Mifle0371
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Unser urlaub in Albanien 2009-Anreise

Di, 17. Nov 2009, 13:58

Liebe Gemeinde,

Dieses Jahr sollte ein von mir lange gehegter Traum in Erfüllung gehen.

Seit wir im Jahr 2002 für einen Tag Albanien besucht haben, lässt mich dieses Land nicht mehr los.

Meine Partnerin hatte Vorurteile, und die waren nicht leicht auszuräumen.

Durch Zufall erzählte ihr ein Bekannter von seiner Reise nach Albanien und ihre unberechtigten Ängste waren weg. So schnell geht das manchmal.

So fuhren wir am 12.09. los.

Nach einer Nacht in Österreich ging es weiter nach Kroatien.

Hier verbrachten wir eine weitere Nacht in unserem geliebten Tribanj Sveta Marija Magdalena.

Hier noch ein Link zu unserem Urlaub im April 2009.

http://www.adriaforum.com/kroatien/unse ... na-t55779/

Dieses mal hatten wir ein Zimmer bei Mira im Restaurant „Florida“.

Ein wenig neugierig fragte ich, wie denn die Saison gelaufen ist und machte die Bewegung mit dem Daumen und Zeigefinger.

Ganz lapidar kam die Antwort von Mira. Genug.

Ihr Mann Jure begrüßte uns, und nach einer Weile zeigte er mir seine neueste Errungenschaft.

300 000 Kuna kostete das Boot. Also mehr als 41 000 €. Da hat Mira wohl nicht gelogen, als sie genug sagte.

Er hat uns gleich zu einer Fahrt eingeladen für nächstes Jahr.

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Am nächste Morgen ging es weiter in Richtung Süden. Keinerlei Probleme auf der Autobahn und nur wenig Verkehr.

Hier geht es in Richtung Neretva Delta.

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Eine herrliche Landschaft dieses Delta.

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Ein kurzer Stopp in Dubrovnik ermöglichte die folgenden Bilder.

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In Montenegro führte uns der Hunger in dieses schöne Restaurant. Es befindet sich in Herceg Novi.

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Die Bucht von Kotor ist wunderschön. Mit dem Auto zieht sie sich aber unheimlich hin. Das nächste Mal werden wir die Fähre nehmen.

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Vorbei geht es an der Hotelinsel Sveti Stefan.

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Und dann tauchte der Grenzübergang Sukobin auf.

Vor uns stand nur ein Auto und die Abfertigung hat trotzdem 45 Minuten in Anspruch genommen.

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Miredita Shqiperia.

Guten Tag Albanien.

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Wir hatten es bisher ohne jegliche Schwierigkeiten geschafft, von jetzt ab hieß es besonders aufpassen. Ich hatte den Zustand der Straßen aus dem Jahr 2002 noch in Erinnerung.

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Hier geht es über die Bojana. Unser Bekannter sagte uns, dass wir unbedingt die Fenster schließen sollten, da es hier viele Roma gibt, die hinter den Autos her sind und betteln.

Wir haben viele Roma gesehen, aber niemand kam und bettelte.

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Ich hatte zu tun und musste aufpassen, dass nichts passiert. Trotz der Enge auf der Brücke haben uns Fahrradfahrer überholt.

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Angekommen in Shkodra suchten wir einen Parkplatz und einen Bankomat, denn wir hatten noch keine Lek.
Das ist die albanische Währung. Allgemein wird mit einem Kurs von 1 € = 130 Lek gerechnet.

Auf meiner Kartenabrechnung war es dann 1:133 -134.

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Die Verkehrssituation in der Stadt ist nicht zu beschreiben. Man muss es erleben.

Es gibt praktisch keine Verkehrsregeln. Wer sich durchsetzt, hat eben gewonnen.

Ich bin schon ganz langsam gefahren, aber gefährlich war es doch.

Die Autos kommen aus dem Nichts und drängeln sich irgendwie vorbei.

Es gab Radfahrer, die ohne sich umzuschauen, einfach vor unser Auto fahren und dann scharf bremsen.

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Auch fahrende Geschäfte gab es.

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In der Bildmitte eine Bettlerin mit einem kleinen Kind. Sie bestimmen nicht das Bild der Stadt, aber es gibt sie eben.

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Ich fahre schon einige Jahre Auto und habe auch schon brenzlige Situationen erlebt. So etwas noch nicht. Wir waren heilfroh, mit unseren Lek die Stadt verlassen zu können.

Bankomaten gibt es in den größeren Städten. Es ist kein Problem Geld abzuheben. An einigen Automaten kann man Deutsch als Sprache wählen.

2002 war die Situation noch anders. Da hatte man nur die Möglichkeit mit Bargeld zu zahlen.

Wir hatten uns vorgenommen, bis etwa in die Mitte des Landes zu fahren, um dann irgendwo am Meer eine Unterkunft zu finden.

Die „Küstenstraße“ war trotz der vielen Baustellen ganz gut zu befahren.

Aus verschiedenen Quellen wusste ich, dass es genug Unterkünfte gibt.

„Dhoma me Quera“, „Zimmer zu vermieten“ sollte auf den Schildern stehen, die an den Häusern hingen.

Aufpassen muss man auf die Polizei, die reichlich anzutreffen ist und mit ihren Blitzgeräten von unseren österreichischen Freunden eifrig am Werke ist.

Kurz nach Durres, einer größeren Stadt, sind wir dann einfach von der Hauptstraße abgebogen und in ein kleines Dorf mit dem Namen Qerret gefahren.

Dann hieß es Ausschau zu halten nach Zimmern, die zu vermieten sind, hierbei
schön langsam durch das Dorf fahren und schauen. Gesehen haben wir nicht einen Hinweis, und das in einem Dorf, das ca. 500 Meter entfernt vom Meer lag. Wo sonst sollen denn dann Unterkünfte sein?

Ich beschloss, diesen Jungen zu fragen. Der Junge kam gleich angerannt und ich fragte ihn nach einem Zimmer.

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Ungläubiges Staunen, als er nach kurzer Zeit herausgefunden hatte, wo wir herkamen.

Er rannte gleich in dieses Haus, und nach einer Weile kam dann auch jemand.

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Die junge Frau sprach Englisch und staunte auch nicht schlecht, Deutsche zu sehen.

Zimmer hätten sie und ob wir nicht mitkommen wollen und sie uns anschauen. Nichts lieber als das. Man ist froh in einem fremden Land eine ordentliche Unterkunft zu finden.

Eine kleine Ferienwohnung mit einfachster Ausstattung zeigte man uns. Unsere Ansprüche sind nicht hoch und bei 10€ für 2 Personen pro Nacht meckert man nicht.

Im Vordergrund der Hausherr Ramon. Er rief sofort einen Freund an. Er sitzt hinter ihm und ist leider nicht zu sehen. Vehbi heißt er und hat uns in den Tagen, die wir dort waren, sehr geholfen.

Die beiden Mädchen die noch im Haus wohnten, saßen auch mit im Garten.
Sobald ich kam und sie mich sahen, sind sie sofort aufgestanden und verschwunden.

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Also die Sachen hochgetragen und erst mal einen Überblick verschaffen

Aber vorher noch die Schuhe ausgezogen und vor dem Haus abgestellt. Das ist Sitte in diesem Land und da wollten wir uns daran halten.

Fatma die jüngste Tochter, hat uns zweimal die Schuhe vor unser Zimmer gestellt.
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Eine wohlgemeinte Absicht, aber unsere Schuhe blieben immer vor dem Haus. Sie hat es dann auch gelassen.

Das schaut nicht schlecht aus und man kann das Dorf schön überschauen.

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Als wir im Garten saßen, hat uns die junge Frau informiert, das wir nichts zu essen kaufen sollen. Man wird uns Essen bringen.

Bayrame, die Ehefrau von Ramon kam in den Garten und rief ihren Mann. Was wollte sie denn mit einem Messer, fragten wir uns.

Fortsetzung folgt.

Michael

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Lars
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Di, 17. Nov 2009, 18:54

Fortsetzung folgt.
wir sind gespannt

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Di, 17. Nov 2009, 19:00

Lars hat geschrieben:
Fortsetzung folgt.
wir sind gespannt
Wir leben noch Lars. :D

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Darleen17
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Di, 17. Nov 2009, 19:10

Jetzt hab ich mich gerade gefreut das es weiter geht... und was ist? Nüscht :lol:

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Unser Urlaub in Albanien 2009-Qerret bei Durres

So, 22. Nov 2009, 12:11

Liebe Foris,

hier nun die Fortsetzung des Reiseberichtes.

Als wir im Garten saßen, hat uns die junge Frau informiert, das wir nichts zu essen kaufen sollen. Man wird uns Essen bringen.

Bayrame, die Ehefrau von Ramon kam in den Garten und rief ihren Mann. Was wollte sie denn mit einem Messer, fragten wir uns.


Die Antwort seht ihr hier.

Man hatte für uns ein Huhn geschlachtet und das Essen nach oben gebracht.

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Ein Blick auf die Dorfstraße. Jetzt wollten wir zum Meer.

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10 Minuten laufen und wir waren schon da.

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Die Wassertemperatur betrug sicher noch 25 Grad.

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Vor wenigen Jahren standen diese Bauten noch nicht hier, haben wir uns sagen lassen.

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Hier sind wir bei einem Besuch der Stadt Golem. Sie grenzt an Durres.

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An den Häusern kann man sehen, das da noch einiges zu tun ist.

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Allerlei Kleinteile.

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In der Bildmitte sieht man Truthähne. Die armen Viecher lagen in der prallen Sonne ohne etwas zu Trinken zu haben.

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Das Leben spielt sich zum Teil auf der Straße ab.

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Viele Leute haben etwas zu verkaufen.

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Das sieht alles nicht sehr einladend aus und auch nicht gerade sauber.
Uns hat es nicht abgeschreckt, denn wir haben hier Gemüse gekauft.

Man darf nicht vergessen, das es eben nicht Deutschland ist, sondern Albanien.

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Wir fuhren noch ein Stück mit dem Auto, und sahen von der Straße aus dieses Schaf..

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Sein Vorgänger hat auch gut geschmeckt. Leider war der Hunger groß und die Kamera zu langsam.

Der Teller mit dem gelben Paprika war voll und auch die Schüssel mit dem Gemüse.

Die Steaks waren groß und zusammen mit einem Bier und einem Mineralwasser kam das Ganze 9€ inklusive 10% Trinkgeld.

Der Besitzer sprach deutsch, da er längere Zeit in Deutschland gelebt hat.
Er hat sich sehr gefreut, als wir ihm sagten, dass es sehr gut geschmeckt hat.

Es hat sehr gut geschmeckt. Valeminderit. Danke.

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Nach dem Essen ging es noch ein Stück weiter und der kleine Esel musste auch gestreichelt werden.

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Diese Gefährte sieht man oft und auch in den großen Städten behaupten sie sich gegen die Autos. Hoffentlich bleibt das noch lange so.

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Dieser Mann sitzt den ganzen Tag an der Straße und räuchert Maiskolben über einem kleinen Feuer.

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Hier sieht man das Feuerchen ein bisschen besser.

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Roma Kinder auf einem Pferdefuhrwerk. Ich hätte noch näher rangehen können, aber ob die Kinder das gemocht hätten?

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Ein Spaziergang an unserem Strand.

Allgegenwärtig sind diese Bunker aus den Zeiten Enver Hoxhas.

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Bunt angemalt sehen sie doch nicht mehr so grotesk aus.

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Spätestens bei diesem Bild sieht man ein großes Problem dieses Landes. Der Müll.

Allgegenwärtig und nicht verständlich.

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Wo es brennt da brennt es. Das stört niemanden.

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Das ist noch ein kleines Feuer. Wir haben ein großes gesehen und das ganz nah am Wald.

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Hier hat man einen dieser kleinen Bunker aus der Erde geholt und umgekippt.

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Auch hier brennt es wieder.

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Etwa 5 Kilometer nördlich befindet sich die Stadt Durres. Da hieß es wieder aufpassen. Mitten auf der Straße dieses Loch. Man hat einen Autoreifen reingestopft, so das beim versehentlichen reinfahren nicht allzu viel passiert.

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Zum Glück war hier gerade kein Gegenverkehr, so konnte ich ausweichen. Ich wäre ungern da durch gefahren.

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Ich hoffe, ihr hattet ein wenig Spaß beim anschauen der Bilder. Fortsetzung folgt.

Tschüssi

Michael

roland
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urlaub

So, 22. Nov 2009, 13:52

und wie ich Spaß hatte die eine, oder andere Ecke wieder zu sehen. Noch "abgefahrener" fand ich aber deine Bildbeschreibungen !!! :-) lol

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urlaub

So, 22. Nov 2009, 13:53

und wie ich Spaß hatte die eine, oder andere Ecke wieder zu sehen. Noch "abgefahrener" fand ich aber deine Bildbeschreibungen !!! :-) lol

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Zamira
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So, 22. Nov 2009, 16:44

Hach...ich liebe Reiseberichte und schöne Fotos

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Darleen17
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So, 22. Nov 2009, 16:52

Danke für den tollen Bericht und die vielen schönen Fotos.

Kommt genau zur richtigen Zeit, um mich langsam aber sicher auf unseren Silvesterurlaub in Albanien einzustimmen.

Mifle0371
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So, 22. Nov 2009, 19:56

Darleen17 hat geschrieben:Danke für den tollen Bericht und die vielen schönen Fotos.

Kommt genau zur richtigen Zeit, um mich langsam aber sicher auf unseren Silvesterurlaub in Albanien einzustimmen.
Wo geht es denn hin, wenn ich mal fragen darf?

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Darleen17
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So, 22. Nov 2009, 20:10

In die Berge, ebenfalls in den Norden, nach Bajram Curri bzw. Fierze.

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Di, 24. Nov 2009, 16:28

Darleen17 hat geschrieben:In die Berge, ebenfalls in den Norden, nach Bajram Curri bzw. Fierze.
Na da wünsche ich schon jetzt eine gute Reise, und viel Spaß in dem herrlichen Land.

Mifle0371
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Di, 24. Nov 2009, 16:38

Liebe Foris,

weiter geht es mit meinem Reisebericht. Wir sind immer noch in Durres.


Auf dem Fußweg war man auch nicht sicher...

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Hier hatte es wie aus Eimern geschüttet.

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Es ist nicht so, dass es keine Mülltonnen gibt, nur nutzen sollte man sie mehr.

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Sehr viel größere Läden haben wir während unseres Aufenthaltes nicht gesehen.

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Auch hier wieder ein Mann der Maiskolben grillte.

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Hier sieht man die alten, aber zuverlässigen Mercedes.

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Ein Blick in einen Hinterhof.

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Diese Kästen an dem Haus könnten Klimaanlagen sein. Bei den Temperaturen, die wir erlebt haben, sicher sehr nützlich.

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Aber auch neu gebautes gab es zu bestaunen. Im Vordergrund diese Kirche und im Hintergrund ein Hotel.

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Trotzdem fragten wir uns immer wieder, wer soll in diesen vielen neu gebauten Hotels wohnen?

Sicher viele Menschen aus dem Kosovo, aus Mazedonien und eben Albaner.
In der Hauptreisezeit kommen dann aber auch Touristen aus anderen Ländern.

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Ein Denkmal mit dem Datum Juni 1939.

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Dieses Denkmal stammt noch aus Hoxhas Zeiten. Man kann es an dem Stern erkennen, der sich über dem Adler befindet. Eine Inschrift gab es nicht.

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Ein Blick in eine Seitenstraße.

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Es hatte geregnet und wir haben uns untergestellt. Danach ging es diese Straße weiter.

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Dieses Bild fand ich ganz besonders beindruckend. 3 alte Leute sitzen vor ihrem Haus und haben immer noch diesen Bunker vor der Nase.

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Ein Minarett in Durres.

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Diese Torte haben wir für 300 Lek, also etwa 2,25€ gekauft und sie hat sehr gut geschmeckt.

An diesem Tag habe ich schöne Teigtaschen mit Hackfleischfüllung gesehen und natürlich gleich erstanden. Es war Vormittag und ich hatte schon ein wenig Hunger.

Es hat sehr gut geschmeckt und dennoch war es ein großer Fehler.
Am Abend ging es los, und ich hatte keine Probleme mehr auf die Toilette zu gehen.

Den folgenden Tag lag ich flach und habe mich von Kohletabletten ernährt.
Vehbi, unser Bekannter hat gefragt, was ich gegessen habe und ob es hoffentlich nicht von irgendeinem Stand gewesen sei.
Aber genau das hatte ich ja getan, und er hatte ins Schwarze getroffen.

Am nächsten Tag ging es mir wieder einigermaßen gut.

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Das war der nächste Abend und wir saßen mit der Familie zusammen.

Links der Hausherr Ramon, daneben einer seiner beiden Söhne mit Namen Gazmiri.

Ganz rechts sitzt Fatma. Ein hübsches Mädchen. Sie ist 16. Neben ihr Bayrame, ihre Mutter. Gina und Fatma haben sich sehr gut verstanden.
Nada und Fatma waren sehr neugierig und haben sich an dem Abend zu uns gesetzt.
Beide sprachen kein Englisch, und somit war es sehr beschwerlich, sich zu unterhalten.
Herausgefunden haben wir, dass Fatma eine sehr gläubige Muslimin ist, noch nie in einer Disko war, nicht raucht und keinen Alkohol trinkt. Na gut, sie ist ja auch erst 16.
Beide haben sehr bedauert, nur 8 Klassen besucht zu haben. Eine Ausbildung ist auch nicht vorgesehen.
Sie haben mir schon ein bisschen leid getan.


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Zur Familie gehörte noch Nada. Sie ist 17. Hier mit ihrem Bruder Gazmiri.

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Am nächsten Tag ging es zum Baden. Platz hatten wir ja genug.

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Schwimmen macht hungrig und so suchten wir ein Restaurant, das wir von unserem Bekannten empfohlen bekamen.

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Hier war es ganz gemütlich und wir bestellten Pizza.

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Die sah auch ganz gut aus und schmeckte.

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Glückliche Hühner, die im Garten herumrannten. Mittlerweile eben eines weniger...

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Nachmittags wurde dann von mir das Auto gewaschen und Gina übernahm die Feinarbeiten.

Mittlerweile hatte unser Auto wie ein Baufahrzeug ausgesehen. Der Staub der allgegenwärtig ist, hatte es grau eingefärbt.

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Draußen auf der Straße spielte mein kleiner Freund, und hat natürlich gleich gerufen als er mich sah. In der Bildmitte ist er zu sehen.

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Ramon hat seinen Kleinbuss als Taxi angemeldet. Ganz lustig fand ich übrigens, wo er ihn gekauft hat.

5000€ Zoll will er dafür bezahlt haben. So richtig glauben konnte ich ihm das nicht.

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Die Kuh hinter dem Haus schaute auch skeptisch.

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Ein paar Eindrücke von unserem Balkon.

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Hier kann man die Hauptverkehrsstraße in der Ferne erahnen.

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Das soll es für heute gewesen sein.

Tschüssi

Michael

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Lars
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Di, 24. Nov 2009, 22:02

Darleen17 hat geschrieben:In die Berge, ebenfalls in den Norden, nach Bajram Curri bzw. Fierze.
ujujuj – an Silvester sicherlich recht kühl

<hr>
Mifle0371 hat geschrieben:Wir fuhren noch ein Stück mit dem Auto, und sahen von der Straße aus dieses Schaf..

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:wink:

Mifle0371
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Unser Urlaub in Albanien 2009-Fahrt in den Süden

Do, 26. Nov 2009, 19:15

Liebe Foris,

weiter geht es mit dem Reisebericht.

noch einmal machen wir einen Ausflug. Diesmal ging es in Richtung Süden, in die kleine Stadt Kavaje.

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Auch hier herrschte wieder lebhaftes Treiben.

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In den Flaschen, die am Straßenrand standen war Milch. Zum Glück vertrage ich keine Milch...

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Ein alter Mann in traditioneller Kleidung.

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Dieses Pferd wartete geduldig. Nicht mal angebunden hatte man es.

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Auch in diesem Städtchen sahen die Häuser nicht gut aus.

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Ein alter Mann der Müll sammelte.

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Hier wurde auch alles mögliche verkauft.

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Dieser Geselle traute sich erst nicht, aber als er die Wurst roch, kam er zögerlich und ließ es sich schmecken. Die Leute, die daneben standen haben gelacht, als wir den Hund fütterten.

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Eine Fahrradwerkstatt im Freien.

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Noch einmal waren wir baden, denn am nächsten Tag ging es weiter in den Süden Albaniens. Hier sammelte doch tatsächlich jemand den Müll ein.

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Anschließend gingen wir noch einmal in unser Lieblingsrestaurant.

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Am nächsten Morgen ging es los, nachdem wir von unseren Gastgebern sehr herzlich verabschiedet wurden. Es war wieder ein sehr angenehmes Fahren, und wir waren gespannt, was uns erwartet. Hier sind wir in der Stadt Vlore.

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Auch hier waren wir froh, als wir raus waren aus der Stadt. Auf der Hauptstraße stand ein Polizist und verwehrte den Autos die Durchfahrt. So mussten wir auf einer Nebenstraße den Ort durchfahren.

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Leere Straßen bei der Weiterfahrt, und das sollte auch so bleiben.

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Zunehmend wurde die Landschaft von Bergen geprägt.

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Jetzt ging es hinauf in das Gebirge. Dieses nennt sich Ceraunisches Gebirge. Der höchste Berg heißt Maja e Cikes und ist 2045 Meter hoch. Wer noch mehr wissen möchte: http://de.wikipedia.org/wiki/Ceraunisches_Gebirge

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Hier sieht man einen ausgetrockneten Fluss.

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Uns hat die herrliche Landschaft schon sehr beeindruckt.

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Eine einsame Kuh, die sich beim Fressen nicht stören ließ.

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Immer weiter ging es hinauf ins Gebirge.

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Oben angekommen war es ziemlich kalt und der Wind pfiff.

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Ganz von da oben sind wir gekommen.
Ich bin relativ langsam gefahren, denn es ging steil hinunter neben der Straße.

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Auf diesem Bild kann man das Meer schon erahnen. An dem Tag war es leider diesig.

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Lange Sandstrände kann man auf diesem Foto erkennen.

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Weiter ging es schön vorsichtig bergab.

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Fortsetzung folgt.

Tschüssi
Michael

Mifle0371
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Unser Urlaub 2009 in Albanien-Himare

Mi, 09. Dez 2009, 13:19

nach überstandener Grippe geht es weiter mit dem Bericht.

Keinerlei Begrenzungen an der Straße.

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Immer schön auf die Tiere achten, die meistens ganz allein laufen, und ihren Weg kennen.

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Man muss wirklich immer damit rechnen das die Tiere die Richtung ändern, wie in diesem Fall. Die weichen keinen Zentimeter zur Seite.

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Beim Mittagessen sahen wir dann diese Holzhütten.

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Wir sahen sie uns an und sagten, dass wir hier bleiben würden.

Dann begannen die Verhandlungen. Ich muss es wirklich so bezeichnen, da es immer wieder von vorn losging.
Erst wollte man 2000 Lek pro Nacht, also ca. 15€. Dann sollten es aber letztendlich 2600 Lek sein, immerhin 19,50€.

Bei der einfachen Ausstattung der Hütten ganz ordentlich Geld.
Beim Duschen abends haben wir dann gemerkt, dass es nur kaltes Wasser gab.

Was solls. Am Tag waren es über 30 Grad und da macht es nichts aus, wenn es nur kaltes Wasser gibt. Salzig war es allerdings auch noch.

Hier trafen wir auch Freiburger wieder, die wir schon einmal auf einem Campingplatz gesehen hatten.

Sie waren auf der Fahrt nach Griechenland, wo sie bis Anfang Dezember bleiben wollen.

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Es gab in den Bungalows keinen Kühlschrank. Also schleppte man diesen alten Tiefkühlschrank für uns hierher.

Der Besitzer dieser Hütten kam auch für 2 Tage und sagte uns, dass dies alles ein Versuch sei.
Wie soll das nur gehen, wenn im Sommer die Hütten voll sein sollten, und es gibt keinen Kühlschrank?

Also für unsere Getränke hatten wir eine Lösung, aber wo soll das Essen hin?

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Klar, ich hatte doch während dem Mittagessen eine Möglichkeit gesehen.
Kurz die Wirtin gefragt, und schon hatten wir einen Kühlschrank.

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Anders als in unserer vorherigen Unterkunft, war man hier allerdings mehr als zurückhaltend.
Vielleicht war es auch Unsicherheit, wie man mit uns umgehen soll?

Diese Agaven waren schon beindruckend.

Da kam mal eine Gruppe Touristen und hat sie sich angeschaut. Eine Frau sagte sofort, schaut euch mal die Aloe Vera an. So groß hätte sie die noch nie gesehen.

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Gegen Abend hat man das Schaf vom Grill genommen. Es hat bestimmt lecker geschmeckt.

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Am nächsten Tag machten wir uns auf die Suche nach einer schönen Stelle zum baden.
Gefunden haben wir diese herrliche Bucht, in der wir ganz allein waren.

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Glasklares Wasser und noch sehr warm.

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Wir haben nach dem Urlaub mit unserem Bekannten gesprochen, der war genau in dieser Bucht und hat dort mit seinem Zelt einige Tage verbracht. 5€ wollte der Besitzer pro Tag haben.
An der Straße gab es keinerlei Hinweise, das dies ein Campingplatz ist.
Zu diesem Zeitpunkt war der Platz längst geschlossen und es gab auch nichts mehr zu kaufen.

Durch Zufall begegnete ich einem Albaner mit seiner deutschen Bekannten. Er sagte mir dann, das der Chef des Platzes genug verdient habe, und wir aber ruhig hier baden können.

Das haben wir auch gemacht, da es bis zu unserer Unterkunft nur 4 Kilometer waren.

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Allerdings kann es passieren, dass es mal wieder brennt und dann war unsere Badebucht innerhalb von Minuten total vernebelt. Da konnte man nur flüchten.

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Wir waren jetzt 45 Kilometer vor Saranda. Diese Stadt ist ca. 40 Kilometer entfernt von der Grenze zu Griechenland.

In Saranda waren wir viermal und der Weg dorthin hat es teilweise in sich.

Vorbei geht es an dieser Ebene die immer von Rauch überzogen war. Irgendwo hat es immer gebrannt.

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Unterwegs sind mehrere Stellen, an denen der Asphalt abrupt aufhört und eine üble Piste beginnt.
Beim ersten mal konnte ich gerade noch so abbremsen.

Wenn man in Saranda hineinkommt, empfängt einem diese Straße. Das Foto gibt den Zustand nicht wieder. Ganz langsam fahren und den Stoßdämpfern alles Gute wünschen.

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Zuerst sind wir auf den Markt und haben 2 Kilo Obst und Gemüse gekauft. Das Ganze für 170 Lek, also ca. 1,30€.

Die Marktfrau hat sich sehr gefreut über unseren Einkauf und die rechte Hand als Dank an das Herz gelegt.

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Ein Blick in ein originelles Restaurant. Hier hat man wohl alte Stadtmauern als Dekoration genutzt.

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Ein Blick in den kleinen Sportboothafen.

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Auch große Schiffe lagen hier vor Anker.

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Wie überall spielte sich das Leben zum Teil auf der Straße ab.

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Wunderschöne Palmen.

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Das soll es für heute gewesen sein.

Tschüss

Michael

rob
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Mi, 09. Dez 2009, 17:22

hallo michael - dieses kleine Hüttendorf war offenbar in der Palermo-Bucht in der Nähe der albanischen U-Boot-Station; die Fotos vom Badestrand waren dann südlich von Himare, oder? eigentlich hätte ich erwartet, dass ihr vielleicht gleich unterhalb des Llogara-passes in Dhermi geblieben wärt - war dort nix? und irgendwie liest man bei der Schilderung von der südalbanischen Riviera keine besondere Euphorie heraus, im Gegensatz eigentlich zur Schilderung von südlich Durres...
Jedenfalls danke für den authentischen Bericht!

Mifle0371
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Do, 10. Dez 2009, 13:03

rob hat geschrieben:hallo michael - dieses kleine Hüttendorf war offenbar in der Palermo-Bucht in der Nähe der albanischen U-Boot-Station; die Fotos vom Badestrand waren dann südlich von Himare, oder? eigentlich hätte ich erwartet, dass ihr vielleicht gleich unterhalb des Llogara-passes in Dhermi geblieben wärt - war dort nix? und irgendwie liest man bei der Schilderung von der südalbanischen Riviera keine besondere Euphorie heraus, im Gegensatz eigentlich zur Schilderung von südlich Durres...
Jedenfalls danke für den authentischen Bericht!
Ja genau, wir konnten die U-Boot Station von den Hütten aus sehen. Leider sind die Aufnahmen nichts geworden. Uns hat man erzählt, dass nach dem Bruch Hoxhas mit der Sowjetunion, ein dort stationiertes sowjetisches U-Boot versenkt worden wäre. Ob das wohl stimmt?

Der Badestrand war vielleicht 3-4 Kilometer Südlich von Himare. Du kennst Dich aber gut aus!

Wir wollten schon etwas weiter in den Süden.

Gefallen hat es uns bei den Hütten sehr gut. Weniger gefallen hat uns, dass man schon nach 2 Tagen Geld für die Übernachtung haben wollte.

Tschüss

Michael

noha4210
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Do, 10. Dez 2009, 15:35

Hallo Michael,

wie ist es euch denn in den Hütten mit der Tierwelt ergangen, wir wurden täglich so gegen 4 Uhr früh vom Nachbargockel (Hahn) geweckt, oder ist er mittlerweile schon am Grill gelandet :)

lg
Hannes

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So, 20. Dez 2009, 19:34

noha4210 hat geschrieben:Hallo Michael,

wie ist es euch denn in den Hütten mit der Tierwelt ergangen, wir wurden täglich so gegen 4 Uhr früh vom Nachbargockel (Hahn) geweckt, oder ist er mittlerweile schon am Grill gelandet :)

lg
Hannes
Da hatten wir keine Probleme. Na gut, es hat schon mal ein Hund gebellt, aber das störte nicht.

Das liest sich so, als wärst Du auch dort gewesen.

LG
Michael

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