hamburger
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Frage???

So, 19. Mär 2006, 14:57

Hallo,

ich habe mal eine Frage an alle! Meine Schwägerin hat einen Albaner geheiratet, was uns alle sehr gefreut hat, da er ein sehr neter Kerl ist.

Nun geht er seit ca. 14 Tagen zur Schule (8.15-12.30 Uhr) um Deutsch zu lernen. Er versteht sehr gut Deutsch und kann auch schon ein paar brocken sprechen. Außerdem spricht er auch noch Englisch.

Nun haben wir ihn kurzfristig einen Job besorgt, bei dem er in einem Supermarkt Wagen schieben sollte und einmal wärhend seiner 6 Stunden Schicht (17.00-23.00 Uhr) die Kundentoiletten kontrollieren sollte. Außerdem hätte er falls die Toilletten verschmutzt gewesen wären, diese kurz reinigen müssen. Die Mitarbeiter die das bisher machen, brauchen dafür keine 20 Minuten.

Er hat nach seinem ersten Arbeitstag den Job hingeschmissen. Meine Schwägerin finanziert die beiden nun schon seit ca. 5 Monaten, hat auch kaum Geld und er schmeisst den Job hin, weil er keine Toilleten kontrollieren möchte. Der Job wäre außerdem nur für 3 Wochen gewesen. Wenn diesen Job aber gut gemacht hätte, hätte er danach im Markt als Regaleinräumer etc. arbeiten können.

Er hat nichts gelernt und keinen Schulabschluss und kann kaum Deutsch. Deswegen ist es sehr schwierig in Deutschland einen Job für ihn zu bekommen.

Wenn man ihn in den letzten Tagen darauf anspricht, dann reagiert er sehr gereizt!

Wenn ich wüsste, dass meine Frau alles finanziert und kaum Geld hat, dann würde ich die Zähne für 3 Wochen zusammenbeißen.

Ich weiß nicht was ich davon halten soll??? Vielleicht könnt ihr mir ja mal Rat geben.

Er hat bei mir durch die diese Aktion einen kleinen Minuspunkt gesammelt.

Über ein paar Antworten würde ich mich freuen...!

DANKE...!!!

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Dalbana
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So, 19. Mär 2006, 15:04

naja, das gehört ja zu niederen Arbeiten, die nun mal keiner gern machen möchte und viel geld, um seine Frau davon zu ernähren hätte es sicher nicht gebracht. Ich wäre froh, das er es wenigstens sich angeschaut hat und nicht von vorneherein gesagt hat, das er sowas nicht macht. Und Albaner finden fast immer ne kleine Tätigkeit irgendwo, bei Landsmännern zumeist.

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*Princesha*
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So, 19. Mär 2006, 15:10

Hallo,

Was hat er denn gemacht bevor deine Schwägerin geheiratet hat? War er in Albanien oder ist er bereits längere Zeit in Deutschland?

Ich kann nur sagen, wie das bei meiner Schwester so abläuft. Die Geschichte erinnert mich sehr an ihren Mann, jedoch ist dieser kein Albaner, sondern Tunesier. Sie sind nun schon 3 Jahre verheiratet und er hat bis jetzt nicht länger als 1 Monat am Stück gearbeitet. Meine Eltern haben sich anfangs sehr bemüht, vor allem mein Vater hat ihm immer wieder neue Arbeitsstellen besorgt. Wirklich lange hat er es nie ausgehalten, entweder hatte er Probleme mit dem Chef, weil er sich nichts sagen liess oder weil er keine Lust hatte, die Arbeit zu verrichten. Er hat immer gross geredet und gesagt, dass er unbedingt arbeiten möchte und er schliesslich seine Familie ernähren muss, da er sich sonst nicht als "ganzer" Mann fühlt, da dies ja schliesslich seine Pflicht sei. Anfangs haben wir ihm dies auch noch geglaubt, er hat wirklich einen guten Eindruck hinterlassen bei uns. Doch inzwischen glauben wir nicht mehr daran, das sind alles nur leere Worte. Obwohl er ebenfalls keine Ausbildung hat, möchte er nur die besten Jobs und natürlich sollten diese auch noch gut bezahlt sein. Er ist sich doch tatsächlich zu schade, gewisse (weniger schöne) Arbeiten zu erledigen. Doch an seine Familie denkt er dabei nicht.

Ich will dir damit die Hoffnung nicht nehmen, doch denke ich, dass sich in Zukunft bei dem Mann deiner Schwägerin ebenfalls nichts ändern wird. Wer nicht arbeiten will, der will nicht. Ich weiss ja nicht, wie es bei ihm ist, doch denke ich, dass er jetzt bereits einige Zeit nicht gearbeitet hat oder?Diese Männer gewöhnen sich irgendwie daran und da ihnen ja gezeigt wird, dass es auch ohne ihre Hilfe geht, sind sie einfach zu faul um diesen Weg auf sich zu nehmen. Das Jeder mal klein anfangen muss, ist ihnen wohl nicht bewusst.

Ich möchte dem Mann deiner Schwägerin echt nichts unterstellen, schliesslich kenn ich ihn nicht persönlich. Aber diese Geschichte kam mir einfach sehr bekannt vor und habe dir deshalb mal die Situation geschildert, wie es bei meiner Schwester so abläuft.

Sorry für den langen Text, hoffe konnte dir weiterhelfen.

Lg
Zuletzt geändert von *Princesha* am So, 19. Mär 2006, 15:22, insgesamt 2-mal geändert.

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*Princesha*
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So, 19. Mär 2006, 15:13

Dalbana hat geschrieben:naja, das gehört ja zu niederen Arbeiten, die nun mal keiner gern machen möchte und viel geld, um seine Frau davon zu ernähren hätte es sicher nicht gebracht. Ich wäre froh, das er es wenigstens sich angeschaut hat und nicht von vorneherein gesagt hat, das er sowas nicht macht. Und Albaner finden fast immer ne kleine Tätigkeit irgendwo, bei Landsmännern zumeist.
Ja aber wenn man keine Ausbildung hat, kann man sich doch auch nicht zu schade sein für solche Arbeiten oder??? Jeder fängt klein an und mit ein bisschen Willen, kann man sich dann auch hinaufarbeiten. Und wegen dem Lohn, dies ist ja die faulste Ausrede. Ich sage immer besser als nichts oder? Jeder Franken bzw. Euro hilft der Familie! Also wenn ich arbeitslos wäre, würde ich jeden Job annehmen, Hauptsache ist doch, man macht etwas und hat kein Loch im Lebenslauf.

Und schliesslich hätte er ja dann sogar die Chance gehabt, nach dieser Zeit einen besseren Job zu bekommen. Dann wird man doch 3 Wochen mal noch aushalten.

hamburger
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So, 19. Mär 2006, 15:24

Es hätte immerhin EUR 1000,00 netto gegeben, was ich nicht wenig finde. Und 20 Minuten die Sanitäranlagen kontrollieren halte ich nicht für niedere arbeiten, zumal er seine Frau unterstützt hätte. Sie hat ihm ja auch geholfen und unterstützt.

hamburger
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So, 19. Mär 2006, 15:27

*Princesha* hat geschrieben:
Dalbana hat geschrieben:naja, das gehört ja zu niederen Arbeiten, die nun mal keiner gern machen möchte und viel geld, um seine Frau davon zu ernähren hätte es sicher nicht gebracht. Ich wäre froh, das er es wenigstens sich angeschaut hat und nicht von vorneherein gesagt hat, das er sowas nicht macht. Und Albaner finden fast immer ne kleine Tätigkeit irgendwo, bei Landsmännern zumeist.
Ja aber wenn man keine Ausbildung hat, kann man sich doch auch nicht zu schade sein für solche Arbeiten oder??? Jeder fängt klein an und mit ein bisschen Willen, kann man sich dann auch hinaufarbeiten. Und wegen dem Lohn, dies ist ja die faulste Ausrede. Ich sage immer besser als nichts oder? Jeder Franken bzw. Euro hilft der Familie! Also wenn ich arbeitslos wäre, würde ich jeden Job annehmen, Hauptsache ist doch, man macht etwas und hat kein Loch im Lebenslauf.

Und schliesslich hätte er ja dann sogar die Chance gehabt, nach dieser Zeit einen besseren Job zu bekommen. Dann wird man doch 3 Wochen mal noch aushalten.
Das sehe ich ja auch so, zumal es ja fast EUR 1000,00 für drei Wochen und 6 Stunden täglicher arbeit gegeben hätte.

hamburger
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So, 19. Mär 2006, 15:30

*Princesha* hat geschrieben:Hallo,

Was hat er denn gemacht bevor deine Schwägerin geheiratet hat? War er in Albanien oder ist er bereits längere Zeit in Deutschland?

Ich kann nur sagen, wie das bei meiner Schwester so abläuft. Die Geschichte erinnert mich sehr an ihren Mann, jedoch ist dieser kein Albaner, sondern Tunesier. Sie sind nun schon 3 Jahre verheiratet und er hat bis jetzt nicht länger als 1 Monat am Stück gearbeitet. Meine Eltern haben sich anfangs sehr bemüht, vor allem mein Vater hat ihm immer wieder neue Arbeitsstellen besorgt. Wirklich lange hat er es nie ausgehalten, entweder hatte er Probleme mit dem Chef, weil er sich nichts sagen liess oder weil er keine Lust hatte, die Arbeit zu verrichten. Er hat immer gross geredet und gesagt, dass er unbedingt arbeiten möchte und er schliesslich seine Familie ernähren muss, da er sich sonst nicht als "ganzer" Mann fühlt, da dies ja schliesslich seine Pflicht sei. Anfangs haben wir ihm dies auch noch geglaubt, er hat wirklich einen guten Eindruck hinterlassen bei uns. Doch inzwischen glauben wir nicht mehr daran, das sind alles nur leere Worte. Obwohl er ebenfalls keine Ausbildung hat, möchte er nur die besten Jobs und natürlich sollten diese auch noch gut bezahlt sein. Er ist sich doch tatsächlich zu schade, gewisse (weniger schöne) Arbeiten zu erledigen. Doch an seine Familie denkt er dabei nicht.

Ich will dir damit die Hoffnung nicht nehmen, doch denke ich, dass sich in Zukunft bei dem Mann deiner Schwägerin ebenfalls nichts ändern wird. Wer nicht arbeiten will, der will nicht. Ich weiss ja nicht, wie es bei ihm ist, doch denke ich, dass er jetzt bereits einige Zeit nicht gearbeitet hat oder?Diese Männer gewöhnen sich irgendwie daran und da ihnen ja gezeigt wird, dass es auch ohne ihre Hilfe geht, sind sie einfach zu faul um diesen Weg auf sich zu nehmen. Das Jeder mal klein anfangen muss, ist ihnen wohl nicht bewusst.

Ich möchte dem Mann deiner Schwägerin echt nichts unterstellen, schliesslich kenn ich ihn nicht persönlich. Aber diese Geschichte kam mir einfach sehr bekannt vor und habe dir deshalb mal die Situation geschildert, wie es bei meiner Schwester so abläuft.

Sorry für den langen Text, hoffe konnte dir weiterhelfen.

Lg
Ich hoffe nicht, dass das auch so abläuft. Er hat bis Oktober 2006 auf Rhodos gearbeitet, als Mädchen für alles in einem Hotel. Jetzt hat er seit Oktober keine Tätigkeit ausgeübt, er hat uns mal im Garten geholfen oder einen Raum gestrichen. Das hat er schon gemacht und da war er auch fleißig.

Ich kann verstehen, wenn Menschen keine Toiletten sauber machen möchten, aber für 3 Wochen täglich 20.30 Minuten, kann man das doch schon aushalten, oder???

hamburger
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So, 19. Mär 2006, 15:33

hamburger hat geschrieben:
*Princesha* hat geschrieben:Hallo,

Was hat er denn gemacht bevor deine Schwägerin geheiratet hat? War er in Albanien oder ist er bereits längere Zeit in Deutschland?

Ich kann nur sagen, wie das bei meiner Schwester so abläuft. Die Geschichte erinnert mich sehr an ihren Mann, jedoch ist dieser kein Albaner, sondern Tunesier. Sie sind nun schon 3 Jahre verheiratet und er hat bis jetzt nicht länger als 1 Monat am Stück gearbeitet. Meine Eltern haben sich anfangs sehr bemüht, vor allem mein Vater hat ihm immer wieder neue Arbeitsstellen besorgt. Wirklich lange hat er es nie ausgehalten, entweder hatte er Probleme mit dem Chef, weil er sich nichts sagen liess oder weil er keine Lust hatte, die Arbeit zu verrichten. Er hat immer gross geredet und gesagt, dass er unbedingt arbeiten möchte und er schliesslich seine Familie ernähren muss, da er sich sonst nicht als "ganzer" Mann fühlt, da dies ja schliesslich seine Pflicht sei. Anfangs haben wir ihm dies auch noch geglaubt, er hat wirklich einen guten Eindruck hinterlassen bei uns. Doch inzwischen glauben wir nicht mehr daran, das sind alles nur leere Worte. Obwohl er ebenfalls keine Ausbildung hat, möchte er nur die besten Jobs und natürlich sollten diese auch noch gut bezahlt sein. Er ist sich doch tatsächlich zu schade, gewisse (weniger schöne) Arbeiten zu erledigen. Doch an seine Familie denkt er dabei nicht.

Ich will dir damit die Hoffnung nicht nehmen, doch denke ich, dass sich in Zukunft bei dem Mann deiner Schwägerin ebenfalls nichts ändern wird. Wer nicht arbeiten will, der will nicht. Ich weiss ja nicht, wie es bei ihm ist, doch denke ich, dass er jetzt bereits einige Zeit nicht gearbeitet hat oder?Diese Männer gewöhnen sich irgendwie daran und da ihnen ja gezeigt wird, dass es auch ohne ihre Hilfe geht, sind sie einfach zu faul um diesen Weg auf sich zu nehmen. Das Jeder mal klein anfangen muss, ist ihnen wohl nicht bewusst.

Ich möchte dem Mann deiner Schwägerin echt nichts unterstellen, schliesslich kenn ich ihn nicht persönlich. Aber diese Geschichte kam mir einfach sehr bekannt vor und habe dir deshalb mal die Situation geschildert, wie es bei meiner Schwester so abläuft.

Sorry für den langen Text, hoffe konnte dir weiterhelfen.

Lg
Ich hoffe nicht, dass das auch so abläuft. Er hat bis Oktober 2006 auf Rhodos gearbeitet, als Mädchen für alles in einem Hotel. Jetzt hat er seit Oktober keine Tätigkeit ausgeübt, er hat uns mal im Garten geholfen oder einen Raum gestrichen. Das hat er schon gemacht und da war er auch fleißig.

Ich kann verstehen, wenn Menschen keine Toiletten sauber machen möchten, aber für 3 Wochen täglich 20.30 Minuten, kann man das doch schon aushalten, oder???
Ich meinte natürlich Oktober 2005!!! Entschuldigung!!! :-)

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*Princesha*
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So, 19. Mär 2006, 15:33

Ja ich hoffe für euch wirklich sehr, dass es bei ihm besser läuft! Wie gesagt, ich kenne ihn nicht und kann es deswegen auch nicht beurteilen!

Hoffen wir mal, das er sich nur vor dieser Arbeit gedrückt hat. Ich meine, wenn er sich Mühe gibt einen neuen Job zu finden und dann auch arbeitet, dann kann man ihm dies auch sicherlich verzeihen.

Lg

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Dalbana
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Mo, 20. Mär 2006, 18:22

hamburger hat geschrieben:Es hätte immerhin EUR 1000,00 netto gegeben, was ich nicht wenig finde. Und 20 Minuten die Sanitäranlagen kontrollieren halte ich nicht für niedere arbeiten, zumal er seine Frau unterstützt hätte. Sie hat ihm ja auch geholfen und unterstützt.
Damit sieht die Sache ja auch schon anders aus, dafür hätte ich des auch gemacht.
Ich bin auch so, ich probiere erst mal aus, bevor ich sage, die Sache is nix für mich, das kann ich dann immer noch machen. Aber das wäre dann tatsächlich leicht verdientes Geld gewesen. Aber man kann ja nie in die Köpfe reinschauen und von daher bleibt meine Meinung über ihn erstmal so wie anfangs geschrieben stehen. Vielen fällt es auch schwer, wenn sie nicht das sagen haben, was ich nich verstehen kann!

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