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Gjirokastra ist eine alte Stadt mit einem kompakten Kern von alten Häusern, die neben der Burg am Berghang klebt. Die Museumsstadt ist einer der schönsten des Landes - leider sind aber viele Sehenswürdigkeiten am Zerfallen. Seit 2005 verfügt Südalbanien mit Gjirokastras Altstadt über eine zweite Weltulturerbe-Stätte. Die neuen Stadtteile liegen am Fuss des Berges in der Ebene, so dass sie die sehenswerten Stadtteile nicht stören.

Stadtbesichtigung

Stadtrundgang

Ein Stadtrundgang beginnt meist mit dem Erklimmen der Burg. Bis dahin hat man schon einige schöne Ecken der Altstadt gesehen. Auf dem Rückweg kann man die Moschee und weitere versteckte Ecken der Altstadt erkundigen, was aber wegen der steilen Lage recht mühsam ist. Die schönen Häuser der reichen Kaufleute, die Wege mit Steinpflaster und die vielen hübschen Winkel sind es aber wert.

Es empfiehlt sich auch ein Besuch im ethnographischen Museum und für diejenigen, die gerne noch länger durch die alten Gassen streifen, Ausflüge durch die Quartiere jenseits, oberhalb und unterhalb der Burg.

Sehenswürdigkeiten

  • Altstadt - Die schweren Steinhäuser von Gjirokastra sind bemerkenswert schön. Im unteren Teil gleichen sie meist befestigten Trutzburgen. Die Wohnbereiche der Obergeschosse sind aber mit Holzarbeiten, Balkonen und Fenstern verziert. Leider sind viele Häuser schlecht unterhalten und zerfallen. Der Bazar, eine Kreuzung in der Stadtmitte, ist 1997 ausgebrannt und rekonstruiert worden.
  • Burg - Die ältestens Spuren auf dem Felsen gehen auf vorchristliche Zeit zurück. Heute thront hier eine mächtige Festung mit Uhrturm. Sie ist alle vier/fünf Jahre Schauplatz des nationalen Volksmusik-Festivals, wo Gruppen aus dem ganzen albanischsprachigen Raum auftreten. Das Fest, das letztmals im Herbst 2004 stattfand, zieht zahlreiche Besucher an. Innerhalb der Burg, die auch schon als Gefängnis diente, gibt es auch ein Waffenmuseum.
  • Moschee - Der Bau aus dem 18. Jahrhundert hat als einzige von neun Moscheen in der Stadt die kommunistische Diktatur überstanden. Sie gehört zwar nicht zu den berühmtesten Gotteshäusern des Landes, verfügt aber doch über schöne Innendekorationen und eine elegante Architektur.
  • Zekatis-Haus - Eines der höchstgelegenen Häuser der Stadt (ganz oben im Stadtteil Palorto) – von weit her sichtbar – fällt durch seine hohen Mauern auf. Das beispielhafte traditionelle Gebäude kann besichtigt werden, auch wenn es noch nicht in ein offizielles Museum transferiert wurde.

Museen

  • Waffenmuseum - Die Sammlung in der Burg zeigt Schusswaffen der letzten Jahrhunderte, Kanonen und auch einen amerikanischen Düsenjet, der angeblich abgeschossen wurde.
  • Ethnographisches Museum - Das im Geburtshaus von Enver Hoxha untergebrachte Museum gibt einen guten Einblick in das Leben in der Stadt vor dem Beginn der Moderne. Das einst niedergebrannte Haus wurde als Musterhaus wiederaufgebaut, das ortstypische Räume aus mehreren Häusern enthält.

Aussichtspunkte

  • Burg - Eine gute Aussicht über einzelne Stadtteile und in die Berge hat man fast überall im steilen Gjirokastra. Von der Burg aus hat man aber einen hervorragenden Überblick in alle Richtungen.
  • Restaurant Kërculla - Hoch oben über der Stadt bietet sich hier ein Ausblick über alle Quartiere zugleich und die Bergwelt.

Ausflüge

  • Sofratike - Mitten in der Ebene ein wenig südlich von Gjirokastra wurden beim Dorf Sofratike Ruinen des ehemaligen Adrianapol ausgegraben. Wenige hundert Meter von der Hauptstrasse, über einen Feldweg gut erreichbar, gelangt man zu den Resten des alten Theaters, das im Gegensatz zu vielen anderen freistehend gebaut worden war.
  • Dörfer im Drinos-Tal - Die Dörfer auf der Ostseite des Tales zwischen der griechischen Grenze und Gjirokastra sind malerisch und haben teilweise noch alte Kirchen und Burgen. Besonders hervorzuheben ist Libahova. Achtung: Die Dörfer auf der anderen Talseite sollten unbedingt gemieden werden. Insbesondere Lazarat ist als gesetzloses Räuberdorf berüchtigt.
  • Antigoneia - Sehr abgelegen liegt, in etwa auf der anderen Talseite von Gjirokastra, die alte illyrische Siedlung Antigoneia. Zu sehen sind noch Reste der Akropolis, der vier Kilometer langen Stadtmauer, der Agora, von Wohnhäusern und Kirchen.
  • Libahova - Sehr kleines Landstädtchen auf der östlichen Talseite, das wie Gjirokastra hoch oben am Berg unterhalb einer Burg am Hang klebt. Die Burg kann besichtigt werden. An der zentralen Strasse finden sich einige ältere Häuser unter mindestens so alten, weit auslandenden Bäumen. Ein Baum beim Café, durch das ein Bächchen fliesst, gilt als Naturmonument, da sich seine Äste gabeln und wieder vereinen. Asphaltstrasse nach Libahova zwiegt ein Dutzend Kilometer südlich von Gjirokastra ab (ausgeschildert).
  • Labova e Kryqit - Die alte Kirche in einem Bergdorf in der Gegend von Libahova ist ein Muss für jeden Allradfahrer. Leider nur schwierig auf einer schlechten, unasphaltierten Strasse zu erreichen (in einer Rechtskurve, kurz bevor die Strasse nach Libahova den Berg hoch führt, gerade aus auf die unasphaltierte Strasse abzweigen; dieser Strasse folgen und bei der einzigen grösseren Gabelung rechts, dann den Berg hoch; die letzten Kilometer bis zur Kirche sind asphaltiert). Die Kirche ist in einem untypischen Baustil erstellt und gilt als eine der ältesten des Landes (vermutlich 13. Jahrhundert). Fresken und eine Ikonostase zieren ihr Inneres. Die Telefonnummer der Person mit dem Schlüssel ist am Tor zum Kirchenhof angeschlagen.

Verkehr

Anreise

  • Flugzeug - Ob Tirana oder Flughäfen in Nordgriechenland, die Anreise dauert jedenfalls mindestens vier bis fünf Stunden.
  • Busse - Eine Busfahrt von Tirana nach Gjirokastra ist eine halbe Tagesreise. Von Saranda verkehren regelmässig Busse, die mindestens eine Stunde unterwegs sind. Auch mit Janina in Nordgriechenland besteht eine tägliche Busverbindung. Taxis und Minibusse warten auf der albanischen Seite der Grenze in Kakavija auf Personen, die die Grenze zu Fuss überqueren.
  • Auto - Wer mit dem Auto aus dem Ausland anreist, nimmt am besten eine Fähre nach Griechenland (Igoumenitsa) und fährt über Janina nach Gjirokastra. Vor allem in den Sommermonaten ist für die bürokratische Grenzabfertigung in Kakavija genügend Zeit einzurechnen. Die Strecke von der Grenze bis Gjirokastra ist gut ausgebaut, ebenso die Strecke nach Norden bis Tepelena. Weiter nach Mittelalbanien (Tepelena-Ballsh-Fier) geht es aber nur über eine streckenweise sehr holprige und durchaus kurvige und schmale Landstrasse. Die Strasse nach Saranda ist in einem ordentlichen Zustand.

Weiterreise

Busse & Sammeltaxis warten oder halten an der zentralen Kreuzung am Fusse des Hügels. Es bestehen gute Verbindungen in die grossen Städte Mittelalbaniens, nach Saranda, Tepelena und Përmeti. Nach 12 Uhr verkehren keine Busse mehr nach Mittelalbanien.

Innerstädtisch

Gjirokastra ist zwar nicht besonders gross, im Gegensatz zu den meisten anderen albanischen Städten aber trotzdem nicht besonders Fussgänger-freundlich, da das Stadtzentrum sehr steil am Berg gelegen ist. Busse zu einigen hoch gelegenen Quartieren quetschen sich durch die engen Gassen der Altstadt - bequemer ist es mit dem eigenen Auto oder Taxis.

Essen & Trinken & Schlafen

Gjirokastra verfügt über einige Hotels, die aber im Gewirr der Gassen nicht immer leicht zu finden sind. Besonders reizvoll sind Gasthäuser in renovierten alten historischen Gebäuden, zum Beispiel das Hotel Kalemi. Das Angebot an Restaurants ist in der Altstadt nicht besonders gross.

In der Neustadt am Fusse des Berges gibt es einige neue Gaststätten, weitere Läden und Hotels. Beliebt sind auch Restaurants im Grünen nördlich von Gjirokastra.

Kultur

Der Höhepunkt ist das grosse Volksmusik-Festival, das alle vier/fünf Jahre auf der Burg stattfindet. Dann reisen albanische Musik- und Tanzgruppen aus allen Landesteilen und den albanischen Gebieten im Ausland an. Auch in anderen Jahren gibt es kleinere Volksmusik-Festivals.

Einen schönen Eindruck von Gjirokastra vermittelt Ismail Kadares Roman Chronik in Stein.

Geographie & Natur

Gjirokastra ist vielleicht die steilste Stadt der ganzen Welt, meint Ismail Kadare, Schriftsteller und berühmteste Sohn der Stadt. Er schreibt: "Man konnte auf einer Straße gehen und, wenn man wollte, den Arm ein wenig ausstrecken, um seine Mütze über die Spitze eines Minaretts zu stülpen." Der schwere Stein der Häuser und die heisse Sonne Südalbaniens versetzen die Menschen oft in eine trockene Bergwüste. Einzig das Drinos-Tal ist eine grüne Oase. Die Winter können hingegen empfindlich kühl werden.

Weitere Informationen

 

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Kommentare

Kommentare vom 22 October 2005

01:08 von Travelscout

Am maroden Charme dieser historischen Stadt hat sich nichts geändert. Könnte bei entsprechender Restaurierung Berat echte Konkurrenz machen.

Kommentare vom 16 May 2010

01:05 von Jannis

empfehlenswerte Adresse: B+B Kotoni, oben bei der Moschee, Kinder fragen! günstiger Preis +35 58463526 Kotoni spricht englisch und griechisch

 

 


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April 05, 2012, at 08:55 PM
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