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Das ärmste Land Europas ist natürlich keine besonders geeignete Destination für Shopping-Trips. Man muss aber auch nicht befürchten, dass man nichts zu essen kriege oder auch sonst mit leeren Händen zurückkomme.

Mangel?

Die Zeiten des Mangels sind vorbei. Sogar in abgelegenen Dorfläden biegen sich meist die Regale unter dem Warenangebot. Das Problem liegt eher bei den Finanzen: Den meisten Albanern steht pro Tag nur so wenig Geld zu Verfügen, wie in einem trendigen Café in Tirana ein oder zwei Bier kosten. Und weil ein Grossteil der Güter importiert werden muss, ist vieles überraschend teuer.

Auch wenn die meisten Güter in Albanien angeboten werden, kann man nicht erwarten, diese jederzeit zu finden. Schon gar nicht einfach ist es, immer ein Produkt des bevorzugten Herstellers, eine Ausführung in einer passenden Farbe oder die gewünschte Qualität zu erstehen.

In Tirana ist das Angebot mit Abstand am grössten. Hier gibt es am meisten Läden und am meisten vermögende Kunden. Wer Gefallen daran findet, kann stundenlang durch die zahlreichen Schuh- und Kleiderläden ziehen. In Landstädtchen werden die meisten Käufe auf dem Markt oder in den Gebäuden des Basars abgewickelt. Nur in den wenigen grossen Städten gibt es Supermärkte.

Öffnungszeiten

Wie Ämter, Schulen und Behörden haben die meisten Geschäfte mindestens vormittags und über Mittag geöffnet. Insbesondere im Sommer haben nachmittags nur noch sehr wenige Sehenswürdigkeiten und Geschäfte offen. Viele machen Siesta und manche Stadt wirkt wie ausgestorben. Gegen Abend, wenn die grösste Hitze vorüber ist, beleben sich die Strassen wieder. Viele Geschäfte öffnen wieder und die Städter strömen in die vielen Cafés.

Von diesen Grundsätzen gibt es aber viele Ausnahmen. Tante-Emma-Läden, die oft im Vorgarten der Besitzer liegen, haben oft von früh bis spät in die Nacht geöffnet. Ähnlich ist es mit den teuren Läden in Tiranas Ladenpassagen. Viele Geschäfte haben auch sonntags offen. Dafür kann es gut sein, dass ein Laden unter der Woche oder entgegen der vermerkten Öffnungszeiten geschlossen ist – oft bleibt ein Laden zu, wenn der Besitzer gerade andere dringende Besorgungen machen muss.

Souvenirs

In den grossen Städten und den meisten Orten, wo öfters mal ein Tourist vorbei kommt, gibt es auch Läden mit einem reichhaltigen Angebot an Souvenirs. Oft sind es kitschige Plastik-, Holz-, Kupfer-, Stein- und Handarbeiten mit albanischen Motiven. Darunter ist auch originelles und einzigartiges, wie der bekannte weisse albanische Filzhut oder Aschenbecher in Form von landestypischen Bunkern. Das Angebot ist in den meisten Läden ähnlich, so dass es sich nicht lohnt, die teuren Läden in Hotels oder am Flughafen aufzusuchen. Diese können dafür mit einem reichhaltigen Angebot an Literatur über Albanien in Fremdsprachen aufwarten – nicht-albanische Bücher finden sich sonst nur noch in wenigen Buchläden oder Kiosken der grossen Städte.

Reichhaltig ist das Angebot an einheimischer Musik - moderner Rap oder traditionelle Volksmusik, die bei den Albanern sehr beliebt ist.

Als Mitbringsel eignen sich auch Souvenirs zum Verzehren (wobei die Schweiz und die EU den Import von Lebensmittel aus Tierprodukten verbieten): Gewürze, Zwiebelkränze, albanischer Bergtee, Honig, albanischer Wein, Cognac und Raki (Schnapps) sind typisch albanisch. Bei letzterem gilt es aber zu beachten, dass industriell hergestellter Schnapps meist auch industriellen Alkohol enthält und deshalb keine besondere Güte aufweist. Es lohnt sich hier, den Raki von privaten Produzenten zu beziehen.

Reisegepäck

Wer auf bestimmte Produkte angewiesen ist - sei es ein Kontaktlinsenmittel, das Spezialpapier fürs Faxgerät, die Lieblings-Gummibären-Marke oder ein bestimmtes Medikament -, sollte diese am besten in ausreichender Menge von zu Hause mitbringen. Auch spezielle elektronische Geräte oder Freizeit/Sport-Ausrüstung sind nicht immer zu kriegen. Alles, was sich durch andere Marken ersetzen lässt, kann man aber meist ohne grosse Umstände in den grössten albanischen Städten erwerben - und mit ein wenig Glück findet sich auch der bevorzugte Rasierschaum oder das Lieblingsparfum.

 

 

Kommentare

Kommentare vom 21 October 2005

22:57 von Travelscout

Supermärkte sind außerhalb der Großstädte nicht vorhanden. Man kriegt wirklich auch alles nötige in den Mini-Shops was man braucht. Der Souvenirhandel ist noch nicht so weit verbreitet. Hier hat man schon eher Mühe, etwas passendes zu finden (z.B. schöne handgearbeitete Holzschnitzereien in Berat, oder handmade-Tischdecken in Sarande

 

 


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