinder zu sein ohne Mann/Vater, den als Frau mit Kindern hat man es bei der Partnersuche nicht leicht, vor allem und ganz und gar nicht als Albanerin.

Sie tun was jede Mutter tun würde, nur sehen sie andere potentielle Gefahren als andere Frauen...bzw. oder meinen zu sehen.

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Re: Unakzeptierte Liebe

Sa, 17. Nov 2012, 16:16

Ich weiß alket und bis zu einem gewissen grad hab ich dafür auch verständnis. Allerdings nur bis zu einem gewissen grad und dieser ist meines erachtens überschritten wenn das kind nur input in diese richtung bekommt. Auch MUSS man sich mit einem schwiegerkind anderer nationalität auseinandersetzen wenn man auswandert, weil die wahrscheinlichkeit einfach so groß ist. Ich finde es stur und einfältig wenn man das als mutter ausblendet. Und eben sehr traurig fürs kind und auch ungerecht anderen nationAlitäten gegenüber.

Ich denke schon dass es viele binationale paare gibt, die sich sehr gut ergänzen würde. Ich schätze an meinem männe, dass er zu seiner familie steht komme was wolle und kinder möchte. Das ist bei vielen deutschen männern nicht mehr oder kommt erst später. Wir feiern bajram und weihnachten und finden es schön. Und er mag an mir, dass ich häuslich bin aber dennoch selbständig, mich nicht darauf verlasse dass er alles für mich regelt, sondern ihm viele dinge abnehme.

Auch meine familie hatte angst und vorurteile. Mit dem unterschied, dass sie ihn dennoch kennengelernt haben und gesehen haben dass er ein lieber mensch ist und ihn somit voll akzeptieren auch wenn sie nun einen zweiten grill aufstellen müssen und anders einkaufen wenn wir kommen. Nie aber hätten meine eltern ihn ihre ängste spüren lassen in form von ablehnung.
Und das werfe uch einfach vor. Es ist auch als mutter nicht richtig
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Re: Unakzeptierte Liebe

Sa, 17. Nov 2012, 17:15

ich gebe dir recht traurig, bin ganz deiner meinung, aber alket hat in sofern recht, daß diese mütter das nicht aus bösartigkeit tun, sondern eben weil sie es nicht anders können. das ist doch in den tiefen der albanischen kultur verankert und nur schwer zu durchbrechen. ich denke da würde sie dann auch vom vater, von der gesamten familie einen auf den deckel bekommen, wenn sie ihr kind so offen erzieht. das ist alles in einander verwebt und da aus der reihe zu tanzen, wenn man überhaupt auf die idee kommt, eher schwierig.

eine lanze brechen wir da - die generation, wo binationale paare mehr werden und auch gelingen. ich denke so nach und nach, man spürt es schon, wird auch in ks / ms / al der trend in richtung freie entfaltung gehen. meine schwiegereltern haben es schon praktiziert. aber ich denke auch, daß sie andere lebensumstände hatte.
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Re: Unakzeptierte Liebe

So, 18. Nov 2012, 20:56

traurig077 hat geschrieben: Und das werfe uch einfach vor. Es ist auch als mutter nicht richtig
Heist das "Und das werfe ich euch einfach vor" ?

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Re: Unakzeptierte Liebe

So, 18. Nov 2012, 22:23

und das werfe ICH einfach vor. nicht ICH EUCH.

ich denke sie meinte die mütter....
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Re: Unakzeptierte Liebe

So, 18. Nov 2012, 22:48

Danke liberte,
Ich meinte nicht euch. Ich meinte die mütter und nicht nur die albanischen, sondern allen, deren sichtfeld sich so verkleinert vor lauter mutterliebe, dass sie nicht merken wie unglücklich sie ihr ERWACHSENES kind machen indem sie nicht mal versuchen sich zu öffnen wenn es denn nötig wäre.

Und ich weiß dass es ein hamsterrad ist und nicht nur an der mutter hängt. Ich beziehe mich meist auf sie auf grund meiner geschichte.
In vielen fällen sind sich auch die väter das zünglein an der waage.

Wenn es eine bevölkerungsmischung durch zu und abwanderung gibt, müssen eben alle mal n bisschen offener werden. Wenn wir immer nur dabei geblieben wären gründe dafür zu finden warum etwas gut so ist wie es ist und nicht verändert werden sollte weil es immer so war und funktioniert hat, würden wir heut noch überm feuer kochen und in hütten hausen. Hat ja auch funktioniert und ist niemand an ner gasexplosion gestorben;-)
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Re: Unakzeptierte Liebe

So, 18. Nov 2012, 23:35

Ich weis, ich verstehe sehr gut was du meinst.Ich habe mir stehts die frage gestellt wie Eltern so reagieren oder Schwiegermütter sich so verhalten können und die grösste Frage war für mich immer, wie einige das akzeptieren können,warum sie nicht dagegen ankämpfen, bis ich verstanden habe, dass sie es selbst so wollen aus welchen Gründen auch immer die ich aber schlussendlich akzeptieren muss, auch wen ich enorme mühe dran habe. Einige sind schlicht und einfach begrenzt, ich höre auch sehr kurioses zwischen gleich ethnischen Ehen, wo ich einfach nur den Kopf schütteln muss.

Aber das sind Speziallfälle, und man sollte auch die Verhältnisse verstehen.

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Re: Unakzeptierte Liebe

Mo, 19. Nov 2012, 12:09

so ist es alket. auch wenn ich damit nicht die, die zu schwach sind sich zu wehr zu setzen verurteilen möchte. im grunde seines herzens möchte jeder mensch nur eines - glücklich und zufrieden leben, lieben und geliebt werden. das fängt bei den eltern an und setzt sich so fort. eltern haben eine große macht - wenn sie einem die liebe entziehen, können sie damit ihren kindern den boden unter den füßen wegziehen. wenn man so erzogen wurde, dann wird man es einfach nicht schaffen sich daraus zu befreien.

wir sind alle nicht perfekt und auch wenn ich mir sicher bin nicht diesen fehlern bei meinen kinder zu begehen, so bin ich mir ebenso sicher andere zu machen.

schlimm ist es nur für die gebrochenen herzen, die zurück bleiben und sich selbst die schuld daran geben, am ende denken sie wären nicht gut genug, nicht liebenswert genug.
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