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Kosova ist traditionell eine ärmliche Gegend. Deshalb zogen ab Ende der Sechziger Jahre oft junge Männer als Gastarbeiter nach Mitteleuropa. Mit dem Geld, das sie dort verdienten, konnte meist das Überleben einer ganzen Grossfamilie gesichert werden. Die Männer arbeiteten in der Regel nur während einer Saison im Ausland, verliessen aber ihre Heimat im nächsten Jahr wieder. Viele hatten zu Hause Frau und Kinder.

Nach einigen Jahren in der Fremde hatten die meisten auch schon Anrecht auf eine dauernde Aufenthaltsbewilligung. Als die Situation in Kosova immer unerträglicher wurde, nahmen immer mehr Gastarbeiter ihre Familie mit in die Fremde. Dort waren sie wenigstens sicher. So wuchs die albanische Gemeinschaft im Ausland immer schneller. Innert kürzester Zeit wurden die Albaner während der Neunziger Jahre zur zweitgrössten ausländischen Volksgruppe in der Schweiz. 1998 lebten schätzungsweise 160.000 Kosovaren in der Schweiz. 1999 während des Krieges in Kosova waren es sogar mehr als 200.000.

Da das Albanische in Kosova unterdrückt war und verfolgt wurde, entstand in Mitteleuropa eine Exilgemeinschaft, die zum Beispiel auch Zeitungen produzierte und mit ihren Geldüberweisungen den Zurückgebliebenen das Überleben sicherte. Mit dem Geld der Emigranten finanzierte sich aber auch die UÇK.

1999 erschien erstmals ein Buch über die Kosovaren in der Schweiz. Darin ist beschrieben, wie die albanische Bevölkerung in der Schweiz innert kurzer Zeit zur zweitgrössten ausländischen Gemeinschaft wurde, mit welchen Problemen die Albaner hier kämpfen, weshalb viele Mühe zeigten, sich zu integrieren und wie die Behörden das Flüchtlingsproblem zu bewältigen suchten. 2008 folgte eine umfangreiche Publikation auf Deutsch. Die Autoren wollen den Lesern ein unbekanntes Volk, das zwischen uns lebt, näher bringen.

  • Ueli Leuenberger, Alain Maillard: »Les damnés du troisième cercle - Les Kosovars en Suisse 1965/1999«, Metropolis, Genève 1999, ISBN 2-88340-011-3
  • Hans-Peter von Aarburg, Sarah Gretler: »Kosova-Schweiz – Die albanische Arbeits- und Asylmigration zwischen Kosovo und der Schweiz (1964-2000), Zürich 2008, ISBN 978-3-03735-250-2, (bestellen)

Die Präsenz der grossen albanischen Exil-Gemeinden wird immer mehr auch in den Gastländern wahrgenommen und akzeptiert. Zur sich immer weiter integrierenden und heimisch werdenden Gesellschaft der Kosova-Albaner kommt gerade auch in der Schweiz eine grosse Anzahl von Albanern aus Mazedonien und sehr wenige Albaner aus Albanien selbst.


 
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May 17, 2009, at 11:52 AM
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